Beginn von Arbeiten an der Söse
NLWKN baut die Wasserkraftanlage bei Dorste zurück und stellt die ökologische Durchgängigkeit des Flusses wieder her
Dorste. Mitte August startet der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit der Baumaßnahme zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Söse am Wehr bei Dorste. Ziel der Maßnahme ist es, die negativen Auswirkungen der ehemaligen Wasserkraftanlage (WKA) auf die Gewässerökologie zu beseitigen und die Durchgängigkeit für wandernde Fischarten sowie Kleinstlebewesen wiederherzustellen.
Die Wasserkraftanlage hatte das Fließgewässer unnatürlich aufgestaut und stellte ein unüberwindbares Hindernis für die aquatische Fauna dar. Nach dem Erwerb und der danach gefolgten Außerbetriebnahme der maroden Anlage im Jahr 2021 durch den NLWKN beginnt nun der Rückbau. Damit setzt der NLWKN die Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie um, die eine Durchgängigkeit und die Entwicklung eines guten ökologischen Zustands der Fließgewässer fordert.
Der bestehende Höhenunterschied im Gewässer wird durch den Bau einer sogenannten Riegelrampe ausgeglichen und der Flusslauf insgesamt naturnah umgestaltet. Hierzu werden Natursteine in Reihen quer zur Strömung in das Bachbett eingebracht. Die Bauzeit ist mit etwa vier Wochen veranschlagt.
In Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsverband Rhume sind in den kommenden Jahren weitere Arbeiten geplant, um die Söse unterhalb der Sösetalsperre zum ersten ökologisch durchgängigen Gewässer des Westharzes zu entwickeln.
Artikel-Informationen
erstellt am:
03.08.2026
zuletzt aktualisiert am:
05.08.2026
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