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Vögel beobachten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Umfassend überarbeitete Neuauflage des Naturführers erschienen


.   Bildrechte: Felix Närmann

In diesem Jahr, 2026, feiert der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sein vierzigjähriges Bestehen. Nach dem Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer ist er der größte Nationalpark am europäischen Festland (außerhalb von Russland). Vögel prägen diese Nationalparklandschaft wie keine andere Tiergruppe.

Auf der Ostatlantischen Zugvogelroute bildet das Wattenmeer den zentralen Punkt auf der Wanderung zwischen den Brut- und Überwinterungsgebieten. Zu den Zugzeiten im Frühjahr und Herbst lassen sich beeindrucke Vogelschwärme auf und über den Wattflächen und an traditionellen Rastplätzen beobachten. Die Salzwiesen und Dünen dienen einer Vielzahl von spezialisierten Arten als Brutplatz, genannt seien hier zum Beispiel die großen Möwen- und Seeschwalbenkolonien.

Alpenstrandläufer am Hochwasserrastplatz auf Scharhörn   Bildrechte: Felix Närmann
Alpenstrandläufer am Hochwasserrastplatz auf Scharhörn

Für alle interessierten Vogelbeobachterinnen und -beobachter (und alle die es noch werden möchten) gibt es mit der Neuauflage des Buches Vögel beobachten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer jetzt einen umfangreichen Naturführer, der detailliert beschreibt, wo man wann im Nationalpark welche Vögel beobachten kann.

  Bildrechte: Felix Närmann/NLWKN

Dabei ist das 400 Seiten starke Buch des Autorentrios Peter Südbeck, Reno Lottmann und Gundolf Reichert (alle drei ausgewiesene Nationalpark-Experten) eigentlich viel mehr als ein reines Where-to-watch-birds-Buch. Den Beschreibungen der Beobachtungsplätze ist nämlich eine ausführliche Einleitung vorgestellt, in der unter anderem der Nationalpark, seine Vogelwelt wie auch die verschiedenen Lebensräume und Schutzaspekte vorgestellt werden.

Daran anschließend werden, gegliedert in Festlands-Regionen bzw. Inseln, nun die wichtigsten Beobachtungsgebiete zwischen Ems und Elbe vorgestellt. In übersichtlichen Karten können die einzelnen Beobachtungsplätze in Kombination mit den beschreibenden Texten einfach verortet und aufgesucht werden.

Im Vergleich zur Erstauflage wurden hier auch Beobachtungsgebiete im angrenzenden Binnenland außerhalb des Nationalparks mit aufgenommen und beschrieben. So finden sich Teile der Aufgabenbereiche der Naturschutzstationen Fehntjer Tief und Ems im Buch wieder und zeigen somit auch die Bedeutung der Verbindung von Küste und küstennahmen Binnenland als Vogellebensraum auf. Zusätzlich werden weitere ornithologisch hoch interessante Binnenlandsgebiete wie das Stapeler Moor oder der Ihlower Wald vorgestellt.

  Bildrechte: Annemarie Kurth/NLWKN
Flummniederung mit Wassereinstau
Blick über das Petkumer Deichvorland an der Ems in Richtung Dollart   Bildrechte: Felix Närmann/NLWKN
Blick über das Petkumer Deichvorland an der Ems in Richtung Dollart
Das in großen Teilen bereits restaurierte Stapeler Moor ist zu allen Jahreszeiten ein lohnendes Ausflugsziel, das auf einem Moorerlebnispfad erwandert werden kann.   Bildrechte: Felix Närmann
Das in großen Teilen bereits restaurierte Stapeler Moor ist zu allen Jahreszeiten ein lohnendes Ausflugsziel, das auf einem Moorerlebnispfad erwandert werden kann.

Abgeschlossen wird das optisch ansprechend gestaltete Buch durch eine Arten-Checkliste. Neben dem Status einer Art (Brutvogel, Zugvogel, Wintergast), kann der tabellarischen Auflistung schnell und einfach entnommen werden, wann diese im Bearbeitungsgebiet des Buches angetroffen werden kann und wie hoch eine Beobachtungswahrscheinlichkeit ist.

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Artikel-Informationen

erstellt am:
15.07.2026

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