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Dümmer als Vorbild für den Wiesenvogelschutz

Niederländische Fachdelegation informiert sich über Erfolge in Niedersachsen // Bestände europaweit unter Druck


„Early Bird“ Exkursion in einem der Kerngebiete am Dümmer. Vor Ort konnten Uferschnepfen, Schafstelzen, Kampfläufer und weitere Wiesenvogelarten in ihrem Lebensraum beobachtet werden. (Foto: G. La Spina)   Bildrechte: G. La Spina
„Early Bird“ Exkursion in einem der Kerngebiete am Dümmer. Vor Ort konnten Uferschnepfen, Schafstelzen, Kampfläufer und weitere Wiesenvogelarten in ihrem Lebensraum beobachtet werden. (Foto: G. La Spina)

Hüde – Wie kann der Schutz von Wiesenvögeln und die Entwicklung entsprechender Schutzgebiete noch besser gelingen? Darüber informierte sich kürzlich eine dreißigköpfige Fachdelegation aus den Niederlanden in der Naturschutzstation am Dümmer. Die Station des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gilt mit ihrer Arbeit grenzüberschreitend als Vorbild für den Wiesenvogelschutz. Die Bestände von Uferschnepfen, Schafstelzen, Kampfläufern und anderen Wiesenvogelarten sind europaweit stark unter Druck.

„Umso größer ist das Interesse der niederländischen Fachwelt an den Erfahrungen aus Niedersachsen“, weiß Heinrich Belting, Projektleiter des LIFE-IP-Projekts GrassbirdHabitats. Zwar gibt es hier nur wenige Regionen mit vergleichsweise hohen Wiesenvogelbeständen. Dennoch zählen Gebiete wie die Unterelbe, der Dümmer und die Bleckriede im Landkreis Diepholz zu erfolgreichen Schwerpunktgebieten des Wiesenvogelschutzes. Hier konnten durch eine langfristige Zusammenarbeit von Naturschutz, Politik und Landwirtschaft stabile Bestände gesichert und positive Bestandsentwicklungen erreicht werden.

Im Rahmen des jetzt erfolgten Besuchs der Vertreterinnen und Vertreter niederländischer Behörden, Verbände, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen stand zunächst eines der Kerngebiete des Wiesenvogelschutzes direkt am Dümmer im Fokus. Anschließend wurden die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Naturschutz, Wasserwirtschaft und Behörden sowie die Entwicklung der Bestände vorgestellt.

Erfolgreiche Kooperation mit der Landwirtschaft

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben: Bei einem Besuch auf einem Betrieb im Wiesenvogelgebiet erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die praktische Umsetzung von Schutzmaßnahmen und den engen Austausch zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Diskutiert wurden unter anderem langfristige Vereinbarungen, Anreizsysteme und die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche

Kooperation zugunsten der Wiesenvögel. Großes Interesse zeigten die niederländischen Gäste auch am Prädationsmanagement im Dümmergebiet. Vorgestellt wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen, praktische Ausführungen sowie deren Bedeutung für den Bruterfolg von Wiesenvögeln.

„Der aktuelle Austausch zeigt, dass die am Dümmer entwickelten Konzepte und die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit von Naturschutz, Wasserwirtschaft und Landwirtschaft auch über die Landesgrenzen hinaus Beachtung finden“, erklärt Heinrich Belting. Gerade beim Schutz von Wiesenvögeln liefere der Blick über die Grenzen und das Lernen von erfolgreichen Beispielen wichtige Bausteine für einen langfristigen Erfolg. „Es geht um nicht weniger als die gemeinsame Verantwortung für den Erhalt dieser charakteristischen Vogelarten in Europa“, so Belting. Schließlich seien die Wiesenvogelbestände europaweit rückläufig.

Landwirt Joachim Schmedt stellte den Besuchern Herausforderungen vor und gab Einblicke in die praktische Zusammenarbeit mit dem LIFE GrassbirdHabitats Projekt. (Foto: G. La Spina)   Bildrechte: G. La Spina
Landwirt Joachim Schmedt stellte den Besuchern Herausforderungen vor und gab Einblicke in die praktische Zusammenarbeit mit dem LIFE GrassbirdHabitats Projekt. (Foto: G. La Spina)
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Artikel-Informationen

erstellt am:
19.06.2026

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