NLWKN Niedersachsen klar Logo

Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte startet seinen Flug in einen neuen Lebensabschnitt

Vogelexperte Dr. Markus Nipkow verabschiedet sich nach 14 Jahren beim NLWKN in den Ruhestand


Hannover. Vögel waren seine persönliche und berufliche Leidenschaft: Dr. Markus Nipkow, seit 2012 Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), geht in den Ruhestand.

„Der Naturschutz und die Bewahrung der Artenvielfalt dürfen niemals als überflüssiger Luxus betrachtet werden, den wir uns nicht mehr leisten können – wir setzen sonst eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder aufs Spiel“, so beschreibt der Ornithologe seine eigene Motivation und seinen Einsatz für die Vogelwelt. Sein Interesse an Vögeln entwickelte der gebürtige Bielefelder bereits, als er 1975 Mitglied wurde beim damaligen Deutschen Bund für Vogelschutz, heute NABU. In Tübingen und Freiburg studierte der 65-jährige Biologie und promovierte auch in Freiburg am Institut für Landespflege. In Niedersachsen startete der Vogelkundler seine berufliche Laufbahn 1994 als Seminarleiter bei der Naturschutzakademie in Schneverdingen. Im Anschluss war er von 2001 bis 2012 als Referent für Ornithologie und Vogelschutz im NABU Bundesverband tätig, erst in Bonn, dann in Berlin.

Zurück in Niedersachsen übernahm der Vater einer Tochter und eines Sohnes im Mai 2012 die Leitung der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN. Die 1947 gegründete „Staatliche Vogelschutzwarte“ pflegt ein umfangreiches Netzwerk zum wissenschaftlich, behördlich und ehrenamtlich organisierten Vogelschutz. Diese entwickelte er in seiner Zeit kontinuierlich weiter - sowohl inhaltlich als auch personell. Aktuell kümmern sich 30 Mitarbeitende hauptamtlich um die Vogelwelt in Niedersachsen, davon die Hälfte in einem LIFE-Projekt zum Wiesenvogelschutz, einem der Aufgabenschwerpunkte. „Denn Niedersachsen trägt für Vogelarten der Feuchtwiesen, der Moore und der Agrarlandschaft eine besonders große Verantwortung“, betont Nipkow.

Berthold Paterak, Leiter des Naturschutzes im NLWKN, dankte dem Chef-Vogelschützer im NLWKN für seinen langjährigen Einsatz: „Markus Nipkow hat sein umfangreiches Fachwissen auf zahlreichen Veranstaltungen weitergegeben. Als Teil der niedersächsischen Fachbehörde für Naturschutz standen er und sein Team sowohl dem Umweltministerium als auch den Unteren Naturschutzbehörden immer mit Sachverstand zur Seite. Oftmals ging es dabei um den Umgang mit Konflikten zwischen Betroffenen und den Erfordernissen des Artenschutzes, zum Beispiel bei den Kormoranen, Gänsen und Saatkrähen. Markus Nipkow gelang es stets, Kompromisse zu finden, die von allen Seiten Akzeptanz finden konnten. Dafür danke ich ihm. Ich wünsche ihm alles Gute im wohlverdienten Ruhestand“.

Nipkow selbst blickt gespannt auf seinen neuen Lebensabschnitt, wünscht sich, ihn vielfältig nutzen zu können, draußen in der Natur und mit seiner Familie: „Die Freude an der Vogelbeobachtung wird immer dazugehören!“.

Markus Nipkow, Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, geht nach 14 Jahren in den Ruhestand. Bildrechte: privat
Markus Nipkow, Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, geht nach 14 Jahren in den Ruhestand.

Die Staatliche Vogelschutzwarte im NLWKN in Kürze

In der Staatlichen Vogelschutzwarte laufen alle Fäden des landesweiten Vogelartenschutzes zusammen: Basierend auf dem Monitoring sämtlicher Brut- und Gastvogelarten zwischen Harz und Nordseeküste, das in enger Zusammenarbeit mit Haupt- wie auch mit Ehrenamtlichen umgesetzt wird, entwickeln die Mitarbeitenden in der Staatlichen Vogelschutzwarte Schutzkonzepte und begleiten zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung von Lebensräumen fachlich. Im Mittelpunkt der Aufgaben stehen die 71 EU-Vogelschutzgebiete in Niedersachsen, deren Kulisse als Hotspots der Artenvielfalt Niedersachsens gelten. Darüber hinaus werden die Rote Liste der gefährdeten Brutvögel Niedersachsens und Bremens erarbeitet und regelmäßig aktualisiert sowie Leitfäden für das Land erarbeitet und fachlich begleitet. Umfangreiches Fachwissen wird laufend auf zahlreichen Veranstaltungen weitergegeben.

NLWKN-Logo Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

erstellt am:
29.04.2026

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76a / Am Sportplatz 23
30453 Hannover / 26506 Norden
Tel: +49 (0)511 3034-3322 sowie +49 (0)4931/ 947 -173 und +49 (0)4931/ 947 -181
Fax: +49 (0)4931/947 - 222

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln