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Empfehlungen für die Altgewässer-Entwicklung in Niedersachsen - Die erfolgreiche Suche nach Synergien am Beispiel der Allerniederung

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Bei der Regeneration von Auenlebensräumen und der Reaktivierung natürlicher Überflutungsräume ergeben sich durch das Zusammenwirken von FFH-Richtlinie und EG-Wasserrahmenrichtlinie gute Möglichkeiten für ein gemeinsames Handeln von Naturschutz und Wasserwirtschaft, z. B. bei der Neuanlage oder Reaktivierung von Altgewässern.

Aufgrund anthropogener Veränderungen findet heute eine natürliche Neubildung von Altgewässern nur noch sehr eingeschränkt statt. Die Folgen sind eine schnelle „Alterung“ und Verlandung vorhandener Altgewässer. Jüngere Entwicklungsstadien fehlen oft ganz. Die Reaktivierung von Altgewässern erfor­dert eine genaue Analyse und sorgfältige Abwägung aller Belange und verlangt ein gemeinsames Planen und Handeln von Naturschutz und Wasserwirtschaft sowie den betroffenen Flächeneignern, um den europarechtlichen Vorgaben von Natura 2000 und EG-WRRL gleichermaßen gerecht zu werden.

Am Beispiel der Allerniederung in Niedersachsen und den hier zahlreich vorhandenen „alternden“ Alt­gewässern wird in der vorliegenden Arbeit den Fragen der Sanierung bzw. Reaktivierung von Altge­wässern nachgegangen. Die Erarbeitung dieses fundierten Entwicklungskonzeptes wurde durch einen großen Arbeitskreis (Naturschutz, Wasserwirtschaft, Fischerei, Kommunen) begleitet. Es versucht die unterschiedlichen Interessen und Ansprüche zu bündeln und angemessen zu berücksichtigen.

Detaillierte Bestandserhebungen und -analysen (Morphologie, Gewässergüte, Nutzungen, Biotope, Flora, Fauna) an 47 repräsentativ ausgewählten Stillgewässern ergaben, dass sowohl die frühen Entwicklungsphasen als auch diejenigen einer fortgeschrittenen Sukzession sowie Altarme mit offener Anbindung an die Aller unterrepräsentiert sind.

Als Zielvorstellung sollten in der Allerniederung zahlreiche Altarme und Altwässer vorhanden sein, die alle Entwicklungsphasen der natürlichen Sukzession vom jungen Altarm bis zum vollständig verlan­deten Altwasser mit Bruchwald repräsentieren und die sich weitgehend gleichmäßig über die komplette Allerniederung verteilen.

Auf Basis dieser Zielaussagen werden Anforderungen an die verschiedenen Nutzungen formuliert. Ein abgestimmter umsetzungsorientierter Handlungsrahmen mit konkreten und praxisnahen Vorschlägen, der grundsätzlich auch auf andere Gewässersysteme in Niedersachsen übertragbar ist, gibt eine wert­volle Entscheidungshilfe bei der Wahl angemessener Maßnahmen, der verantwortungsbewussten Verwendung von Fördermitteln sowie der Berücksichtigung der europarechtlichen Anforderungen.

  • Weiteres Thema im Heft: „Neue Schilder für die Naturschutzgebiete in Niedersachsen“

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Das Heft 2/11 umfasst 76 Seiten und ist erhältlich gegen Rechnung (4,- € zzgl. Versandkostenpauschale).

Kaiser, T., J. Brencher, U. Kirchberger, I. Brümmer, S. Grimm, G. Lemmel, R. Pudwill & J. Willcox (2011): Empfehlungen für die Altgewässer-Entwicklung in Niedersachsen – Die erfolgreiche Suche nach Synergien am Beispiel der Allerniederung – Inform.d. Naturschutz Niedersachs. 31, Nr. 2 (2/11): 53-128.

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