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LNG-Terminal Wilhelmshaven - FSRU - Fa. Uniper Global Commodities SE

Antrag auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis zur Einleitung von Ab- und Prozesswässern - Anhörungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung


Als Reaktion auf den Ukraine-Krieg und die Abhängigkeit Deutschlands von russischen Erdgaslieferungen ist der schnelle Aufbau von Anlagen zur Anlandung, Regasifizierung und Einspeisung von Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas – LNG) einschließlich der damit im Zusammenhang stehenden Leitungs- und Hafeninfrastruktur vorgesehen.

Hierzu plant die Uniper Global Commodities SE (im Folgenden kurz „Uniper“), Holzstraße 6, 40211 Düsseldorf, den Betrieb einer sog. Floating Storage and Regasification Unit (FSRU) an dem neuen Anlegerkopf, der zurzeit seeseitig vor dem bestehenden Anleger 1 der Umschlaganlage Voslapper Groden (UVG) vor Wilhelmshaven errichtet wird.

Bei der FSRU handelt es sich um eine stationäre schwimmende Anlage in Form eines Produktionsschiffes zur Einfuhr, Entladung, Lagerung und Wiederverdampfung von LNG mit einer Regasifizierungskapazität von bis zu 7,5 Mrd. Nm³ pro Jahr.

Für das o. g. Vorhaben hat Uniper beim NLWKN die Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis gemäß den §§ 8, 9 Abs. 1 Nr. 4, 10, 12 und 57 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) i. V. m. § 2 der Verordnung zur Regelung des Verfahrens bei Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und Gewässerbenutzungen (Industriekläranlagen-Zulassungs- und Überwachungsverordnung - IZÜV) und den §§ 5, 7 und 10 des Gesetzes zur Beschleunigung des Einsatzes verflüssigten Erdgases (LNG-Beschleunigungsgesetz – LNGG) beantragt.

Gegenstand des vorliegenden Erlaubnisantrages ist die Einleitung der beim Betrieb der FSRU anfallenden Ab- und Prozesswässer in einer Menge bis zu 7,02 m³/s, 25 269 m³/h, 530 095 m³/d und 177 780 775 m³/a in die Jade.

Das beantragte Erlaubnisverfahren wird mit Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt, wobei die Auslegungsfrist und die Einwendungsfrist gemäß § 5 Abs. 3 i. V. m. Abs. 1 Nr. 1 und 2 LNGG auf jeweils eine Woche verkürzt werden.

Der Antrag und die vom Antragsteller vorgelegten Unterlagen liegen in der Zeit vom 06.10.2022 bis einschließlich 12.10.2022 beim NLWKN in Oldenburg, bei der Stadt Wilhelmshaven, der Gemeinde Wangerland und der Gemeinde Butjadingen zur Einsichtnahme aus. Die Öffentlichkeit kann bis einschließlich 19.10.2022 Einwendungen gegen den Antrag schriftlich bei einer der vorgenannten Auslegungsstellen oder elektronisch über die E-Mail-Adresse

GB6-OL-Poststelle@nlwkn.niedersachsen.de erheben.

Den vollständigen Bekanntmachungstext mit weiteren Einzelheiten und Hinweisen zu dem Vorhaben und der Öffentlichkeitsbeteiligung finden Sie rechts in der Infospalte.

Des Weiteren werden die durch das Vorhaben in ihrem Aufgabenbereich berührten Behörden beteiligt sowie die in Niedersachsen anerkannten Naturschutzvereinigungen von der Auslegung benachrichtigt.

Hinweis:

Den Antrag nebst Antragsunterlagen können Sie ab dem 06.10.2022 auch in digitaler Form im PDF-Format aus der Cloud des NLWKN herunterladen. Die Internetveröffentlichung erfolgt inhaltsgleich und parallel zur o. g. Auslegung der Papierausfertigungen in der Zeit vom 06.10.2022 bis 12.10.2022 (jeweils einschließlich) über den folgenden Link: https://nlwkn.hannit-share.de/index.php/s/d9qCcW25xmptYbw . Das achtstellige Zugangspasswort lautet: 44693903


  Bildrechte: Fa. Uniper Global Commodities SE

LNG-Terminal Wilhelmshaven - Lage der FSRU

Wasserrechtliches Erlaubnisverfahren - Öffentliche Bekanntmachung - Einleitung von Ab- und Prozesswässern aus dem Betrieb einer FSRU in die Jade vor Wilhelmshaven

  Öffentliche Bekanntmachung der Auslegung
(PDF, 0,46 MB)

Artikel-Informationen

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