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Nachwachsende Rohstoffe aus vernässten Mooren - eine Chance für den niedersächsischen Moor- und Klimaschutz? // VERSCHOBEN AUF HERBST 2020

Auftaktveranstaltung im Kreishaus Landkreis Oldenburg


ACHTUNG: DIE VERANSTALTUNG WURDE AUFGRUND DER AKTUELLEN LAGE AUF HERBST 2020 VERSCHOBEN.

Auftaktveranstaltung des Verbundvorhabens „Produktketten aus Niedermoorbiomasse“ unter Teilnahme des Niedersächsischen Ministers für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies im Kreishaus Landkreis Oldenburg, Delmenhorster Straße 6, 27793 Wildeshausen.

Das vollständige Programm wird in Kürze unter www.3-n.info abrufbar sein.

Zum Hintergrund der Veranstaltung:

Moore und andere organische Böden in Niedersachsen haben eine große Bedeutung für die Landwirtschaft und den Naturschutz. Über 10 % der Landesfläche ist von kohlenstoffreichen Böden – vor allem Hoch- und Niedermooren – bedeckt. Diese Böden bestehen aus nur teilweise zersetztem Pflanzenmaterial (Torf) und zeichnen sich dadurch aus, dass sie im naturnahen Zustand ganzjährig – zumindest nahezu – wassergesättigt sind. Fast alle Flächen sind heutzutage entwässert, damit sie landwirtschaftlich oder für andere Zwecke genutzt werden können. Dies führt zu Moorsackung, Ausstoß großer Mengen an Treibhausgasen, Nährstoffaustrag und Verlust von Artenvielfalt. Das hat geringere Erträge und höhere Kosten für die Landwirtschaft zur Folge. Im ungünstigsten Fall kann die Fläche nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden, wenn die Torfschicht komplett verschwunden ist. Der Verlust der Ökosystemdienstleistungen verursacht auch aus volkswirtschaftlicher Sicht hohe Kosten.

Paludikultur bietet die Chance, die Flächen in nachhaltiger Weise weiterhin landwirtschaftlich zu nutzen. Mit dieser Form der Landwirtschaft ist die Nutzung von nassen organischen Böden gemeint. Dabei wird der Boden geschützt, d. h. der Torf erhalten und die Treibhausgasemissionen auf ein Minimum reduziert. Darüber hinaus kann Paludikultur einen Beitrag leisten, den Austrag von Stickstoff und Phosphor zu verringern sowie die Artenvielfalt zu erhöhen. Andererseits gibt es noch eine Vielzahl offener Fragen sowie Hemmnisse, die bei einer Umsetzung in der Praxis berücksichtigt werden müssen.

Veranstaltungsort: Kreishaus Landkreis Oldenburg, Delmnehorster Straße 6, 27793 Wildeshausen
Inhaltliche Rückfragen:

Dr. Colja Beyer Kompetenzstelle Paludikultur im 3N Kompetenzzentrum Tel.: 05951-9893-18 Mobil: 0152-22846522 Fax: 05951-9893-11 E-Mail: beyer@3-n.info


Paludi  

Artikel-Informationen

erstellt am:
13.03.2020
zuletzt aktualisiert am:
27.04.2020

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