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Naturschutzgebiet "Ochsenmoor"

Kennzeichen: NSG HA 172


Das Naturschutzgebiet "Ochsenmoor" bildet den südlichen Teil der Niederung des Dümmers. Zusammen mit den Naturschutzgebieten "Westliche Dümmerniederung", "Dümmer", "Huntebruch und Huntebruchwiesen" sowie "Hohe Sieben" ist mit einer Fläche von 3.403 ha der größte Teil der Niederung naturschutzrechtlich besonders geschützt.

Kiebitze rasten im Winter in großer Zahl auf den wiedervernässten Wiesen.  
Kiebitze rasten im Winter in großer Zahl auf den wiedervernässten Wiesen.
Übersichtskarte des Schutzgebietes  

Das etwa 1.000 Hektar große Schutzgebiet wurde 1995 ausgewiesen und ist Teil des großräumigen Feuchtgebietes und Vogelschutzgebietes der weithin bekannten Niedermoorlandschaft der Dümmerniederung und des Dümmers selber. Schutzbedürftig sind hier insbesondere die Lebensräume bzw. die Rast- und Brutgebiete typischer Vogelgemeinschaften der großräumig offenen, baumarmen bis baumfreien, störungsarmen Niederungslandschaft.

Das Ochsenmoor ist mittlerweile wieder weitgehend gehölzfrei.  
Das Ochsenmoor ist mittlerweile wieder weitgehend gehölzfrei.

Schutzziel ist die Wiedervernässung des Niedermoores, die Schaffung möglichst offener und störungsfreier Brut- und Rastgebiete für Wasser-, Wat- und Wiesenvogelarten sowie der Erhalt und die Entwicklung typischer Pflanzengesellschaften wie Sumpfdotterblumenwiesen sowie Klein- und Großseggenrieder.

Die Sumpfdotterblume wächst wieder in großer Zahl im Ochsenmoor.  
Die Sumpfdotterblume wächst wieder in großer Zahl im Ochsenmoor.

Das Ochsenmoor ist eine Kulturlandschaft mit Weiden und Mähweiden, artenreichen Feucht- und Nasswiesen, Sumpfdotterblumenwiesen, Großseggenriedern, Röhrichten, Gräben und vereinzelten Bruchwaldbereichen. Diese Kulturlandschaft wird von den zu schützenden Vogelarten für das Brutgeschäft und die Rast ausgiebig genutzt. Zentrale Teilbereiche des Ochsenmoores werden durch ein entsprechendes Staumanagement bis in den Frühsommer hinein mit Wasser überstaut. Die Wiesen und Weiden sind zur naturschutzgerechten Bewirtschaftung an örtliche Landwirte verpachtet. Die Grünlandnutzung wird jeweils zwischen Pächter und Naturschutzstation abgestimmt, um den Wiesenvogelschutz zu gewährleisten.

Mit Hilfe diese Stauanlagen wird das Ochsenmoor in den Wintermonaten flach mit Wasser überstaut.  
Mit Hilfe dieser Stauanlagen wird das Ochsenmoor in den Wintermonaten flach mit Wasser überstaut.

Das Naturschutzgebiet ist über den Deich und verschiedene Wirtschaftswege sehr gut zugänglich. Eine Straße verläuft durch den zentralen Vernässungsbereich. Das Ochsenmoor ist vollständig Teil des Europäischen Vogelschutzgebietes V 39 "Dümmer" sowie des FFH-Gebietes "Dümmer".

Das Ochsenmoor kann gut mit dem Rad erkundet werden.  
Das Ochsenmoor kann gut mit dem Rad erkundet werden.

Zuständig für das Naturschutzgebiet ist der Landkreis Diepholz als untere Naturschutzbehörde.

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Die trockeneren Bereiche im Ochsenmoor werden beweidet.  
Die trockeneren Bereiche im Ochsenmoor werden beweidet.
Die Diepholzer Moorschnucken pflegen die Flächen im Ochsenmoor.  
Die Diepholzer Moorschnucken pflegen die Flächen im Ochsenmoor.
Der Schäferhof liegt einsam in der Weite des Ochsenmoores.  
Der Schäferhof liegt einsam in der Weite des Ochsenmoores.
Im Uferbereich der Hunte gedeiht das Pfeilkraut.  
Im Uferbereich der Hunte gedeiht das Pfeilkraut.
Die Besonderheiten im Ochsenmoor lassen sich gut von den Wanderwegen aus erleben.  
Die Besonderheiten im Ochsenmoor lassen sich gut von den Wanderwegen aus erleben.
Die Wiesen im Ochsenmoor sind im Winter flach mit Wasser überstaut.  
Die Wiesen im Ochsenmoor sind im Winter flach mit Wasser überstaut.
Der Beobachtungsturm im Ochsenmoor bietet einen guten Überblick über die Niederung.  
Der Beobachtungsturm im Ochsenmoor bietet einen guten Überblick über die Niederung.
Schäfer Pfaffel pflegt mit seinen Diepholzer Moorschnucken die Wiesen und Weiden im Ochsenmoor.  
Schäfer Pfaffel pflegt mit seinen Diepholzer Moorschnucken die Wiesen und Weiden im Ochsenmoor.
Im Spätherbst sieht man häufig Kraniche über die Dümmerniederung ziehen.  
Im Spätherbst sieht man häufig Kraniche auf ihrem langen Weg in den Süden über die Dümmerniederung ziehen.
Einzelne Kopfweiden gehören zu den wenigen verbliebenen Gehölzen im Ochsenmoor.  
Einzelne Kopfweiden gehören zu den wenigen verbliebenen Gehölzen im Ochsenmoor.
Die Hunte kurz vor ihrer Mündung in den Dümmer.  
Die Hunte kurz vor ihrer Mündung in den Dümmer.
Die Hunte schlängelt sich behäbig durch die Niederung.  
Die Hunte schlängelt sich behäbig durch die Niederung.
Radfahrer und Wanderer gelangen über die Huntebrücke ins Ochsenmoor.  
Radfahrer und Wanderer gelangen über die Huntebrücke ins Ochsenmoor.
Heu wird im Ochsenmoor zum Schutz der Brutvögel in der Regel erst ab Mitte Juni gemacht.  
Heu wird im Ochsenmoor zum Schutz der Brutvögel in der Regel erst ab Mitte Juni gemacht.
Im Mai färbt der Scharfe Hahnenfuß viele Wiesen gelb.  
Im Mai färbt der Scharfe Hahnenfuß viele Wiesen gelb.
Im Ochsenmoor finden die Graugänse ungestörte Futterflächen.  
Im Ochsenmoor finden die Graugänse ungestörte Futterflächen.
Zahlreiche Graugänse ziehen in den Wiedervernässungsflächen ihre Jungen auf.  
Zahlreiche Graugänse ziehen in den Wiedervernässungsflächen ihre Jungen auf.
Galloways auf der Weide  
Galloways auf der Weide
Abendstimmung im Ochsenmoor  
Abendstimmung im Ochsenmoor

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Verbindlich sind für alle Schutzgebiete die im Amts- bzw. Ministerialblatt veröffentlichten Verordnungen bzw. Karten.

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Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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