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Der Klimawandel unterwegs in Niedersachsen

Die Wanderausstellung „KlimaEinFluss“ des NLWKN informiert über den Klimawandel und seine Folgen


Von Uwe Petry

Der menschengemachte Klimawandel ist allgegenwärtig. Extreme Wetterphänomene nehmen an Intensität und Häufigkeit spürbar zu, auch in Niedersachsen. Mit seiner Wanderausstellung „KlimaEinFluss“ informiert der NLWKN anschaulich und gut verständlich über die möglichen Folgen dieser Entwicklungen in der Wasserwirtschaft. Die Erkenntnisse helfen den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung, aber auch der breiten Öffentlichkeit, den zukünftigen Herausforderungen besser und zielgerichtet zu begegnen.

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Abb. 1: Die Themen der Wanderausstellung KlimaEinFluss des NLWKN im Überblick

Extreme Ereignisse gab es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder. Beispiele dafür sind die intensiven Regenfälle im Sommer 2017 im südlichen Niedersachsen, die zu einem großen Hochwasser mit hohen Schäden im gesamten Harz und Harzvorland führten, die Trockenjahre 2018 bis 2020, die Probleme in der Landwirtschaft, der Schifffahrt und zum Teil in der Wasserversorgung verursachten sowie zuletzt die verheerenden Starkregen und Sturzfluten im Sommer 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die leider viele Menschenleben forderten. Solche Ereignisse führen eindrücklich vor Augen, dass die Auswirkungen des Klimawandels auch bei uns bereits angekommen sind und derartige Ereignisse häufiger und mit höherer Intensität auftreten werden.

Damit das Land, die Kommunen und alle Bürgerinnen und Bürger besser auf diese Folgen des Klimawandels vorbereitet sein können, verfolgt der NLWKN seit vielen Jahren die Erkenntnisse der internationalen Klimaforschung und wendet diese auf die verschiedenen Handlungsfelder der Wasserwirtschaft in Niedersachsen an. Ein wichtiger Baustein stellt in diesem Zusammenhang das Projekt KliBiW (Globaler Klimawandel – Wasserwirtschaftliche Folgenabschätzung für das Binnenland) dar, das sich mit der Abschätzung der Klimafolgen für die Wasserwirtschaft im niedersächsischen Binnenland beschäftigt. Wesentliche Ziele sind dabei vor allem, Wissen zu generieren und den politischen und kommunalen Akteuren planungsrelevante Informationen zur Verfügung zu stellen, um effiziente Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung, aber auch zum Klimaschutz zu initiieren.

Im Rahmen des KliBiW-Projekts wurde die Wanderausstellung KlimaEinFluss erarbeitet, um diese Erkenntnisse den Menschen vor Ort noch besser zu vermitteln und (be)greifbar zu machen. Auf insgesamt elf Rollbannern informiert die Ausstellung kompakt und verständlich über verschiedene Aspekte des Klimawandels. Angefangen bei allgemeinen Fragen wie: „Was bedeutet Klimawandel überhaupt?“, „Warum ist er so gefährlich?“, „Wie kommt man zu Aussagen über zukünftige Entwicklungen?“ bis hin zu regionalen Themen wie „Klimawandel in Niedersachsen“ und seine „Folgen für die Hochwasser- und Niedrigwasserverhältnisse“, zeigt die Ausstellung verschiedene Facetten dieses Themenkomplexes und bietet damit ein breites Spektrum an Informationen. Die Banner können kostenfrei beim NLWKN über die Internetseite Klima kompakt ausgeliehen werden.

Das Angebot wird bereits intensiv genutzt. Dank einer Kooperation mit der Kommunalen UmweltAktioN (UAN) wandert die Ausstellung von September 2021 bis Mai 2022 entlang der Aller durch die Gemeinden der gleichnamigen Hochwasserpartnerschaft, begleitet von Info-Veranstaltungen und Diskussionsforen mit Gemeindevertretern und Bürgern. Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) nutzt einzelne Inhalte der NLWKN-Ausstellung in ihrer Wanderausstellung „Klima-Macher“. Und auch in den Räumlichkeiten des Niedersächsischen Umweltministeriums stand die Wanderausstellung Ende 2021 für rund drei Monate. Weitere Anfragen von Schulen und Volkshochschulen liegen für 2022 bereits vor. Dies zeigt das große Interesse und den Bedarf an Informationen zu diesem Themenkomplex.

Der NLWKN wird das bestehende Informationsangebot kontinuierlich erweitern, um auch zukünftig die neuesten Erkenntnisse aus der Klimaforschung sowie regionale Informationen zu Klimawandel und Klimafolgen in der Wasserwirtschaft allen Akteuren in Politik und Verwaltung sowie der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Denn nur gemeinsam und mit fundiertem Wissen können wir dieser Herausforderung begegnen.

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Abb. 2: Die Wanderausstellung „KlimaEinFluss“ wurde von Minister Olaf Lies eröffnet (links), ihr Einsatz im Niedersächsischen Umweltministerium (Mitte) sowie bei der Eröffnung im Zuge der Hochwasserpartnerschaft in Wienhausen (rechts) (Bildrechte: Jorid Marlene Meya und der NLWKN)

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