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Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Gronauer Masch"

(NSG HA 093)


Verordnung über das Naturschutzgebiet "Gronauer Masch" in der Stadt Gronau, Samtgemeinde Gronau, Landkreis Hildesheim, vom 28. Januar 1986, geändert am 16.05.1990

Aufgrund der §§ 24, 29 und 30 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes vom 20. März 1981 (Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt, Seite 31 ) geändert durch Artikel 26 des Gesetzes zur Bereinigung des Niedersächsischen Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechts vom 05. Dezember 1983 (Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt, Seite 281) wird verordnet:

§ 1 Naturschutzgebiet

(1) Das in Absatz 3 näher bezeichnete Gebiet in der Gemarkung Gronau, Stadt Gronau/Leine, Samtgemeinde Gronau, Landkreis Hildesheim, wird zum Naturschutzgebiet "Gronauer Masch" erklärt.

(2) Das Naturschutzgebiet liegt in der Leineniederung etwa 1 km nördlich der Stadt Gronau, ca. 1 km südwestlich der Ortschaft Betheln am Eddinghausener Bach.

(3) Die Abgrenzung des Naturschutzgebietes ergibt sich aus der mitveröffentlichten Karte, die Bestandteil dieser Verordnung ist. Die Grenze ist dort durch eine Punktreihe dargestellt. Sie verläuft auf der Linie, die die Punktreihe von außen berührt.

(4) Das Naturschutzgebiet ist ca.32 ha groß.

§ 2 Schutzzweck

(1) Das Naturschutzgebiet liegt in einem ehemaligen Tonabbaugebiet mit aufgelassenen Klärteichen im Auelehm der Leineniederung. Es ist durch ein vielfältiges Nebeneinander unterschiedlicher Lebensräume gekennzeichnet, z. B. Fließgewässer und Teiche, Schilfzonen und Verlandungsbereiche, Feuchtwiesen und Grünländereien. Diese bieten Lebensraum und Rückzugsgebiet für zahlreiche bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Neben der Funktion als Inselbiotop inmitten der landwirtschaftlich intensiv genutzten Umgebung stellt es einen bedeutenden Rast- und Überwinterungsbiotop für Wasservögel dar. Dieser Lebensraum mit seinen unterschiedlichen Teilbereichen soll erhalten, gepflegt und entwickelt werden.

(2) Ebenfalls soll die besondere Eigenart und hervorragende Schönheit des Landschafsbildes, vor allem geprägt durch den Charakter eines Feuchtgebietes der Leineniederung, erhalten, gepflegt und entwickelt werden.

§ 3 Verbote

(1) Nach § 24 Abs. 2 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes sind im Naturschutzgebiet alle Handlungen verboten, die das Naturschutzgebiet oder einzelne seiner Bestandteile zerstören, beschädigen oder verändern. Das Naturschutzgebiet darf außerhalb der Wege nicht betreten werden.

(2) Außerdem sind folgende Handlungen verboten, die das Naturschutzgebiet oder einzelne seiner Bestandteile gefährden oder zerstören können:

a) das Überfliegen des Naturschutzgebietes mit Modellflugzeugen;

b) das freie Laufenlassen von Hunden;

c) das Befahren der Wasserflächen mit Modellbooten.

§ 4 Freistellungen

Abweichend von den Verboten dieser Verordnung sind zugelassen und bedürfen keiner naturschutzrechtlichen Genehmigung:

a) die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung der Acker- und Grünlandflächen;

b) das Betreten und Befahren des Geländes durch Eigentümer und Nutzungsberechtigte;

c) die Entnahme von Nadelgehölzen und hiebreifer Pappeln in der Zeit vom 1. Okt. bis 28. Februar eines jeden Jahres;

d) Maßnahmen zur Erfüllung einer gesetzlichen Unterhaltungspflicht und zur Instandhaltung des Weges;

e) Maßnahmen zur Instandhaltung der vorhandenen Freileitung;

f) Maßnahmen zum Schutz, zur Erhaltung, Pflege und Entwicklung des Naturschutzgebietes und seiner landschaftlichen Eigenart im Einvernehmen mit der oberen Naturschutzbehörde.

§ 5 Befreiungen

Die Bezirksregierung Hannover kann von den Verboten dieser Verordnung nach Maßgabe des § 53 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes auf Antrag Befreiung gewähren.

§ 6 Ordnungswidrigkeiten

Wer den Verboten dieser Verordnung zuwiderhandelt, begeht gem. § 64 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes eine Ordnungswidrigkeit.

§ 7 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach der Bekanntmachung im Amtsblatt für den Regierungsbezirk Hannover in Kraft.

Hannover, den 28. Januar 1986

Bezirksregierung Hannover

507-22222 HA 93

Im Auftrage

Meyer

(Abteilungsdirektor)

Abl. RBHan. 1990/Nr.12 (Seite 370)

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Verbindlich sind für alle Schutzgebiete die im Amtsblatt veröffentlichten Verordnungen bzw. Karten.

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Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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