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Aktuelles aus der Naturschutzstation Ems

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13.11.2019

EU-LIFE+-Projekt Wiesenvögel – Planungsstart für weitere Flächen im Rheiderland

Bereits in den vergangenen Jahren wurden im Rahmen eines von der EU geförderten LIFE+-Projektes landeseigene Flächen im Vogelschutzgebiet Rheiderland für Wiesenvögel optimiert. Bei nasskaltem Novemberwetter trafen sich nun Projektverantwortliche des NLWKN sowie Planungsfachleute vor Ort und besichtigten weitere, insgesamt rund 26,5 ha große Projektflächen. Dabei führten Stationsmitarbeiter Heinrich Pegel, der bei Marienchor bereits Maßnahmen umgesetzt hatte, und Projektleiterin Silke Haack vom Oldenburger NLWKN in die Örtlichkeiten ein.

Hintergrund: Niedersachsen ist das wichtigste „Wiesenvogelland“ Deutschlands. Hier brüten hohe Anteile der gesamtdeutschen Brutbestände beispielsweise von Uferschnepfe, Kiebitz, Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine und Wachtelkönig. Doch auch in Niedersachsen hat der Bestand stark abgenommen. Ursachen für den Rückgang der Wiesenvögel sind vor allem der agrarstrukturelle Wandel der vergangenen Jahrzehnte, sowie die Flächenentwässerung. Denn die meisten Vögel dieser Gruppe benötigen zu Brutbeginn im Frühjahr feuchte und nasse Bereiche – für manche sollten diese zeitweise sogar unter Wasser stehen. Im Sommer wiederum müssen die Flächen für die Landwirte zu bewirtschaften sein - ein zielgenaues Be- und Entwässerungsmanagement ist erforderlich. Solche Bedingungen sollen durch das EU-Life+-Projekt geschaffen bzw. optimiert werden.

 
In den Weiten des Rheiderlandes unterwegs in Sachen Wiesenvogelschutz (von links): Albert Aeissen (Landwirt und Pächter), Sonja Bode (Planungsbüro), Silke Haack und Joshua Preis (NLWKN), Julia Ruhnke (Planungsbüro), Dirk Beening (Vermessungsbüro)
 
Sonja Bode vom Planungsbüro Diekmann, Mosebach & Partner (links) im Gespräch mit Projektleiterin Silke Haack und Vermessungsingenieur Dirk Beening aus Leer
 
Flächen mit geplanten (gelb) und genehmigten (violett), in Teilen bereits umgesetzten Life+-Maßnahmen zur Optimierung von Wiesenvogel-Lebensräumen im Rheiderland
 
Auch im Rheiderland ein großes Problem: Schäden im Grünland durch Mäuse-Massenvermehrung
 
Die Narbe ist von Mausgängen regelrecht perforiert, verblichene Graspflanzen weisen auf Wurzelverbiss hin.

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29.10.2019

Unerwarteter Besuch in der Station

Die diesjährige Mäusegradation war bereits mehrfach Gegenstand der Stationsberichte. Tatsächlich waren die Mitarbeiter dabei nicht nur Zaungäste. Denn vor Wochen fanden Waldmäuse einen verborgenen Zugang in die Räumlichkeiten, aber auch in den abgestellten Dienstwagen… So nahm man sie denn bei Dienstreisen mit nach Emden, Papenburg oder Leer, lauschte dabei dem Trippeln im Dachhimmel und dachte an nichts Arges. Tatsächlich aber richteten die Mäuse sowohl in der Teeküche der Station, als auch im Auto einigen Schaden an - und hinterließen vor allem unglaubliche Duftmarken…

Just nachdem nun das letzte Einfallstor verschlossen und der Spuk vorüber schien, vernahm Stationsmitarbeiter Heinrich Pegel erneut verdächtiges Kratzen und Scharren in seinem Büro. Auf der Suche nach der Geräuschquelle wurde er an der Garderobe fündig: Eine Fledermaus räkelte sich am Ärmel seiner Regenjacke. Anhand der unten eingestellten Videos identifizierten Hannoveraner Fachkollegen das Tier zweifelsfrei als Mausohrfledermaus der Gattung „Myotis“, vermutlich eine Wasserfledermaus (Myotis daubentonii).

Nachdem man die Joppe mit der „invasiven Art“ nach draußen verbracht hatte, verschwand das Tierchen genauso schnell und geräuschlos, wie es gekommen war – durch welches Schlupfloch es aber in die Station gelangte, ist nach wie vor unklar… (Videos ggf. mit Klick auf rechter Maustaste "Link öffnen" oder „Link in neuem Fenster öffnen“ starten.)

 
 

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24.10.2019

Exkursion der Führungskräfte im NLWKN

Zum Ausklang ihres diesjährigen Workshops bereisten die Führungskräfte von Direktion und Betriebsstellen des NLWKN am Mittwoch die Ausdeichung „Vreschen-Bokel“ am Aper Tief. Sylvia Scholze von der Betriebsstelle Brake-Oldenburg und Stationsmitarbeiter Peter Pauschert, die das Naturschutzprojekt bis zur ersten Flutung im Jahr 2012 begleitet hatten, standen vor Ort Rede und Antwort. Bei herrlichem Sonnenschein wurde die ausgedeichte, ca. 40 ha große Fläche, in der sich seither naturnahe Tide-Biotope ungestört entwickeln können, einmal umrundet.

 
Ankunft der Exkursionsteilnehmer am Deich bei Vreschen-Bokel
 
Am westlichen Rand der Ausdeichung erläutert Peter Pauschert die einst erforderlichen Tiefbauarbeiten sowie die bisherige naturschutzfachliche Entwicklung des limnischen Tidepolders.
 
Im Verlauf der Exkursion galt es einige Hürden zu nehmen!
 
Auf einer Strecke von ca. 200 m wurde der alte Deich komplett geschleift, …
 
…an vier weiteren Stellen nur geschlitzt. Heute kann die Tide zweimal am Tag weite Flächen des Gebietes frei überfluten.

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16.10.2019

Herbst an der Naturschutzstation Ems

(Videos ggf. mit Klick auf rechter Maustaste "Link öffnen" oder „Link in neuem Fenster öffnen“ starten)

 
Im herbstlich leuchtenden Rot des Pflaumendorns hat sich ein Trupp Schwanzmeisen eingefunden.
 
Die Apfelbäume am Stationsgebäude tragen heuer kleine, aber reichlich Früchte. Eine Rabenkrähe hat sich ein Exemplar auf die Deichkrone geholt…
 
… eine weitere verspeist einen Apfel auf dem Vordach des Sielgebäudes.
 
Der alte Stationshase mümmelt hingegen direkt am Baum.
 
Auch Elstern holen sich die kleinen Äpfel, versuchen gern aber auch, den Turmfalken, die seit Monaten schon über dem Deich am Schöpfwerk jagen, die Beute streitig zu machen. Beide profitieren dabei von der immensen Mäusegradation in diesem Jahr.

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11.10.2019

„Die Tideems: früher – heute – zukünftig“…

… unter diesem Titel steht jetzt eine Wanderausstellung in der Naturschutzstation der Öffentlichkeit zur Verfügung. In fünf großformatigen Tafeln erfährt der Besucher allerlei Wissenswertes über sogenannte „Ökosystemleistungen“, die eine naturnahe Tideems bereitstellt. In Analysen bzw. Prognosen der Jahre 1930 („früher“), 2010 („heute“) und 2050 („zukünftig“) wird dargelegt, wie die Leistungen Reinigungskraft, Fischreichtum, Erholungswert und auch Klimafreundlichkeit mit einer intakten Ems verbunden sind.

Neben den Tafeln steht die Hörstation „Ems im Ohr“ in der Ausstellung bereit. Hier können fünf verschiedene Audiobeiträge abgerufen werden, in denen Emsanwohner und Experten allgemeinverständlich über die Entwicklung des Flusses berichten. Insgesamt wird deutlich, was dem Menschen mit dem Gewässerausbau verloren gegangen ist – und was bei konsequenter Umsetzung des Masterplan Ems vielleicht wiedergewonnen werden kann.

Die Ausstellung kann noch bis Ende November jeweils am Mittwoch zwischen 09:00 und 16:00 Uhr in der Naturschutzstation besucht werden, darüber hinaus können Gruppenführungen auch außerhalb dieser Zeit und am Wochenende vereinbart werden (04954/95492-15).

 
Die Wanderausstellung ist Teilbaustein des öffentlichkeitswirksamen Projektes „Zukunftsperspektive Tideems“, das von den Umweltverbänden WWF, BUND und NABU gemeinsam umgesetzt wird. Vera Konermann vom BUND stellt ihn bei der Eröffnung vor.
 
Besucher lauschen den eingesprochenen Texten der Hörstation, die auch…
 
… einen Beitrag von Wilfried Voß (Bildmitte), Hafenmeister in Jemgum, enthält.
 
Die Leiterin der Betriebsstelle Brake-Oldenburg, der die Naturschutzstation Ems im NLWKN zugeordnet ist, Ute Schlautmann (Bildmitte) im Gespräch mit Kollegen und Besuchern nach der offiziellen Eröffnung.
 
Vermieter des Stationsgebäudes und Verbandsvorsteher Heiko Albers (links) im Gespräch mit Jörg Lorenz, erster Moormerländer Gemeinderat

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30.09.2019

„Emskolibri“ auf Bingumer Sand

Karl-Heinz Machner, ehrenamtlicher Unterstützer der Unternehmung „Einblicke in das Naturgeschehen an der Ems“, staunte nicht schlecht, als er dieser Tage die in der Naturschutzstation eingetroffenen Videoclips von Bingumer Sand sichtete: Über einem Hochwassertümpel erschien am rechten Bildrand ein kleiner Vogel im frühmorgendlichen Gegenlicht. Kolibri-gleich schwirrend verharrte das Tier in der Luft – doch nicht, um an einer Blüte zu saugen, sondern um sich gleich darauf im Tauchstoß auf die im Wasser erspähte Beute zu stürzen! Die Kamera hatte einen auf der Emsinsel jagenden Eisvogel eingefangen, der hier vermutlich kleine Fischchen entdeckt hatte (Video ggf. mit Klick auf rechter Maustaste "Link öffnen" starten).

Hintergrund: Im Sommer 2017 startete das Projekt „Zukunftsperspektive Tideems“, das als Gemeinschaftsvorhaben der drei großen Naturschutzverbände WWF, BUND und NABU verschiedene öffentlichkeitswirksame Teilbausteine umfasst und von der Naturschutzstation Ems unterstützt wird. Im Teilprojekt „Einblicke in das Naturgeschehen der Tideems“ wurden WebCams auf Bingumer Sand sowie am Sauteler Siel installiert. Die Kameras lassen sich aktiv in Echtzeit steuern, das Gerät auf Bingumer Sand zeichnet darüber hinaus das vielfältige Leben auf der „Vogelinsel“ auf. Die über Funk gesendeten Daten müssen gesichtet, sortiert und geschnitten werden, eine Arbeit, die durch ehrenamtlich tätige Helfer in der Naturschutzstation geleistet wird. Die Videos stehen Besuchern der Station an eigens installierten Monitoren zur Verfügung, die besten Sequenzen werden auch ins Internet gestellt: www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/ems/zukunftsperspektive-tideems.

 

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18.09.2019

Spielende Krähen am Sauteler Siel

Die Familie der Rabenvögel und insbesondere die Gattung der Raben und Krähen (Corvus) stellen einige der intelligentesten Vogelarten der Welt. Verhaltensweisen, die auf deutliche Denkleistungen verweisen, sind immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Bereits im vogelkundlichen Klassiker „Handbuch der Vögel Mitteleuropas“ (GLUTZ VOM BLOTZHEIM et al. 1966-1997) beschreiben die Autoren verblüffende Beobachtungen. Dazu gehört auch offensichtliches Spielverhalten, das Krähen, Raben und Dohlen gelegentlich zeigen.

Am Sauteler Siel wurden die Mitarbeiter der Naturschutzstation nun selbst Zeuge von Spielen einer Gruppe von Rabenkrähen. Im kräftigen Westwind hoben die schwarzen Vögel vom Dachrand des Schöpfwerksgebäudes immer wieder zu kurzen Segelmanövern ab. Über die am Mast der Wetterfahne angebrachte Webcam, deren Bilder an einem Monitor in der Station empfangen werden können, waren weitere Einzelheiten auszumachen: Einige Krähen nahmen kleine Kieselsteinchen vom Flachdach auf und warfen sie hinab. Noch häufiger war zu beobachten, dass sie sich mit dem Stein vom Aufwind empor tragen ließen und ihn auch bei der Landung noch im Schnabel trugen. Dabei wurden sie augenscheinlich von einigen Artgenossen verfolgt. Angesichts des mehrminütigen Treibens auf dem Schöpfwerksdach fühlten sich die Stationsmitarbeiter unwillkürlich an das Quidditch-Spiel aus den Harry-Potter-Filmen erinnert…

(mit rechter Maustaste auf „Link in neuem Fenster öffnen“ klicken!)

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11.09.2019

Bürgerinitiative „Rettet die Ems“ zu Besuch in der Naturschutzstation

Am vergangenen Donnerstagabend überzeugten sich Mitglieder der Leeraner Bürgerinitiative „Rettet die Ems“ vor Ort von der Arbeit der Naturschutzstation. Nach einer Führung durchs Haus und einem Kurzvortrag über die Aufgabenschwerpunkte und Zielsetzungen der Station blieb genügend Zeit für inhaltliche Fragen hierzu wie auch zur Diskussion rund um das Thema „Masterplan Ems“. Neben den Stationsmitarbeitern stand hier der Pressesprecher der Masterplan-Geschäftsstelle Ems, Thorsten Kuchta, Rede und Antwort in einer kontroversen, aber immer fairen Diskussion.

 
Stationsmitarbeiter Peter Pauschert begrüßt die Mitglieder der BI „Rettet die Ems“ in der Station am Sauteler Siel.
 
In einem Rundgang werden die Ausstattung der Naturschutzstation, insbesondere die für Besucher eingerichteten interaktiven Informationsmedien präsentiert.

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04.09.2019

Kleinstes Raubtier der Welt am Sauteler Siel beobachtet

Manchmal beschert der Zufall überraschende Momente: Als die Stationsmitarbeiter am Montag vergangener Woche aus dem Fenster schauten, rieben sie sich die Augen. Denn über das gepflasterte Außengelände des Sauteler Siels huschte ein winziges braun-weißes Tierchen mit marderartig verlängertem Körper.

Erst vor zwei Wochen gelang hier die Zufallsbeobachtung eines jagenden Hermelins. In dem Kurzbericht waren auch die Verwandtschaft des Hermelins zum kleineren Mauswiesel und Unterscheidungsmerkmale beschrieben worden – nun präsentierte sich der weltweit kleinste Vertreter aus der Säugetierordnung der Raubtiere (Carnivora) höchstselbst den staunenden Mitarbeitern.

 
Das im Volksmund auch „Hermännchen“ genannte Mauswiesel ist kaum größer als eine Wühlmaus, seine bevorzugte Beute. Dies wird auch im Vergleich mit der Bachstelze rechts im Bild deutlich.
 
Unstet „wieselt“ der Winzling über das Pflaster am Bauwerk.
 
Anders als sein Verwandter, das Große Wiesel oder Hermelin, fehlt dem Mauswiesel die schwarze Schwanzspitze. Ein Fellwechsel zum weißen Winterkleid, wie beim Hermelin üblich, wird in der Regel nicht vollzogen.
 
Wie bei den meisten Marderartigen typisch ist der langgestreckte Körper mit kurzen Beinchen. Der gezackte Übergang zwischen brauner und weißer Fellpartie ist ebenfalls charakteristisch für das Mauswiesel.
 
Das Tier entzieht sich den Blicken und geht in Deckung – steht es doch selbst auf dem Speiseplan von Beutegreifern – wie auch dem Hermelin. Abergläubischen galt das Mauswiesel einst als Unglücksbote, das sahen die Stationsmitarbeiter aber anders!

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27.08.2019

Masterplan-Arbeitskreis „Wasser“ tagt in Naturschutzstation Ems

Am vergangenen Dienstag besuchte der Arbeitskreis „Wasserbauliche Maßnahmen“, ein wichtiges Fachgremium des Masterplan Ems 2050, die Naturschutzstation und hielt vor Ort seine 16. Sitzung ab. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildeten Sachstand und Planungsfortschritt der Maßnahme „flexible Tidesteuerung“.

Hintergrund: Der Masterplan Ems 2050 ist ein im Frühjahr 2015 unterzeichneter Vertrag zur Verbesserung des ökologischen Zustandes der Ems bei gleichzeitiger Erhaltung einer leistungsfähigen Bundeswasserstraße. Unterschrieben wurde die Übereinkunft von Bund, Land, den Landkreisen Emsland, Leer und der Stadt Emden, den Naturschutzverbänden WWF, BUND, NABU sowie der Meyer Werft. Die themenbezogenen Arbeitskreise werden eingesetzt vom Lenkungskreis, des höchsten Gremiums des Masterplan Ems. Den Arbeitskreisen obliegt dabei die konstruktive Begleitung der im Masterplan vereinbarten Maßnahmen und die Unterbreitung von Finanzierungsvorschlägen an den Lenkungskreis. Vertragstext und viele weitere Infos sind einzusehen unter http://www.masterplan-ems.info/.

 
Unter Vorsitz der für Naturschutz, Wasserwirtschaft und Bodenschutz im Umweltministerium zuständigen Abteilungsleiterin Ingelore Hering (Bildmitte)…
 
…trafen sich die Mitglieder des Masterplan-Arbeitskreises „Wasserbauliche Maßnahmen“ sowie geladene Fachreferenten zur Sitzung in der Naturschutzstation Ems am Sauteler Siel.

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21.08.2019

Hermelinbeobachtung am Sauteler Siel

Die Trockenheit der vergangenen Winter- und Sommermonate hat uns heuer ein wahres Mäusejahr beschert. Die von den Witterungsbedingungen profitierenden Nager fördern dabei, wenn auch sicher unfreiwillig, eine große Schar Beutegreifer zu Land und Luft. Eulen, Greife, Störche und andere Vögel quittieren das überreiche Angebot in diesem Jahr mit reichlich Nachwuchs, vermutlich ähnlich geht es Fuchs, Marder und Wiesel. Dies begünstigt Zufallsbeobachtungen auch abseits naturnaher Bereiche. So konnten die Mitarbeiter der Naturschutzstation jetzt ein Hermelin stöbernd am Gebäude beobachten und unbemerkt ablichten.

 
Das Hermelin ist die deutlich größere Art der beiden in Deutschland heimischen Wiesel. Dieses Tier hat gerade den Deich am Sauteler Schöpfwerk von buten nach binnen überquert.
 
„Männchen-machen“ vergrößert das Blickfeld bei der Jagd.
 
Mal schleichend…
 
… mal in kurzen Sätzen rasch springend bewegt es sich auf das Stationsgebäude zu. Neben der Größe unterscheidet die schwarze Schwanzspitze es vom kleineren Mauswiesel.
 
Bei der Such- und Stöberjagd bleibt das Wiesel, um nicht selbst bemerkt zu werden, möglichst in Deckung. An diesem Tag allerdings ohne Erfolg!

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13.08.2019

Schmetterlingsvielfalt der Emsauen – Forschungsprojekt übertrifft die Erwartungen

Der Rückgang heimischer Insekten gibt Anlass zur Besorgnis und wird seit einigen Jahren in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Auch für Schmetterlinge belegen jüngste Studien europaweite Rückgänge selbst in geschützten Gebieten. Allerdings ist die aktuelle Datenlage in vielen Bereichen ausgesprochen dürftig. Während das Vorkommen von Tagfaltern noch relativ gut untersucht ist, gibt es für die artenreichere Gruppe der Nachtfalter noch viele „weiße Flecken“ auf den Landkarten. Zumindest für die Tideems soll sich das nun ändern.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren hatte Stationsmitarbeiter Peter Pauschert Untersuchungen der Schmetterlingsfauna an der Ems durchgeführt, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit waren dabei allerdings nur wenige Stichproben möglich (siehe z. B. Meldung vom 29.06.2017). Seit Mai 2019 werden die Tidebiotope an der Ems, also Strände, Röhrichte, Staudenfluren und Auwälder systematischer untersucht. Unterstützung erhält die Naturschutzstation durch Dipl.-Biologe Carsten Heinecke, ausgewiesener Falterexperte aus Oldenburg. Auf den Weg gebracht werden konnte das Projekt durch Mithilfe der Hannoveraner Kollegen aus dem Geschäftsbereich Landesweiter Naturschutz im NLWKN.

Die Bestandsaufnahmen zwischen Vellage im Süden und Rysum im Norden werden noch bis in den September weitergeführt, doch bereits jetzt zeichnet sich eine unerwartet hohe Artenvielfalt ab. Mit über 300 Falterspecies ist zu rechnen, viele von Ihnen sind an spezielle Lebensräume angepasst und in der Fläche selten geworden, etliche stehen auf der Roten Liste. Die hohe Bedeutung naturnaher Überschwemmungsbereiche an der Ems als Refugien für Schmetterlinge und vermutlich für viele weitere Arten wird eindrucksvoll unterstrichen.

 
Auwaldlichtung an der Tideems mit Fangeinrichtung, links der sogenannte Leuchtturm, mit dem die nachtaktiven Schmetterlinge angelockt werden (Foto: Angelika Pfirrmann).
 
Der Leuchtturm in Betrieb. Besonders anziehend wirkt ultraviolettes Licht auf Insekten, die speziellen Lampen strahlen hohe Anteile dieses Spektralbereiches ab (Foto: Carsten Heinecke).
 
Der Nachtschwalbenschwanz oder Holunderspanner, eine besonders schöne Art, die in den Auwaldbeständen der Ems vorkommt (Foto: Carsten Heinecke).
 
Ein eher unscheinbarer, doch spektakulärer Fund an der Außenems: die Strand-Erdeule war bislang ausschließlich von den Ostfriesischen Inseln bekannt. Die typische Küstenart gilt in Niedersachsen als vom Aussterben bedroht (Foto: Carsten Heinecke).
 
Nicht nur Nachtfalter erscheinen am Leuchtturm, hier wurden zwei Große Kolbenwasserkäfer vom Licht angelockt, mit 5 cm die größten Wasserkäfer Europas (Foto: Carsten Heinecke).

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06.08.2019

Erfolgreiche Bruten der Flussseeschwalbe binnenseits der Ems

Mit großer Regelmäßigkeit konnten die Mitarbeiter der Naturschutzstation vom Mai bis in den Sommer seltene Flussseeschwalben am Sauteler Siel beobachten. Die Vögel wechselten dabei von binnen nach buten und zurück und fischten an Ems sowie am Mahlbusen des Sauteler Siels (siehe Meldung vom 08.05. weiter unten). Immer wieder fielen auch futtertragende Vögel auf, unklar blieb jedoch der genaue Brutstandort.

Umso größer die Überraschung, als nun ein flügger, aber noch nicht selbständig fischender Jungvogel auf den Bojen der Sauteler Binnenmuhde gesichtet werden konnte. Lautstark hielt das Tier Rufkontakt mit den jagenden Altvögeln, welche den Spross immer wieder mit frischem Fisch versorgten.

Durch Nachfrage bei den Kolleg*innen der Ökologischen NABU-Station in Wiegboldsbur, die die ostfriesischen Brutvorkommen der Flussseeschwalbe betreuen, kam man der Auflösung näher: Während der Jungenaufzucht fischen die Altvögel in einem Radius von 6 km und mehr um den Niststandort, wahrscheinlich entstammt die beobachtete Familie daher einer in diesem Umkreis gelegenen Kolonie. Nördlich, östlich und südlich des Sauteler Siels waren im Zuge eines NABU-Artenschutzprojektes in den vergangenen Jahren mehrere Kunstflöße auf Stillgewässern installiert worden. Und tatsächlich: Während einer Exkursion am Dienstag erwies sich bereits das nächstgelegene Floß als besetzt!

 
Eine Flussseeschwalbe im Jugendkleid im Bereich des Mahlbusens am Sauteler Siel
 
Das Tier wechselt gelegentlich den Sitzplatz auf den Stegbojen und…
 
…gerät dabei schon mal in rutschige Schieflage.
 
Ein Altvogel erscheint mit frisch gefangenem Fisch…
 
… der im Rüttelflug übergeben wird.
 
An naturnahen, unverbauten Gewässern brüten Flussseeschwalben auf Kies- oder Sandbänken, heute ist der in seinem Bestand stark gefährdete Vogel vielfach auf künstliche Nisthilfen angewiesen.
 
Offensichtlich erfolgreich angenommen wurde ein Nistfloß in wenigen km Entfernung. Hier konnten heute insgesamt 8 Vögel, z. T. Futter-eintragend, beobachtet werden. Wahrscheinlich entstammen auch die Sauteler Vögel dieser Kolonie.

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28.06.2019

Gänse-Großfamilie auf Bingumer Sand

Nilgänse sind sogenannte „Neozoen“, also Arten, die ursprünglich nicht bei uns heimisch sind, sondern aus anderen Teilen der Welt durch den Menschen eingeführt wurden. Bei den auffällig bunten Gänsen, die in Mitteleuropa inzwischen nahezu überall zu beobachten sind, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Nachkommen ehemaliger Parkvögel oder um andere Gefangenschaftsflüchtlinge.

Die auf der Emsinsel bei Leer im Rahmen des Projektes „Zukunftsperspektive Tideems“ (Träger: WWF, BUND und NABU) installierte WebCam offenbarte jetzt eine überraschende Verhaltensweise der Art: Die Bildung sogenannter „Kindergärten“, bei denen die Küken mehrerer Altvögel von einem Paar gehütet werden. Dies ist vor allem von Brandgänsen bekannt, bislang nicht aber von Nilgänsen. Auf Nachfrage zeigte sich auch Dr. Helmut Kruckenberg, Ornithologe und Gänsespezialist, überrascht von der Beobachtung. Er hält auch den „Raub“ fremder Küken im Verlauf von Revierstreitigkeiten für möglich.

Zählen Sie einmal die Küken auf dem Video, aber warten Sie bis zum Schluss!
(Video mit rechter Maustaste "Link öffnen" oder "in neuem Tab öffnen" starten)

 

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24.06.2019

Masterplan Ems: Angelegtes Grünland bei Rhede entwickelt sich prächtig

Der Masterplan Ems 2050 sieht auch Maßnahmen für Wiesenvögel wie Uferschnepfe und Kiebitz vor: Insgesamt sind 200 ha Fläche innerhalb eines weiten Suchraums an der Ems zu erwerben und für die selten gewordenen Wiesenbrüter herzurichten. Inzwischen stehen bereits mehr als 80 ha zur Verfügung, deren Betreuung und ökologische Optimierung einen Arbeitsschwerpunkt der Naturschutzstation Ems darstellt.

So auch im Gebiet der Gemeinde Rhede (Ems) im Landkreis Emsland. Innerhalb des Vogelschutzgebietes südlich der Ortschaft erfolgte im Jahr 2017 die Umwandlung einer etwa 4 ha großen ehemaligen Ackerfläche. Mit einer speziellen Grünlandsaat aus zertifiziertem Wildpflanzen-Saatgut in standortheimischer Artenzusammensetzung wurden neben Futtergräsern auch typische Wiesenblumen eingebracht.

Als Stationsmitarbeiter Heinrich Pegel die Fläche jetzt aufsuchte, um sich ein Bild von ihrer Entwicklung zwei Jahre nach der Einsaat zu machen, bot sich eine prächtige, blütenreiche Vielfalt voller Leben. Seine Fotos verdeutlichen, dass extensiv bewirtschaftetes, artenreiches Grünland nicht nur den Wiesenvögeln, sondern auch der bedrohten Insektenwelt einen wertvollen Lebensraum bietet.

Infos zum Thema Einflug des Distelfalters (siehe Bilder unten).

 
Die in Grünland umgewandelte Ackerfläche bei Rhede-Flaar mit Aspekt-bildender Wiesen-Margerite im Juni
 
Kornblume und Kamille erhöhen, …
 
…wie auch das Taubenkropf-Leimkraut, das Blütenangebot der Fläche, …
 
… das derzeit von zahlreichen Insekten besucht wird. Hier saugt ein Distelfalter an einer Wiesen-Flockenblume.
 
Seit Ende Mai dieses Jahres treten Distelfalter in ganz Niedersachsen überaus auffällig in Erscheinung, praktisch überall in Gärten und freier Natur sind die hübschen Schmetterlinge derzeit anzutreffen.
 
Was die wenigsten aber wissen: Der Distelfalter ist ein Wanderfalter aus Afrika! In seltenen günstigen Jahren überqueren die Tiere massenhaft im Frühling die Alpen und breiten sich in Mitteleuropa aus, allerdings überstehen sie hier nicht den Winter.

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18.06.2019

Naturschutzstation präsentiert sich am Tag des offenen Hofes

Gern folgten die Stationsmitarbeiter der Einladung des Deichschäfers aus Petkum bei Emden, sich am diesjährigen Tag des offenen Hofes mit einem eigenen Stand zu präsentieren. Mehrere tausend Besucher fanden bei gutem Wetter den Weg zum Ausstellungsgelände, das neben der großen Stallhalle auch weite Außenflächen umfasste. Informiert und angeboten wurde vielerlei rund um landwirtschaftliche Produkte, dabei standen Schafzucht und –nutzung natürlich im Vordergrund. Aber auch zu „benachbarten“ Themenfeldern, wie Imkerei, Jagd und eben Naturschutz, gab es kleine Ausstellungen, multimediale Informationen und Material zum Mitnehmen.

 
Flyer zum Tag des offenen Hofes in der Deichschäferei Petkum
 
Im zur Ausstellungshalle umfunktionierten Schafstall…
 
…waren zahlreiche Betriebe, Firmen und Vereine mit Ständen vertreten.
 
Kollegin Silke Haack aus Oldenburg unterstützte die Naturschutzstation vor Ort. Infomaterialien über die Renaturierungsvorhaben an der Ems, vor allem aber zum Themenfeld Insektensterben stießen auf reges Interesse.
 
Nebenan informierte die Jägerschaft Emden auch mittels anschaulicher Tierpräparate.

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11.06.2019

Rohrweihen am Sauteler Siel

Seit geraumer Zeit sichten die Mitarbeiter von den oberen Fenstern des Stationsgebäudes aus immer wieder Rohrweihen über der Ems. Bereits im Mai konnten Balzflüge eines Paares über dem Schilfgürtel am Emsufer beobachtet werden. Der Eintrag von Nistmaterial unweit des Sportboothafens am Sauteler Siel verriet später dann die Brutabsicht in diesem Bereich.

 
Das Rohrweihen-Männchen landet im Grünland hinter dem Schilf, im Getreibsel der letzten Sturmflut findet es hier…
 
… lange Schilfhalme als geeignetes Horstmaterial.
 
Das Männchen der Rohrweihe ist deutlich kleiner und insgesamt „bunter“ gezeichnet als das überwiegend braune Weibchen.
 
Oft sitzt es längere Zeit gut getarnt im hohen Gras.

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03.06.2019

Austernfischerbrut am Sauteler Siel blieb erfolglos

Keines der Mitte Mai auf dem Gebäude des Sauteler Siel und Schöpfwerks geschlüpften Austernfischerküken ist flügge geworden. Das mussten die Mitarbeiter der Naturschutzstation, die das große Flachdach über eine Video-Kamera einsehen können, nun leider feststellen. Während zwei der Küken wenige Tage nach dem Schlupf beim Sturz vom hohen Dach den Tod fanden (siehe Meldung vom 16.05.), verschwand das dritte Geschwister spurlos Ende Mai, vielleicht war es einem fliegenden Beutegreifer in die Fänge geraten.

 
Austernfischer, Altvogel auf dem Kiesdach des Sauteler Siels
 
Bereits wenige Tage nach dem Schlupf halten sich die Küken oft am Dachrand auf, was zwei von ihnen schließlich zum Verhängnis wird...
 
Das verbliebene Küken etwa eine Woche später am 23.05.
 
Jetzt wurde bereits die Flügelmuskulatur trainiert.
 
Jungtier mit Altvögeln am Rand des Gebäudedachs, wenige Tage später war auch dieses Küken verschwunden.

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22.05.2019

Gänse-Stelldichein auf Bingumer Sand

Die auf der Emsinsel bei Leer installierte WebCam liefert derzeit interessante, gelegentlich auch überraschende Bilder in die Naturschutzstation. Das unten eingestellte Video zeigt eine aktuelle Sequenz dieser Woche, bei der alle vier auf Bingumer Sand brütenden Gänsearten sich an einer Wasserlache nahe der Kamera treffen: von links schreitet ein Brandganspaar ins Bild, die Art gehört genau wie die beiden Nilgänse oben rechts zu den sogenannten „Halbgänsen“. Zu den „echten Gänsen“ hingegen zählen die Graugans (unten) sowie die sich putzende Weißwangen- oder Nonnengans ganz unten rechts (Video öffnen mit rechter Maustaste "Link öffnen"!).

Hintergrund: Seit dem Jahr 2017 wird das öffentlichkeitswirksame Projekt „Zukunftsperspektive Tideems“ als Gemeinschaftsvorhaben der drei großen Naturschutzverbände WWF, BUND und NABU umgesetzt und von der Naturschutzstation Ems unterstützt. Im Teilprojekt „Einblicke in das Naturgeschehen der Tideems“ wurde unter anderem eine WebCam auf Bingumer Sand installiert. Die Kamera lässt sich aktiv steuern und zeichnet das vielfältige Leben auf der „Vogelinsel“ auf, die besten Sequenzen werden auch ins Internet gestellt: https://www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/ems/zukunftsperspektive-tideems.

 

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16.05.2019

Siel und Schöpfwerk Sautel: Austernfischerküken geschlüpft - und abgestürzt!

Von Samstag auf Sonntag war es soweit: Die Küken des Austernfischerpaares, das seit Mitte April auf dem Schöpfwerk vor dem Sauteler Siel brütete, waren geschlüpft. Am Montag stellten die Stationsmitarbeiter anhand der Bildübertragung der am Dach installierten WebCam drei offensichtlich gesunde Jungvögel fest. Doch nach wenigen Tagen wich die Freude darüber einer bitteren Erkenntnis: das Flachdach des Betriebsgebäudes stellt bei allen Vorteilen für die Tiere offensichtlich eine ökologische Falle dar. Denn kurz hintereinander stürzten zwei der Küken vom Dach und fanden den Tod…

Die Mitarbeiter der Naturschutzstation hoffen nun, dass dem verbliebenen Küken dieses Schicksal erspart bleibt.

Brutablösung am Ende der 19. Woche, kurz vor dem Schlupf

Drei Küken folgen den Altvögeln auf dem Dach...

...offensichtlich sind auch hier oben Insektenlarven und anderes Kleingetier als Nahrung vorhanden.

Dabei halten sich die Tiere immer wieder sehr nah am Dachrand auf!

 
Dies wurde ihnen zum Verhängnis. Nur wenige Tage nach dem Schlupf liegen 2 tote Küken auf den Pflasterflächen vor dem Gebäude (im Bild oben links und unten rechts).

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13.05.2019

Vogelexkursion im Rheiderland

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Brutvögel der Emsvorländer“, die die Naturschutzstation in Zusammenarbeit mit der VHS Leer in diesem Frühjahr wieder anbietet, fand am vergangenen Samstag eine Vogelexkursion durchs schöne Rheiderland statt. Bei kühlen Temperaturen, aber strahlend blauem Himmel begann das Treffen am frühen Morgen in Jemgum. Während des ca. 3-stündigen Rundweges durch die Meeden bei Critzum gelangen schöne und zum Teil überraschende Beobachtungen, die Teilnehmer Jürgen Bambrowicz in einigen wunderbaren Bildern festhalten konnte.

 
Grüne Weiten unter blauem Himmel – das Vogelschutzgebiet Rheiderland zeigte sich von seiner besten Seite.
 
Ein Grauganspaar
 
Die landesweit in ihrem Bestand bedrohte Uferschnepfe zeigte eine erfreulich große Präsenz in den Feuchtwiesen entlang des Weges.
 
Auch „Meister Lampe“ ließ sich mehrfach blicken.
 
Ein Rotschenkel im Anflug, auch er zählt zur „Gilde“ der typischen Wiesenvögel.
 
Ein Küken führendes Kiebitzweibchen, zu erkennen an der deutlich kürzeren Federholle, beäugt wachsam die Umgebung.
 
Im Altschilf entlang der Gräben singt ein Männchen der Rohrammer.
 
Hier wohl kein Brutvogel, sondern eher auf dem Durchzug: der Steinschmätzer
 
Teilnehmer*innen der Exkursion am Ende der erlebnisreichen vogelkundlichen Wanderung durchs Rheiderland

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08.05.2019

Flussseeschwalben am Sauteler Siel

Seit einigen Tagen lassen sich immer wieder Flussseeschwalben nahe der Station am Sauteler Siel beobachten. Dabei wechseln die grazilen Vögel zwischen Außen- und Binnenmuhde des Sauteler Kanals oder rasten im Bereich des Mahlbusens.

Flussseeschwalben sind sogenannte Langstreckenzieher. Die in unseren Breiten derzeit anzutreffenden Vögel sind überwiegend wandernde Tiere auf ihrem Weg Richtung Norden. Gleichwohl ist die Flussseeschwalbe auch Brutvogel in Deutschland, dabei beherbergt Niedersachsen ca. ein Drittel des Vorkommens. Seit 1990 sind für die Flussseeschwalbe landesweit sehr starke Bestandseinbußen zu verzeichnen, mit nur noch etwa 2.600 Brutpaaren (Stand 2014) gilt sie in Niedersachsen nach der aktuellen Roten Liste der Staatlichen Vogelschutzwarte als „stark gefährdet“.

Brutplätze finden sich vor allem im Bereich der Watten und Marschen an den Mündungen der Tideflüsse und auf den Ostfriesischen Inseln. Auch im Bereich der Ems werden zwar selten, aber doch immer wieder Bruten an geeigneten Stellen beobachtet. Dr. Klaus Gerdes aus Leer beschreibt die Fundorte in seinem jüngst erschienenen Buch „Entwicklung der Vogelwelt im Landkreis Leer“.

 
Vor allem bei stürmischem Wetter rasten die Flussseeschwalben jetzt gern…
 
…auf den Stegbojen der Binnenmuhde am Sauteler Siel.
 
Vorbeifliegende Artgenossen werden mit gedehntem „kriii-errr“ begrüßt.
 
Typisch für alle Seeschwalben und einfaches Unterscheidungsmerkmal von Möwen ist der gegabelte Schwanz, der bei der Flussseeschwalbe besonders stark ausgeprägt ist.
 
Anders als bei der sehr ähnlichen Zwillingsart Küstenseeschwalbe ist die Schnabelspitze der Flussseeschwalbe meist schwarz.
Ansprechpartner in den Naturschutzstationen

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