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SediEms: Erstellung von Grundlagen für eine Strategie zum ökologischen Sedimentmanagement an der Ems

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Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete mit der Maßnahme: „Entwicklung der Übergangs- und Küstengewässer“. Mit dieser Maßnahme wird die Wiederherstellung eines guten ökologischen Zustands im Bereich von Übergangs- und Küstengewässern unterstützt.

Ökologische Sedimentmanagementstrategie Ems

Das dynamische System des Emsästuars sowie der daran anschließenden Unterems bilden einen gleichermaßen für ökologische als auch ökonomische Zwecke komplexen Natur- und Wirtschaftsraum. Aus dem direkten Nordsee-Einfluss in der Außenems und der durch die vorherrschende Gezeitenasymmetrie hervorgerufenen starken Verschlickung im Bereich der Unterems folgen neben ökologischen auch ökonomische Veränderungen. Verstärkte Trübung, Sauerstoffmangel und eine zu beobachtende Veränderung der Wasserqualität erschweren die Lebensbedingungen für die ansässige Flora und Fauna in der gesamten Tideems. Gleichzeitig steigen der Aufwand für die Fahrrinnenunterhaltung. Weiterhin stellen sich im Lichte der zu erwartenden Beschleunigung des Meeresspiegelanstieges Fragen nach Bewirtschaftungsformen, die ein optimales Mitwachsen des Wattenmeeres und der Vorländer ermöglichen.

Innerhalb des durch den Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) geförderten Projektes sollen daher Grundlagen für eine ressortübergreifende ökologische Strategie zum Sedimentmanagement an der Ems geschaffen und exemplarische Anwendungsstudien durchgeführt werden, um den Umweltzustand des Übergangs- und Küstengewässers nachhaltig zu verbessern.

Schematische Darstellung der Projektstruktur   Bildrechte: NLWKN
Schematische Darstellung der Projektstruktur aus übergeordnetem Ansatz und lokalen Studien
Die Forschungsstelle Küste arbeitet innerhalb des Projektes federführend am Aufbau eines morphodynamischen Modellsystems für die Tideems. Basierend auf umfangreichen Naturmessdaten berücksichtigt das großräumige numerische Modellsystem Informationen über Seegang, Strömung und Sedimenttransport im Untersuchungsgebiet. Die so erzielten Modellergebnisse werden wiederum durch Messdaten validiert, um so belastbare Aussagen zur Bilanzierung der Sedimentflüsse und des Sedimentinventars der Ems treffen zu können (AP 1a).

Durch Anwendung des Modells sollen Methoden zur Bewertung und ökologischen Gesamtoptimierung von Klappstellen entwickelt werden (AP 1b). Anhand exemplarischer Klappstellen im Osterems-Tidebecken wird der Verbleib verklappten Sediments ausgewertet und hinsichtlich ökologischer, morphologischer und betrieblicher Aspekte bewertet. Im Ergebnis werden daraus optimierte Betriebsmodi für Klappstellen ermittelt.

Die Verbundpartner befassen sich mit Anwendungsstudien zur Entwicklung von Seegrasvorkommen (AP2, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) und der Analyse und Bewertung von Muschelgebieten (AP 3, Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer).

Im Rahmen der Anwendungsstudien werden umfangreiche Feldmessdaten erhoben und mit den Modellergebnissen kombiniert.

Die Arbeitspakete 1b, 2 und 3 sind als exemplarische Anwendungen innerhalb des Gesamtansatzes konzipiert.

Logo SediEms Bildrechte: NLWKN

Projektdaten:

Laufzeit:
2019 bis 2022

Koordination:
Forschungsstelle Küste, NLWKN

Projektpartner:
Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - Küstengeologie und Sedimentologie

Förderer:
ELER - Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums
und Land Niedersachsen

Logo Nationalpark Wattenmeer
Logo Christian-Albrechts-Universität Kiel
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Artikel-Informationen

erstellt am:
08.06.2020
zuletzt aktualisiert am:
15.06.2020

Ansprechpartner/in:
Forschungsstelle Küste

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
An der Mühle 5
26548 Norderney
Tel: +49(0)4932/916 - 0
Fax: +49(0)4932/916 - 222

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