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FFH-Gebiet 053 Bäche im Artland

EU-Nr.: DE-3312-331


Das FFH-Gebiet „Bäche im Artland“ liegt südwestlich von Quakenbrück im Naturraum Bersenbrücker Land und umfasst mehrere Bachläufe, deren Quellen zumeist an den Hängen der Ankumer Höhe liegen und die durch das Artland der Hase zufließen. Das Artland – durchzogen von einem weiten Fächer aus Fließgewässern – ist eine weite Talsandniederung, die im Süden halbkreisförmig von den saalezeitlichen Endmoränen Dammer Berge im Osten und Ankumer Höhe im Westen umschlossen wird. Die Hase tritt bei Bramsche in diese ebene Landschaft ein, verzweigt sich bei Quakenbrück und bildet dort ein sogenanntes Binnendelta aus. Ein Abschnitt der hier entstehenden südlich gelegenen Kleinen Hase liegt ebenfalls im FFH-Gebiet.

Viele der kleinen Bachläufe, zum Beispiel der Eggermühlenbach, der Reitbach und der Wehdemühlenbach, entsprechen dem Lebensraumtyp der Fließgewässer mit flutender Wasservegetation. Sie sind aufgrund ihres klaren Wassers und des überwiegend naturnah strukturierten Bachbetts wertvolle Lebensräume für verschiedene Arten der Fließgewässer. Neben den beiden am Gewässergrund lebenden Kleinfischen Steinbeißer und Groppe finden hier auch Bach- und Flussneunauge geeignete Lebensräume. Letzteres profitiert als anadrome, das heißt zum Laichen vom Meer in die Flüsse und Bäche wandernde Art insbesondere von der Anbindung an das Flusssystem der Ems. Die vor allem an den östlichen Bächen vielfältige Ufervegetation schafft außerdem geeignete Habitatstrukturen für den Fischotter.

Einige zum Gebiet gehörende Gräben und Kanalabschnitte weisen ganz andere Eigenschaften auf und sind aufgrund ihres Stillgewässercharakters Habitate für die beiden Fischarten Schlammpeitzger und Bitterling. In kleinen Weihern und Tümpeln kommt überdies der Kammmolch vor.

Neben den Fließ- und Stillgewässern mit den ihnen eigenen Lebensgemeinschaften finden sich zwischen den Grün- und Ackerflächen des fruchtbaren Artlands auch kleine, aber bedeutende Wälder und Gehölzstrukturen. Insbesondere entlang der Bachoberläufe wachsen Erlen-Eschen-Auenwälder. Kleinflächig kommen auf anmoorigen Böden strukturreiche Moorwälder vor. Trockenere Sandböden sind Standorte bodensaurer Buchenwälder, teils mit der atlantisch verbreiteten Stechpalme in der Strauchschicht, sowie alter Eichenwälder mit Stieleiche. Von besonderer Bedeutung sind einige lichte, alt- und totholzreiche Eichenbestände als Lebensraum des seltenen und streng geschützten Hirschkäfers.
FFH053  

Sicherung des Gebietes

Das Gebiet ist durch folgende Schutzgebiete gesichert:

Erhaltungsziele des Gebietes

Management des Gebietes

Allgemeine Hinweise zum Management im Gebiet vorkommender Lebensraumtypen und Arten

(Die Hinweise sind tw. aktualisierungsbedürftig, der Stand ist jeweils angegeben. Einige Hinweise werden zurzeit überarbeitet.)

 

Gebietsspezifische Maßnahmenblätter, Maßnahmen-/Managementpläne

(Steht eine Einbindung der betroffenen Flächeneigentümer zu den konzipierten Maßnahmen noch an, ist die konzipierte Maßnahme als vorläufig zu betrachten und entsprechend gekennzeichnet.)
Natura 2000 Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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