Meilenstein für die Hochwassersicherheit
Aus- und Neubau des rechten Luhedeichs schreitet voran
Winsen (Luhe)/Lüneburg. Gute Nachrichten für den Hochwasserschutz in Winsen: Der von Anrainern herbeigesehnte Ausbau des rechten Luhedeichs läuft auf Hochtouren. Über den Fortschritt auf der Baustelle informierten am Dienstag (23.06.) der Deich- und Wasserverband Vogtei Neuland und der Niedersächsische Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Ein Abschluss des ersten Bauabschnitts ist für Ende August vorgesehen.
Beim Vor-Ort-Termin im Winsenser Ortsteil Roydorf zeigten sich Bürgermeister André Wiese, der Erste Kreisrat des Landkreises Harburg Josef Nießen und der Leiter der Abteilung Umwelt Mirko Dannenfeld zufrieden mit dem Stand des wichtigen Hochwasserschutzprojekts. Die Arbeiten für den umfassenden Aus- und Neubau des rechten Luhedeiches haben im April 2026 begonnen und schreiten sichtbar voran. Auf einer Länge von rund 600 Metern zwischen dem Peerweg und der Straße „In’n Dörp“ wird das Schutzbauwerk im derzeit laufenden ersten Bauabschnitt dabei komplett erneuert und verstärkt. Ziel ist es, Anwohner und landwirtschaftliche Flächen, aber auch das benachbarte örtliche Krankenhaus künftig noch verlässlicher vor Hochwasserereignissen zu schützen.
Bauprojekt gleicht mehrere Defizite aus
Der NLWKN setzt das bereits im Jahr 2018 planfestgestellte Bauvorhaben im Auftrag des Deich- und Wasserverbands Vogtei Neuland um. Die am rechten Luheufer vorhandene Verwallung muss hinsichtlich Abmessungen und Aufbau dem heutigen Stand der Technik angepasst werden. „Die wesentlichen Defizite bestehen vor allem in einer ungenügenden Kleiabdichtung, den zu steilen Böschungsneigungen und fehlenden Deichverteidigungswegen, die im Hochwasserfall ein effektives Erreichen von Gefahrenstellen ermöglichen sollen“, betont Projektingenieurin Theresa Wilhelms von der NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg.
Grundlage des Hochwasserschutzprojekts ist der Rahmenentwurf zum Ausbau und Neubau der Schutzdeiche an der Ilmenau, der Luhe und der Seeve. Als Schutzdeiche bezeichnen die Experten dabei jene Deiche oberhalb von Sperrwerken, die dem Schutz eines Gebietes vor Flusshochwassern dienen, wenn das Oberwasser bei Schließung des Sperrwerks im Rahmen eines gleichzeitigen Sturmflutfalls nicht abfließen kann.
Das gesamte Vorhaben umfasst die rechtsseitigen Schutzdeiche zwischen der Brücke „In’n Dörp“ in Roydorf und der Bahnbrücke in Winsen. Auf diesem rund 1.800 Meter langen Planfeststellungsabschnitt sollen die Deiche in insgesamt zwei Bauabschnitten erneuert werden. Der jetzt besichtigte erste Abschnitt in Roydorf bildet hierbei den Auftakt.
Zweiter Bauabschnitt fest im Blick
Parallel zu den laufenden Arbeiten haben die Planer des NLWKN das Gesamtprojekt dabei weiter fest im Blick: Der sich anschließende zweite Bauabschnitt befindet sich bereits in der Ausführungsplanung. Nach der anschließenden Vergabe der Bauleistungen soll die Umsetzung auch hier so schnell wie möglich beginnen.
Artikel-Informationen
erstellt am:
24.06.2026
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