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Naturschutzgebiet "Nördlicher Drömling"

Kennzeichen: NSG BR 162


Das Gebiet umfasst nördlich des Mittellandkanales den Tiddischen Drömling und Teile des Parsauer, Hoitlinger, Brechtorfer und Wendschotter Drömlings, welche überwiegend von großflächig zusammenhängenden Grünländern bestimmt werden. Das Umfeld des ebenfalls dort gelegenen Giebelberges beziehungsweise die westlich des Giebelmoores gelegenen Flächen werden weitestgehend von zusammenhängenden Wald- und Forstflächen geprägt. Im Bereich der Kiefholzwiesen südlich des Mittellandkanales herrschen ebenfalls ausgedehnte Grünländer vor.

Der gesamte Raum außerhalb des Naturraumes Ostheide wird von zahlreichen größeren und kleineren Gräben sowie Dämmen durchzogen. Unter anderem gehören dazu der Zwanzigfüßer Graben, der Parsauer Graben und der Mittlere Drömlingsgraben. Neben diesen durchgängigen Gewässern findet sich auch eine Vielzahl von kleineren Gräben in den Grünlandflächen. Die so genannten Rimpaugräben wurden ursprünglich als Verdunstungsgräben angelegt und haben den Charakter von Stillgewässern, da sie nicht in Verbindung mit den Entwässerungsgräben stehen. In sehr trockenen Sommermonaten trockenen die Rimpaugräben aus.

Das Lokalklima des Drömling wird im Gegensatz zu seiner Umgebung durch größere Temperaturextreme bestimmt. Der Drömling liegt für manche atlantischen Arten an der östlichen und für manche kontinentalen Arten an der westlichen Grenze des Verbreitungsgebietes und ist daher eine Schnittstelle zweier geografischer Zonen. So tritt hier z. B. die Gelbe Wiesenraute als eher atlantische Art neben der Glänzenden Wiesenraute als kontinental geprägte Art auf. Besonders hervorzuheben ist auch das Vorkommen des FFH-Lebensraumtyps 6440 Brenndolden-Auenwiesen auf mehreren Teilflächen in den Kiefholzwiesen, auch in gutem und sehr gutem Erhaltungszustand.

Aufgrund des vom 16.11.2002 bis 31.10.2012 durchgeführten Naturschutzgroßprojektes mit gesamtstaatlich-repräsentativer Bedeutung „Niedersächsischer Drömling“ liegen fundierte Erkenntnisse über das Vorkommen artenreicher Bestände von Brutvögeln und Nahrungsgästen, Amphibien, Fischen, Libellen, Laufkäfern, Tag- und Nachtfaltern sowie Schnecken vor.

Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz des FFH-Gebietes Nr. 92 "Drömling" und des EU-Vogelschutzgebietes V46 "Drömling".

Zuständig ist der Landkreis Gifhorn als untere Naturschutzbehörde.

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Nördlicher Drömling  
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Übersichtskarte des Schutzgebietes   Bildrechte: NLWKN

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Verbindlich sind für alle Schutzgebiete die im Amts- bzw. Ministerialblattblatt veröffentlichten Verordnungen bzw. Karten.

NSG-Schild Bildrechte: NLWKN

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Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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