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Naturerlebnispfad Holter Heide

Frühsommer 2009 wurde ein Naturerlebnispfad eingeweiht. Da mit der Informationsbroschüre und den Informationstafeln zahlreiche „klassische Informationsträger“ zur Verfügung stehen, wurde bei der Einrichtung des Pfades verstärkt Wert auf interaktive Elemente gelegt.
Naturerlebnispfad Bildrechte: NLWKN
Naturerlebnispfad: Tiersilhouetten in der Eingangssituation (Station 1)

Auf einer Weglänge von gut 3 Kilometern erschließen sich dem Interessierten an neun Stationen folgende Themen:

Station
Stationstitel / -thema
"interaktives Element"
1 Willkommen in der Altenwalder Heide:
Wo die Tiere die Landschaft gestalten
Tiersilhouetten in der Eingangssituation
2 Die drei Heidekrautarten:
Ihre Gemeinsamkeiten, ihre Unterschiede
Drehwürfel
3 Von Natur aus:
Die Landschaft der Vergangenheit
verschiebbares Durchsichtfenster
4 Weide, Streu und Honig:
Anfang und Ende der traditionellen Heidewirtschaft
Klapptafeln
5 Eine Menge Holz:
Aufforsten in der Heide
verschiebbare transparente Tafeln
6 Sperrgebiet:
Wo Panzer Lebensräume schufen und erhielten
Panzerketten-Rest
7 Mit Dornen, Gift und Öl:
Wie Pflanzen sich vor Verbiss schützen
Klapptafeln
8 Bauarbeiten am Wegesrand:
Lebenslauf einer Grabwespe
Drehscheibe
9 Wo Reptilien Sonne tanken:
Die Heide als Lebensraum der Zauneidechse
Drehelement

Am Zugang zum Gebiet wird der Besucher von lebensgroßen Silhouetten von Konik und Heckrindbulle empfangen. An deren Flanken finden sich detaillierte Informationen zum Projekt und den eingesetzten Weidetieren.

An Station 2 müssen 3 Würfel an einer senkrechten Achse so gedreht werden, dass die Abbildung der 3 jeweils dargestellten Heidearten Besenheide, Glockenheide und Krähenbeere und damit die jeweiligen Informationen zusammenpassen.
Naturerlebnispfad Bildrechte: NLWKN
Naturerlebnispfad: Drehwürfel (Station 2)

Station 3 gibt einen Kurzabriss der klimatischen und landschaftlichen Gegebenheiten nach der letzten Eiszeit. Ein Fenster in der Tafel gibt den Blick in die heutige Landschaft frei, eine Ansicht der Landschaft vor 3.000 Jahren kann davor geschoben werden.

Die Entstehung der Heide durch menschliche Nutzung wird an Station 4 geschildert. Inmitten eines Bildes mit Heidekraut befinden sich Klapptafeln, die in Wort und Bild Weidewirtschaft, Plaggenhieb und Korbimkerei darstellen.

Mit der Wiederbewaldung und Aufforstung kann sich der Besucher an Station 5 auseinandersetzen. Neben einem informativen Text zeigt eine Karte den Stand der Heideverbreitung Ende des 19. Jahrhunderts, eine Plexiglasscheibe, mit den heutigen Waldflächen, landwirtschaftlichen Nutzflächen und Siedlungen, kann darüber gezogen werden und veranschaulicht das Zurückdrängen der Heide.

An Station 6 wird der scheinbare Widerspruch zwischen militärischer Nutzung und der Bedeutung des Übungsplatzes für den Artenerhalt und Naturschutz aufgelöst. Neben Grundinformationen auf einer größeren Tafel befinden sich spezielle Informationen auf einer aufgearbeiteten Panzerkette. Themen sind „Heideverjüngung durch Brand“ und die besonderen Vorkommen von Kranich, Sandbiene und Kiemenfußkrebs (Triops cancriformis).
Naturerlebnispfad Bildrechte: NLWKN
Naturerlebnispfad: Panzerketten-Rest (Station 6)

Das Thema Pflanzenverbiss wird bei Station 7 vorgestellt. Vier unterschiedliche Strategien, mit denen Pflanzen versuchen sich vor Fressfeinden zu schützen, werden anhand von ausgesuchten, im Gebiet vorkommenden Arten veranschaulicht.

Eine Tafel mit einer integrierten Drehscheibe stellt den Lebenszyklus einer Sandwespe an Station 8 dar. Jeder Lebensabschnitt ist illustriert und beschrieben.

Der Zauneidechse ist die letzte Station des Naturerlebnispfades gewidmet. Ihr Leben in Sonne und Schatten wird nachvollziehbar durch ein Schiebeelement, das von Hand bewegt werden muss.

Der Verlauf des Weges und die Standorte der Stationen sind ebenfalls dem Info-Faltblatt zu entnehmen.


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Link zur Seite des Nds. Umweltministeriums:

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Gerd-Michael Heinze

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Geschäftsbereich Regionaler Naturschutz
Außenstelle "Naturschutzstation Unterelbe"
Alte Hafenstr. 2
D-21729 Freiburg
Tel: +49 (0)4779 / 92681-14
Fax: +49 (0)4779 / 92681-15

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