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„Grutto–Grutto“! Internationale Fachexkursion spürt Uferschnepfen in Marschen und Niederungen nach

LIFE-Projekt „Wiesenvögel“ empfing lokale und europäische Akteure / Uferschnepfe im Fokus


 
Heinrich Pegel (re.) von der NLWKN-Naturschutzstation Ems führte die Exkursionsteilnehmer unter anderem auf die Fläche Bunderhammrich im Rheiderland. Hier war zuvor eine Wasseroptimierung abgeschlossen worden. Foto: S. Haack.

„Grutto“, „wed“, „geg“: So oder so ähnlich erklingt es derzeit wieder vermehrt in einigen Vogelschutzgebieten, seitdem die Uferschnepfe zur Brutzeit nach Niedersachsen zurückkehrt ist. Nach Brutbeginn der bedrohten Vogelart besuchte jetzt eine internationale Fachexkursion im Rahmen des LIFE-Projektes „Wiesenvögel“ wichtige Schutzgebiete wie das Rheiderland, die Emsmarschen zwischen Leer und Emden und die Hunteniederung bei Oldenburg.

Die Fachleute aus Niedersachsen, den Niederlanden und Dänemark begutachteten im Rahmen ihrer zweitägigen Exkursion verschiedene Wiesenvogel-Brutgebiete - unter anderem die der als „stark gefährdet“ eingestuften Uferschnepfe, die in den Niederlanden aufgrund ihres charakteristischen Rufes auch als Grutto bekannt ist. „Im Fokus standen vor allem solche Flächen, auf denen im Rahmen des Projektes bereits Schutzmaßnahmen umgesetzt wurden: Etwa Bunderhammrich, Marienchor, Hatzum-Critzum sowie am Midlumer Vordeich und in den Bornhorster Huntewiesen“, erklärt Heinrich Belting, Projektleiter des LIFE-Projekts beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

An der Exkursion beteiligten sich neben den überregionalen Experten auch lokale Akteure: Neben Bewirtschaftern, der Unteren Naturschutzbehörde und der Flächenverwaltung nahmen etwa auch vor Ort tätige Biologen teil. „Von diesem Austausch profitiert das Projektteam, das sowohl die Erfahrungen in anderen Gebieten, als auch die Erfahrungen der örtlichen Akteure in die Umsetzung und Betreuung der Maßnahmen einbringen kann“, betont Heinrich Belting. Damit Altvögel im Boden und Küken auf den Blüten ausreichend Nahrung finden können, sollten die Flächen zur Brutzeit idealerweise eine lückige, niedrige Struktur aufweisen.

Auch eine gute Durchfeuchtung sowie Blüten- und Insektenreichtum sind wichtige Voraussetzungen für optimale Brutbedingungen. „Nestflüchter brauchen Vegetationsstrukturen, die sowohl Deckung bieten, als auch mühelose Fortbewegung erlauben“, erklärt Belting. Um dies zu erreichen ist neben der Wasserstandsoptimierung insbesondere eine angepasste Bewirtschaftung vonnöten, die von den Landwirten vor Ort umgesetzt wird.

Artikel-Informationen

09.05.2019

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Am Sportplatz 23
D-26506 Norden
Tel: +49 (0)4931/ 947 - 288 / -173 sowie +49 (0)511 3034-3223
Fax: +49 (0)4931/947 - 222

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