NLWKN

Eichenprozessionsspinner an der Jeetzel: NLWKN bittet um besondere Vorsicht

Der Landesbetrieb beauftragt Fachfirma, um das Gefahrenpotential einzudämmen. Die Arbeiten beginnen ab Montag


Lüneburg/Wustrow – Der Eichenprozessionsspinner ist verhältnismäßig klein und unscheinbar, doch seine Auswirkungen können ziemlich groß sein. Die Brennhaare der Raupen enthalten Nesselgift, welches bei Mensch und Tier Reaktionen von Ausschlag bis zu einem allergischen Schock auslösen kann. Wie vielerorts in Ostniedersachsen sind auch die Eichen entlang der Jeetzel in Wustrow massiv vom Eichenprozessionsspinner befallen. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der für die Unterhaltung der Jeetzel in diesem Bereich zuständig ist, hat vor Ort Warnschilder aufgestellt und bittet Bürgerinnen und Bürger um besondere Achtsamkeit sowie Vorsicht.

Um an der Jeetzel das größte Gefahrenpotential des Eichenprozessionsspinners etwas einzudämmen, hat die NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg zudem kurzfristig Akut-Maßnahmen in Auftrag gegeben. Eine Fachfirma wird ab Montag (22. Juni) Absaugungen an befallenen Bäumen vornehmen. Die Arbeiten werden mindestens bis Mittwoch andauern, können sich aufgrund von Nacharbeiten (zum Beispiel heruntergefallene Nester) eventuell auch darüber hinaus verzögern. „Die Arbeiten verursachen leider Lärm, außerdem wird der Weg eventuell kurzzeitig nicht oder nur eingeschränkt nutzbar sein. Wir bitten um Verständnis und würden empfehlen, den Bereich entlang der Jeetzel während der Arbeiten zu meiden“, erklärt Merle Sandkühler von der NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg.

Der Landesbetrieb bittet auch nach der Durchführung um besondere Vorsicht in diesen Bereichen. Dies gilt auch für Hundehalterinnen und Hundehalter. Sie sollten die ohnehin geltende Leinenpflicht aus Eigenschutz beachten, damit die Hunde auf dem Weg bleiben und vermieden wird, dass giftige Nesselhaare aus im Gebüsch liegenden heruntergefallenen Nestern durch die Hunde verteilt werden.

Eine Entwarnung vor dem Eichenprozessionsspinner kann es leider nicht geben. „Wir reden hier von 10 bis 15 Nestern pro Baum allein auf den untersten sechs Metern. Auch in Wustrow kann lediglich das größte Gefahrenpotential auf den unteren Metern reduziert werden. Diese massiven Vorkommen treffen nicht nur die Flächen des NLWKN, sondern die gesamte Region. Daher ist eine vollständige Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners praktisch unmöglich“, erklärt der örtliche Bekämpfungsexperte Amadeus Kugler. Im Nachgang wird der NLWKN weitere Schilder aufstellen, sobald diese an den Landesbetrieb ausgeliefert wurden.

Diese Eiche an der Jeetzel ist mehrfach vom Eichenprozessionsspinner befallen. Das Bild stammt vom 4. Juni 2026.   Bildrechte: Foto: Steffen Schlünz / NLWKN
Diese Eiche an der Jeetzel ist mehrfach vom Eichenprozessionsspinner befallen. Das Bild stammt vom 4. Juni 2026.
NLWKN-Logo Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

erstellt am:
19.06.2026

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76a / Am Sportplatz 23
30453 Hannover / 26506 Norden
Tel: +49 (0)511 3034-3322 sowie +49 (0)4931/ 947 -173 und +49 (0)4931/ 947 -181
Fax: +49 (0)4931/947 - 222

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln