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Grundwasserexperte taucht ab in den Ruhestand

Hubertus Schültken verabschiedet sich nach mehr als 30 Jahren beim NLWKN


Hubertus Schültken (rechts), Grundwasserexperte und „Vater“ des Niedersächsischen Grundwasserworkshops, geht nach mehr als 30 Jahren in den Ruhestand. Sein Nachfolger Dr. Lars Germershausen übernimmt seinen Aufgabenbereich.   Bildrechte: NLWKN
Hubertus Schültken (rechts), Grundwasserexperte und „Vater“ des Niedersächsischen Grundwasserworkshops, geht nach mehr als 30 Jahren in den Ruhestand. Sein Nachfolger Dr. Lars Germershausen übernimmt seinen Aufgabenbereich.

Hannover. Wasser - vor allem Grundwasser - bestimmten seinen Werdegang: Hubertus Schültken, seit 1995 beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und „Vater“ des Niedersächsischen Grundwasser-Workshops, beendet seine berufliche Laufbahn. Seine Nachfolge ist auch bereits geregelt: Dr. Lars Germershausen, seit 2014 ebenfalls als Grundwasserexperte im NLWKN tätig, hat die Leitung des Aufgabenbereichs Ende 2025 übernommen.

Hubertus Schültken, gebürtig aus Salzkotten im Landkreis Paderborn, studierte Agrarwissenschaften in Göttingen und startete sein Berufsleben 1990 beim Niedersächsischen Landesamt für Bodenforschung (NLfB) mit bodenkundlichen Kartierungen und Untersuchungen zur Nitratverlagerung in land- und forstwirtschaftlich genutzten Böden. Ein Thema, das ihn während seines gesamten Berufslebens begleitete. Von 1994 bis 1995 war er als Wasserschutzberater beim Wasserversorger Sulinger Land tätig. Ab 1995 koordinierte und begleitete er Pilotprojekte zur Erforschung einer auf den Grundwasserschutz ausgerichteten Land- und Forstwirtschaft beim Niedersächsischen Landesamt für Ökologie (NLÖ), einer Vorgängerinstitution des NLWKN.

Bereits ein Jahr später hatte er die Idee für ein Forum zum Austausch der Akteure im Trinkwasserschutz: der erste Grundwasser-Workshop fand 1996 in Hildesheim statt. Dieses Format hat sich erfolgreich etabliert. 2025 wurde bereits der 30. Grundwasser-Workshop des NLWKN durchgeführt. Im Fokus stand dabei immer die Diskussion zur Einbindung der fachlichen Erkenntnisse in die Gewässerschutzberatung, in Wassermanagementprojekte und zur Anpassung bestehender Monitoringprogramme im Grundwasser. Als 2005 der NLWKN gegründet wurde, übernahm der heute 65-jährige die Leitung des Aufgabenbereichs Grundwasser in der NLWKN-Betriebsstelle in Hildesheim.

Persönliches Highlight seiner Karriere war die Koordinierung des EU-Life Projekts WAgriCo (Water Resources Management in Co-operation with Agriculture) zusammen mit britischen Partnern zur Erarbeitung wichtiger Grundlagen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie. „Die Organisation zahlreicher Projekttreffen in Niedersachsen und Großbritannien, die Vorträge bei internationalen Konferenzen in Dänemark, Niederlande, Frankreich, Belgien, Litauen, Lettland und Zypern und der damit verbundene fachliche Austausch zu den länderspezifischen Strategien waren eine fachliche Bereicherung und haben zudem großen Spaß gemacht“, betont Schültken. „Der Erfolg bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben und fachlichen Herausforderungen ist auch ein Ergebnis der langjährig konstruktiven Zusammenarbeit mit dem ganzen Team.“

„Ihm war es immer wichtig, die Perspektive seines Gegenübers im Blick zu haben, um die Diskussion voranzubringen und Netzwerke aufzubauen“, fügt Martin Gottwald, Leiter des Geschäftsbereichs Wasserwirtschaft und Strahlenschutz im NLWKN, hinzu. „Diese Devise begleitete Hubertus Schültken bei allen seinen Vorhaben in den vergangenen Jahrzehnten. Dafür möchte ich ihm persönlich danken und alles Gute für seine Zeit nach dem NLWKN wünschen.“

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Artikel-Informationen

erstellt am:
28.05.2026

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Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76a / Am Sportplatz 23
30453 Hannover / 26506 Norden
Tel: +49 (0)511 3034-3322 sowie +49 (0)4931/ 947 -173 und +49 (0)4931/ 947 -181
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