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Newsletter des LIFE-Projekts „Wiesenvögel“ erschienen

Rückblick auf die niedersächsische Vogelwelt im Jahr 2019


  Bildrechte: Foto: NLWKN
Uferschnepfen (Foto: NLWKN)

Klimafolgen für den Kiebitz, Rekordflug einer Uferschnepfe ins Überwinterungsgebiet, Projektmeldungen - in seinem aktuellen Newsletter berichtet das LIFE-Projekt „Wiesenvögel“ über seine Arbeit im Jahr 2019. Der Newsletter kann unter https://www.wiesenvoegel-life.de/newsletter/newsletter-20191/ heruntergeladen werden. Mehr Informationen zum LIFE-Projekt finden Interessierte unter www.wiesenvoegel-life.de.

Niedersachsen ist das wichtigste „Wiesenvogelland“ Deutschlands. Hier brüten hohe Anteile der gesamtdeutschen Brutbestände von beispielsweise Uferschnepfe, Kiebitz, Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine und Wachtelkönig. Daher hat Niedersachsen auch eine besondere Verantwortung für deren Schutz, nicht nur im Bundesland und in Deutschland, sondern auch europaweit. Dies gilt besonders für die Uferschnepfe. Die westliche Population hat in Europa nur ein sehr kleines Brutverbreitungsgebiet. In den Niederlanden und im westlichen Niedersachsen befinden sich zusammen über 90 Prozent aller Brutpaare dieser Population.

Mit dem 2011 genehmigten LIFE+-Projekt stellt sich Niedersachsen dieser Verantwortung mit Hilfe der Europäischen Union (EU). Bei einem Gesamtvolumen von 22,3 Millionen Euro ist das auf neun Jahre angelegte Projekt das bislang größte Naturschutz-Projekt aus dem LIFE+-Programm der EU in Deutschland. Die EU fördert das Projekt mit 60 Prozent, also rund 13,5 Millionen Euro. 40 Prozent der Kosten trägt das Land Niedersachsen. Auch der Landkreis Leer und die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland beteiligen sich finanziell.

In den kommenden Jahren sollen mit diesem Naturschutzprojekt die Kernflächen der Wiesenvogelschutzgebiete Niedersachsens speziell für die heimischen Wiesenvögel entwickelt und gesichert werden. Diese Flächen liegen vor allem in den Landkreisen Wesermarsch, Leer, Aurich, Emsland, Cloppenburg, Vechta, den kreisfreien Städten Emden und Oldenburg sowie an der Unterelbe in Cuxhaven und Stade. Die speziellen Schutzmaßnahmen sind notwendig, da die Bestände der Wiesenvogel-Arten in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen haben. Hauptursache für den Rückgang der Wiesenvögel ist der agrarstrukturelle Wandel der vergangenen Jahrzehnte. Ein weiterer Faktor ist die Flächenentwässerung, denn die meisten Vögel dieser Art benötigen zu Brutbeginn im Frühjahr feuchte und nasse Flächen – für manche müssen Brutgebiete sogar unter Wasser stehen. Derartige Verhältnisse finden sich heute nur noch in sehr wenigen Schutzgebieten.

Mit der Durchführung hat das Niedersächsische Umweltministerium den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betraut. Als Partner sind die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, das Baltic Environmental Forum Deutschland e. V. sowie die niederländische Naturschutzvereinigung Natuurmonumenten beteiligt.

Artikel-Informationen

erstellt am:
09.01.2020
zuletzt aktualisiert am:
14.01.2020

Ansprechpartner/in:
Bettina S. Dörr

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