NLWKN Niedersachen klar Logo

Hadelner Kanalschleuse Otterndorf

  Bildrechte: NLWKN
Bild: INROS LACKNER SE

Auf dieser Seite möchten wir Sie fortlaufend über den aktuellen Fortschritt auf der Baustelle informieren. Detaillierte Informationen zu den Hintergründen liefert der Begleitflyer zur derzeit größten Küstenschutzbaumaßnahme des Landes Niedersachsen. Beachten Sie auch den Ergänzungsflyer zum Stand und den geplanten Arbeiten 2020.

April 2020: Betonieren unter Wasser!

Tauchereinsatz an der Hadelner Kanalschleuse: Nachdem die Gründungspfähle eingebaut worden sind, finden Anfang April die Vorbereitungen für den Einbau der Unterwasserbetonsohle statt. Dabei kommen begleitend auch Taucher im trüben Wasser der Otterndorfer Baugrube zum Einsatz. Nach dem Leerpumpen der Baugrube folgen d die Bewehrungs- und Betonarbeiten für die Schleusenkammersohle und Wände. Ab Mitte April beginnt, nach der Sturmflutsaison, die vierte Bauphase. Dann werden, parallel zu den Arbeiten an der neuen Schleusenkammer, auch die Arbeiten außendeichs wieder aufgenommen. Hier stehen die Fertigstellung des neuen Einlaufbereichs der Schleuse, der Deichbau, Deckwerksarbeiten und der Wegebau im Fokus.

Vogelperspektive: Die Baustelle aus der Luft mit der Baugrube, in der noch das Wasser steht.  
Vogelperspektive: Die Baustelle aus der Luft mit der Baugrube, in der noch das Wasser steht.  
Vogelperspektive: Die Baustelle aus der Luft mit der Baugrube, in der noch das Wasser steht.  
Am 02. April wurde der 2. Teil der Unterwasserbeton-Sohle hergestellt - die Betonpumpe ist noch neben der Schleusenkammer zu sehen. Der ertse Teil erfolgte am Vortag.

März 2020: Die Baustelle steht trotz Corona nicht still

Das Corona-Virus hält auch Niedersachsen in Atem. Direkte Auswirkungen auf den Bauablauf hat die Pandemie derzeit allerdings nicht. Sowohl für die Arbeiter auf der Baustelle, als auch für das Büropersonal gelten die vorgeschriebenen Abstandsregeln. Dies lässt sich gegenwärtig auch direkt auf der Baustelle gut umsetzen, da sich bauablaufbedingt vergleichsweise wenige Arbeiter auf dem gesamten Baugelände aufhalten. Für die nach Ostern planmäßig beginnenden Bewehrungs- und Betonarbeiten (mit dann größerem Personaleinsatz) werden momentan entsprechende Regelungen erarbeitet, um die Zahl der direkten Kontakte untereinander möglichst gering zu halten.


Blick in die künftige Schleusenkammer: Die gegenwärtig durchgeführten Vorbereitungsarbeiten für den Einbau der Unterwasserbetonsohle finden zu einem großen Teil unter Wasser statt. Der Krahn lässt hierzu eine Saugpumpe in die Kammer ab.   Bildrechte: NLWKN
Die gegenwärtig durchgeführten Vorbereitungsarbeiten für den Einbau der Unterwasserbetonsohle finden zu einem großen Teil unter Wasser statt. Der Krahn lässt hierzu eine Saugpumpe in die Kammer ab.

Blick in die künftige Schleusenkammer

Blick in die künftige Schleusenkammer.  
Blick in die künftige Schleusenkammer.  
Blick in die künftige Schleusenkammer.  

Januar 2020: Das Fundament der neuen Schleuse nimmt Form an

Nur kurz währte die planmäßige Baupause zum Jahreswechsel – dank des im vergangenen Sommer eingebauten Sturmflutschutzes für die Baustelle kann in Otterndorf, anders als an vielen anderen Küstenschutzbaustellen, bereits im Januar weiter gearbeitet werden. Dabei rückt nun ein ganz wesentlicher Schritt hin zur neuen Schleuse in den Fokus: entstehen in diesem Winterhalbjahr doch die ersten Teile der neuen Schleusenkammer. Dafür wurde die Baugrube in Spundwandbauweise hergestellt. Der Bodenaushub innerhalb dieser Baugrube ist inzwischen erfolgt – ein durchaus kniffliges Unterfangen: Denn zusammen mit dem Baugrubenaushub wurden auch die hölzernen Gründungspfähle des 165 Jahre alten Vorgängerbaus ausgebaut. Der aus statischen Gründen unter Wasser durchgeführte Ausbau war nicht einfach - zumal Holzspundwände vorgefunden wurden, die in den historischen Bestandsunterlagen so nicht verzeichnet waren.

Inzwischen ist eine Arbeitsplattform auf die Spundwände der Baugrube aufgelegt worden. Von hier aus werden seit Wochenbeginn die Gründungspfähle der neuen Schleuse hergestellt. Insgesamt 163 Pfähle mit einer Länge von jeweils rund 28,5 Metern werden dazu in den Boden gebohrt und mit Zementmörtel verpresst. Im Anschluss daran beginnen die Betonarbeiten mit der Betonage der Unterwasserbetonsohle.

 
Bild: NLWKN/Kosch & Westermann
 
 
Von der bauzeitlichen Behelfsbrücke aus auch für Passanten gut zu sehen: Jenseits der derzeit noch wassergefüllten Baugrube wurde das Bohrgerät auf einer Bohrplattform in Position gebracht. 163 Gründungspfähle werden von hier aus eingebracht. Bild:

Dezember 2019: Die Baustelle im Video-Jahresrückblick!

Jahresendspurt auf der Otterndorfer Baustelle: 2019 wurde am Hadelner Kanal gemeinsam mit den bauausführenden Unternehmen vor Ort viel bewegt. Die zwei für dieses Jahr geplanten Bauphasen konnten dabei in all ihren Teilschritten fristgerecht abgeschlossen werden - die dritte Bauphase ist in vollem Gange. Die Arbeitsgemeinschaft Hadelner Kanalschleuse Ludwig Freytag / Tagu und die ebenfalls am Bau beteiligte Firma Heinz-Hermann Appiarius und Söhne GmbH & Co.KG nahmen das nahende Jahresende zum Anlass, um in den zwei nachfolgenden Videos einen Eindruck von den in diesem Jahr durchgeführten Arbeiten zu geben!

 
 

November 2019: Gigant sorgt auf der Baustelle für den richtigen Dreh / dritte Bauphase gestartet

Seit Anfang Oktober gilt sie als „sturmflutfest“ – trotzdem wird auf der Großbaustelle an der Hadelner Kanalschleuse weiter fleißig gearbeitet. Ein weithin sichtbarer Gigant gerät dabei im Zuge der nun begonnenen dritten Bauphase zum wortwörtlichen Dreh- und Angelpunkt: bereits in den vergangenen Wochen wurde auf der Baustelle ein großer Turmdrehkran aufgebaut, der mit fast 35 Metern Höhe und einer Auslegerreichweite von über 50 Metern das gesamte Areal mit Material versorgen kann.

  Bildrechte: Kosch/NLWKN
Zu seinen Füßen soll in den kommenden Monaten die Baugrube für die neue Schleusenkammer entstehen: Der weithin sichtbare Turmdrehkran kann mit seiner großen Auslegerreichweite die gesamte Baustelle versorgen (Bild: Kosch/NLWKN).

Baustelle von oben: Oktober/November 2019

Bei bestem Wetter stieg die Drohne der NLWKN-Vermessung Ende Oktober/Anfang November auf, um einen Überblick über den Stand auf der aktuell größten Küstenschutzbaustelle in Niedersachsen zu ermöglichen. Sofort fällt auf: Hier werden auch im Winter die Baugeräte nicht stillstehen! Gut erkennbar ist auf den Bildern die im Sommer eingerichtete Hochwasserschutzwand, welche die Baustelle während der Sturmflutsaison vor den Kräften des Meeres schützen soll. In ihrem "Schatten" entsteht im Winterhalbjahr im Rahmen der nun anlaufenden 3. Bauphase vor allem die Baugrube für die neue Schleusenkammer.

 
 
 
 
 
 
 
 

Anfang Juli 2019: Kranunfall auf der Baustelle

Schockmoment auf der Baustelle am Hadelner Kanal: Ein schwerer Baukran stürzt im Rahmen von Rammarbeiten um - ein Bauarbeiter kommt mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus, kann dieses aber glücklicherweise schnell wieder verlassen. In den nächsten Tagen wird der Unfall genau untersucht, der Unfallkran auf der Baustelle zerlegt und mit Hilfe eines 350-Tonnen-Autokranes abtransportiert.

  Bildrechte: NLWKN

Die Baustelle von oben: Juli 2019

 
 
 

April 2019: Symbolischer erster Spatenstich mit Umweltminister Olaf Lies

Hoher Besuch in Otterndorf: Im Rahmen eines symbolischen ersten Spatenstichs informierten sich Mitte April der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies und weitere geladene Gäste vor Ort über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte auf der Baustelle. Mit Beginn des Sommerhalbjahres nahm das Küstenschutzgroßprojekt nach den bauvorbereitenden Maßnahmen der ersten Bauphase nun deutlich Fahrt auf: Neben ersten Abbrucharbeiten an den Dalben und Teilen der alten Schleusenanlage von 1854 steht vor allem der Einbau von rückverankerten Spundwänden im Fokus. Sie sollen als Flügelwand der Schleuse sowie als bauzeitlicher Küstenschutz fungieren. Davor ist in der zweiten Bauphase noch der Einbau einer Sickerschürze sowie der Aushub von Rohrleitungsgräben zur Verlegung entsprechender Rohre geplant, um die bauzeitliche Entwässerung fertigzustellen.

April 2019: Erster Spatenstich an der Hadelner Kanalschleuse

 
 
 
 
 
 

Der Neubau der landeseigenen Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf...

...ist eine dringende Küstenschutzmaßnahme. Dabei wird die alte Kanalschleuse durch ein neues Siel- und Schleusenbauwerk ersetzt und auf das aktuelle Küstenschutzniveau gebracht. Der Schleusenneubau wird von 2018 bis Anfang 2022 durchgeführt. Mit seiner Fertigstellung ist die schiffbare Verbindung zwischen Elbe und Weser über den Hadelner Kanal wiederhergestellt, die Entwässerung des Sietlandes sichergestellt und insbesondere der Küstenschutz auf einem zukunftssicheren Niveau gewährleistet.

Sie möchten sich vor Ort ein eigenes Bild von den Bauarbeiten und den Hintergründen machen?

Die Otterndorf Marketing GmbH bietet in Zusammenarbeit mit dem NLWKN ganzjährig Führungen über die Baustelle am Hadelner Kanal an. Erleben Sie, wie eine alte Schleuse zurückgebaut und stattdessen eine neue Schleuse gebaut wird Begleiten Sie die Bauleiter des NLWKN über ihre Baustelle.

Aufgrund des Corona-Virus finden die Baustellenführungen bis auf Weiteres nicht statt.

Weitere Informationen zu den Führungen finden Sie hier:

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Andreas Kosch

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
NLWKN Betriebsstelle Stade
Harsefelderstrasse 2
D-21680 Stade
Tel: +49 (0)4141 / 601 - 250

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln