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FFH-Gebiet 010 Lengener Meer, Stapeler Moor, Baasenmeers-Moor

EU-Nr.: DE-2613-301


Das FFH-Gebiet „Lengener Meer, Stapeler Moor, Baasenmeers-Moor“ liegt zwischen Westerstede im Südosten und Wiesmoor im Nordwesten und umfasst durch Torfabbau und Entwässerung überprägte Hochmoorbiotope im Naturraum Ostfriesische Zentralmoore. Die einst ausgedehnten Moore der Oldenburger Geest, die sich begünstigt durch hohe Niederschläge, steigenden Meeresspiegel und stauende Geschiebelehme im Untergrund entwickeln konnten, sind heute durch Kultivierung bis auf wenige Restflächen verschwunden. Dem FFH-Gebiet, in welchem vergleichsweise große und zusammenhängende Moorflächen liegen, kommt daher eine hohe Bedeutung für den Schutz und Erhalt charakteristischer Lebensgemeinschaften zu.

Im nördlichen Gebietsteil liegt das Lengener Meer, ein natürlich entstandener Moorsee, welcher von degradierten, renaturierungsfähigen Hochmoorflächen umgeben ist. Im Gegensatz zu den restlichen Flächen im Gebiet unterlagen diese nie einem industriellen Torfabbau, weisen also „nur“ durch Entwässerung veränderte Torfschichten auf. Kleinflächig finden sich hier auch nasse Torfmoor-Schlenken, Übergangs- und Schwingrasenmoore sowie vereinzelt die Bulten- und Schlenkenkomplexe lebender Hochmoore, in welchen hochmoortypische Pflanzenarten wie verschiedene Torfmoose, Rosmarinheide und Moosbeere vermehrt vorkommen.

Südlich und östlich des Lengener Meers schließen sich die durch zahlreiche Torfstiche gegliederten Flächen des Stapeler und Spolsener Moors an, welche ebenfalls großflächig dem Lebensraumtyp der renaturierungsfähigen, degradierten Hochmoore entsprechen. Diese finden sich auch in dem östlich gelegenen, durch Acker- und Grünlandflächen vom Stapeler Moor getrennten Restflächen des Herrenmoors, eines Teils des Baasenmeers Moors. Vereinzelt sind auf den degradierten Hochmoortorfen strukturreiche Moorwälder aufgewachsen. Einige der mittlerweile wassergefüllten Torfstiche sind, ebenso wie das große Lengener Meer, dystrophe, das heißt nährstoffarme, durch Huminsäuren bräunlich gefärbte Stillgewässer. Durch das Nebeneinander von Stillgewässern und trockeneren bis nassen Moorbiotopen finden im Gebiet verschiedene Tierarten geeignete Lebensräume. Hierzu gehören auch der Moorfrosch und die Schlingnatter.

Lengener Meer - LRT 3160 - Dystrophes Stillgewässer   Bildrechte: J. Brand
Lengener Meer - LRT 3160 - Dystrophes Stillgewässer
Torfstichgewässer - LRT 3160 - Dystrophes Stillgewässer   Bildrechte: J. Brand
Torfstichgewässer - LRT 3160 - Dystrophes Stillgewässer
Wiedervernässung im Stapeler Moor - LRT 7120 - Renaturierungsfähiges, degradiertes Hochmoor   Bildrechte: H.-J. Zietz
Wiedervernässung im Stapeler Moor - LRT 7120 - Renaturierungsfähiges, degradiertes Hochmoor
Fruchtendes Wollgras im Stapeler Moor   Bildrechte: H.-J. Zietz
Fruchtendes Wollgras im Stapeler Moor
LRT 7150 - Torfmoor-Schlenken mit Schnabelried-Gesellschaften   Bildrechte: J. Brand
LRT 7150 - Torfmoor-Schlenken mit Schnabelried-Gesellschaften
LRT 91D0 - Moorwald   Bildrechte: J. Brand
LRT 91D0 - Moorwald
ffh010  

Sicherung des Gebietes

Das Gebiet ist durch folgende Schutzgebiete gesichert:

Erhaltungsziele des Gebietes

Management des Gebietes

Allgemeine Hinweise zum Management im Gebiet vorkommender Lebensraumtypen und Arten

(Die Hinweise sind tw. aktualisierungsbedürftig, der Stand ist jeweils angegeben. Einige Hinweise werden zurzeit überarbeitet.)

 

Gebietsspezifische Maßnahmenblätter, Maßnahmen-/Managementpläne

(Steht eine Einbindung der betroffenen Flächeneigentümer zu den konzipierten Maßnahmen noch an, ist die konzipierte Maßnahme als vorläufig zu betrachten und entsprechend gekennzeichnet.)
Natura 2000 Bildrechte: Europäische Union
Weitere Infos zu den FFH-Gebieten

Einige Infos sind nur für einen Teil der FFH-Gebiete relevant.

Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover

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