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FFH-Gebiet 069 Teutoburger Wald, Kleiner Berg

EU-Nr.: DE-3813-331


Das FFH-Gebiet „Teutoburger Wald, Kleiner Berg“ liegt südöstlich von Osnabrück im Naturraum Tecklenburger Osning und umfasst in mehreren Teilgebieten Abschnitte des langgestreckten, schmalen Höhenzugs Teutoburger Wald sowie den südlich vorgelagerten Kleinen Berg. Dabei zieht sich das Gebiet zwischen Bad Iburg im Westen und Dissen im Osten durch den ins nordrhein-westfälische Münsterland hineinziehenden südwestlichen Zipfel Niedersachsens. Der im Gebiet liegende Schichtkamm des Teutoburger Walds und der Kleine Berg sind vor allem aus Kalksteinen der Kreide aufgebaut, die an den unteren Hängen sowie in Mulden teilweise von einer Lössdecke überlagert werden.

Auf den zumeist frischen, basenreichen Böden wachsen im Gebiet weitläufige Waldmeister-Buchenwälder, welche sich im Frühjahr durch eine blütenreiche Krautschicht auszeichnen und von zumeist nur kleineren Nadelforsten durchsetzt sind. In den Übergängen der Kreidekalke zu basenärmeren Gesteinen oder Sanden kommen kleinflächig Hainsimsen-Buchenwälder vor; an feuchten Standorten finden sich zusätzlich begünstigt durch historische Waldbewirtschaftungen wie Niederwaldnutzung Eichen-Hainbuchenwälder. Der teils hohe Anteil von Alt- und Totholz sowie die lange Habitatkontinuität – die für die landwirtschaftliche Nutzung nur schwer zugänglichen Höhenzüge waren auch in vergangener Zeit überwiegend von Wald bestanden – bedingen das Vorkommen vieler typischer Waldarten. So sind im Gebiet unter anderem verschiedene Fledermausarten wie Bechsteinfledermaus, Teichfledermaus und Großes Mausohr zu finden.

Die Buchenwälder werden von mehreren kleinen, partiell von Erlen und Eschen begleiteten Bachläufen durchflossen, deren Quellen meist an den unteren Hängen des Teutoburger Walds liegen. Teilweise tritt, zum Beispiel an der Kleinen und Großen Rehquelle im östlichen Gebietsteil, sehr kalkhaltiges Wasser an die Oberfläche, welches spezifische Standortbedingungen und Strukturen schafft: Insbesondere hier wachsende Moose verstärken den Ausfall von Kalk, sodass sich die für diese sogenannten Kalktuffquellen charakteristischen Kalkkrusten und Sinterstufen bilden. Auch die Quelle der Hase liegt im Gebiet. Sie ist, ebenso wie weitere naturnahe Bachläufe, von besonderer Bedeutung für mitunter streng geschützte Arten der Fließgewässer wie Bachneunauge und Groppe, einen am Gewässergrund lebenden Kleinfisch.

FFH069  

Sicherung des Gebietes

Das Gebiet ist durch folgende Schutzgebiete gesichert:

Erhaltungsziele des Gebietes

Management des Gebietes

Allgemeine Hinweise zum Management im Gebiet vorkommender Lebensraumtypen und Arten

(Die Hinweise sind tw. aktualisierungsbedürftig, der Stand ist jeweils angegeben. Einige Hinweise werden zurzeit überarbeitet.)

 

Gebietsspezifische Maßnahmenblätter, Maßnahmen-/Managementpläne
(Maßnahmen-/Managementplan Landkreis Osnabrück wird noch erstellt.)

(Steht eine Einbindung der betroffenen Flächeneigentümer zu den konzipierten Maßnahmen noch an, ist die konzipierte Maßnahme als vorläufig zu betrachten und entsprechend gekennzeichnet.)
Natura 2000 Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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