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Oldenburg: Veranstaltungsreihe zum Hochwasserrisiko erfolgreich abgeschlossen

Umweltministerium und NLWKN informierten Kommunen über Fortschritte beim Hochwasserrisikomanagement – hohes Besucherinteresse


 
Wilfried Seemann von der NLWKN-Betriebsstelle Verden informierte in Oldenburg über die Änderungen im zweiten Bearbeitungszyklus und die aktualisierten Gefahren- und Risikokarten (Bild: NLWKN).

Oldenburg Hochwasserrisiken sichtbar machen und dadurch wertvolle Vorarbeiten für einen bestmöglichen Schutz ermöglichen: Diesen Ansatz verfolgt die sogenannte Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL). Mit einer Informationsveranstaltung in Oldenburg endete jetzt eine Reihe von Terminen, an denen Kommunen und Verbände über den aktuellen Stand bei der Umsetzung der EU-Vorgaben für eine bessere Hochwasservorsorge informiert wurden.

Am Ende des Tages im ehemaligen Oldenburgischen Landtag zog der Veranstalter, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), ein insgesamt positives Fazit: Das Informationsangebot sei demnach auf ein reges Interesse bei Fachbehörden, Kommunen und Verbänden gestoßen. Beim Auftakt in der Heidmark-Halle in Bad Fallingbostel Anfang November sowie bei der zweiten Veranstaltung im Hildesheimer Kreishaus eine Woche später waren bereits rund 250 Teilnehmer gezählt worden. In Oldenburg sind nun noch einmal knapp 200 weitere Personen gekommen, um sich über den aktuellen Umsetzungsstand zu informieren und den intensiven fachlichen Austausch zu suchen.

Gefahrenkarten liefern Basis für regionale Vorsorgemaßnahmen

Bei den drei Informationsveranstaltungen standen unter anderem die überarbeiteten Hochwassergefahren- und Risikokarten im Fokus. Diese werden derzeit erstellt und sind Anfang nächsten Jahres auch im Internet zu finden.

Dabei geht es beim Hochwasserrisikomanagement nicht allein um die Dokumentation von Gefahren. Die nun überarbeiteten Karten sollen vielmehr langfristig in konkrete Schutzmaßnahmen münden, betonte die Oldenburger NLWKN-Betriebsstellenleiterin Ute Schlautmann: „Mit der Meldung von Hochwasserschutzmaßnahmen, zu denen der Landesbetrieb die Kommunen und Verbände in Kürze auffordern wird, bietet sich für alle Beteiligten die Chance, die gemeinsamen Datengrundlagen zu nutzen. So kann auch mehr Transparenz und Erfahrungsaustausch innerhalb der Flussgebiete entstehen.“ Neben Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes, zum Beispiel dem Bau von Deichen oder Rückhaltebecken, gehe es dabei insbesondere auch um die Berücksichtigung in Bauleitplänen oder bei der Einrichtung und Verbesserung kommunaler Warn- und Informationsdienste.

Schlautmann machte noch einmal deutlich, dass die Ergebnisse des ersten Zyklus bereits von vielen Akteuren als Grundlage für ihre Planungen genutzt würden. Ziel sei es nun, mit dem zweiten Zyklus hieran anzuknüpfen und weitere Planungen landesweit voranzubringen.

„Das Land wird die Gemeinden im Hochwasserschutz sowohl in finanzieller als auch in fachlicher Hinsicht auch in Zukunft unterstützen“, unterstrich Andreas Böhmert vom Niedersächsischen Umweltministerium. Neben einer noch einmal intensivierten fachlichen Beratung durch den NLWKN und dem Bau- und Finanzierungsprogramm stehe hierzu das Sondervermögen Hochwasserschutz mit rund 27 Millionen Euro als neues Finanzierungsinstrument zur Verfügung.

Die Akteure aus der Praxis kamen beim Austausch auf den drei Fachveranstaltungen auch selbst zu Wort: In Oldenburg berichtete Prof. Dr. Helge Bormann von der Jade Hochschule von seinen Erfahrungen aus regionalen und internationalen Projekten zur Hochwasservorsorge in Küstengebieten. In Hildesheim schilderten Stefan Frühmark vom THW und Matthias Mühlenhoff von der Feuerwehr Rinteln praxisnah die Einführung eines Hochwasserschutzkonzeptes in der Stadt im Weserbergland - von der Idee bis zur konkreten Umsetzung. In Bad Fallingbostel zeigte Clemens Löbnitz vom Aufgabenbereich Planung und Bau des NLWKN in Lüneburg auf, wie die Gemeinschaftsaufgabe Hochwasserschutz konkret umgesetzt werden kann.

Bildzeile:


 
Karte der Risikoabschnitte des 2ten Zyklus der HWRM-Rl in Niedersachsen.jpg (Foto: NLWKN)
Artikel-Informationen

22.11.2019

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

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