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Zur unterschiedlichen Pflege v. Rasen- u. Wiesenflächen in Siedlungen - Bedeutung f. d. Naturschutz

Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen


Heft 2/86, 28 S., vergriffen
von Eugen Berg

Inhalt
1 Begriffserklärungen
2 Gesetzliche Grundlagen
3 Ziele des Naturschutzes in Siedlungsgebieten
4 Rasen- und Wiesenvegetation in Siedlungsgebieten
4.1 Tritt- und Flutrasen
4.2 Scherrasen
4.3 Trockenrasen
4.4 Wiesen
4.5 Säume
5 Zusammenfassender Überblick
6 Literaturübersicht

5 Zusammenfassender Überblick
Ziel einer differenzierten Pflege von Grünflächen ist die Erhaltung und Vermehrung unterschiedlich nutzbarer und erlebbarer Freiräume mit einer möglichst vielfältigen Flora und Fauna aus wildlebenden Arten. Je nach der Lage, dem Freiraumangebot, der Größe der Grünflächen und den natürlichen Standortbedingungen ist die Pflege im einzelnen festzulegen und dem jährlichen Witterungsverlauf anzupassen. Dies setzt einen Pflegeplan voraus, der eine kontinuierliche Unterhaltung der Flächen zur Folge hat und ein ,,Ausreifen" der Pflanzengesellschaften ermöglicht. Nutzung und Pflege, nicht die Planung, stellen dann die Freiräume her.

In der lnformationsschrift werden Rasen, Wiesen und Säume vegetationskundlich beschrieben, die jeweils bedingenden Standortfaktoren und Nutzungseinflüsse aufgezeigt sowie die notwendigen Pflegemaßnahmen dargestellt. Es wird auf Pflanzengesellschaften hingewiesen:
- die nicht regelmäßig gemäht werden sollten (Säume, Hochstaudenfluren, Flutrasen)
- die nur ein- bis zweimal im Jahr geschnitten werden sollten (Trockenrasen, Trittrasen)
- die als ,,Langschnittflächen" zwei- bis dreimal im Jahr gemäht und geheut werden sollten (Wiesen)
- die als ,,Mittelschnittflächen" vier- bis zehnmal im Jahr geschlegelt werden sollten (durchgewachsene Rasen)
- und die als ,,Kurzschnittflächen" mehr als zehnmal im Jahr gemäht werden (Scherrasen).

Eine einheitliche, möglicherweise kostengünstigere Unterhaltung wird im Gegensatz dazu weder den Freiraumansprüchen der Bewohner noch den Zielen des Naturschutzes gerecht. Deswegen können Kostengesichtspunkte - die meist zur Extensivierung der Pflege mit Mulchmähern führen - nicht ausschlaggebend sein.

Die Erfahrungen zeigen, dass eine differenzierte, extensive Pflege (Mahd, Mähgutabfuhr, ständige Müllbeseitigung usw.) zur Zeit nicht weniger Kosten verursacht als eine intensive Rasenpflege.

Lediglich das drei- bis fünfmalige Schlegeln von Flächen ohne Mähgutabfuhr ist mit den derzeitig zur Verfügung stehenden Maschinen sehr viel preiswerter. Dieses Verfahren entspricht aber nur im geringen Umfang den Zielen des Naturschutzes, wenn es neben der intensiven Rasenpflege allein angewandt wird.

Pflege Rasen &  Wiesen  
Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Naturschutzinformation

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover
Tel: +49 (0)511 / 3034-3305
Fax: +49 (0)511 / 3034-3501

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