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Monitoring

Effizienzkontrolle biotische Faktoren
Die meisten biotischen Faktoren wurden vor Projektbeginn im Zuge der Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplans flächendeckend erfasst. Hierzu zählen z.B. die Biotop- und Lebensraumtypen sowie Erfassungen von Libellen, Kriechtieren, Tag- und Nachtfaltern. Die Einrichtung von Dauerbeobachtungsflächen (für vegetationskundliche Aspekte), Transekte (z.B. Vögel) und Probeflächen (z.B. Tagfalter) für die einzelnen Untersuchungsobjekte sind vorgesehen. Aufgrund der Dauer des Projektes und der Umsetzung der Maßnahmen zum Projektende werden viele Veränderungen innerhalb der Projektlaufzeit noch nicht zu dokumentieren sein. Dies soll aus anderen Finanzquellen nach Abschluss des Projektes erfolgen und im After-LIFE Conservation Plan genauer beschrieben werden. Dennoch werden bereits nach Beginn der ersten Maßnahmen fortlaufende Kontrollen die Wirkungen der Maßnahmen untersuchen.

Effizienzkontrolle Wasserstände und Beweissicherung
Schon mit Beginn des Vorgängerprojektes sind Grundwasserbrunnen und Gewässerpegel im Bereich des Projektgebietes installiert worden und in Betrieb gegangen. Sie dienen der Dokumentation der Wasserganglinien in Hinblick auf die angestrebte Vernässung der Moore und ihrer Randbereiche und andererseits als Beweissicherung für Flächen außerhalb des Projektgebietes. Die Auswertung der Gewässerpegel soll dokumentieren, dass sich die erhöhten Wasserstände in den Mooren nicht negativ auf umliegende Nutzflächen und rechtmäßige Nutzungen außerhalb des Projektgebietes auswirken. Die Messungen finden dauerhaft bis zum Abschluss des Projektes aus Projektmitteln statt, müssen aber voraussichtlich darüber hinaus verlängert werden. Derzeit werden über 120 Messstellen und eine Klimastation betrieben.
Derzeitiges Messstellennetz  
Derzeitiges Messstellennetz (Grundwassermessstellen, Lattenpegel und Klimastation) (Quelle: Ingenieurgesellschaft Heidt und Peters GmbH, Bericht Beweissicherung „Hannoversche Moorgeest“ 2012)
Analyse der sozioökonomischen Auswirkungen
Für das Projektgebiet liegt eine sozioökonomische Studie vor, welche die voraussichtlichen Auswirkungen des Projekts auf die lokale Wirtschaft und Bevölkerung ermittelt hat. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie sollen dabei im letzten Projektjahr auf der Basis der tatsächlich durchgeführten Projektmaßnahmen überprüft und aktualisiert werden. Im Fokus werden die Auswirkungen auf Land- und Forstwirtschaft, Erholung- und Fremdenverkehr sowie auf bürgerliches Engagement und Ehrenamt stehen. Die Analyse wird durch ein externes Gutachterbüro erstellt. Auf der Grundlage von Befragungen und Datenermittlungen werden die Ergebnisse beschrieben und bewertet. Durch die Analyse soll verdeutlicht werden, welche sozioökonomischen Auswirkungen mit dem Projekt verbunden sind. Dies soll zur Akzeptanzförderung und zum Nachweis eines effektiven Einsatzes von Haushaltsmitteln beitragen.
Landwirtschaftliche Nutzung im Randbereich der Moore  
Landwirtschaftliche Nutzung im Randbereich der Moore (Foto: C. Stahl)
Analyse der Auswirkungen auf die Ökosystemfunktionen
Die Auswirkungen des Projektes auf die Wiederherstellung der Ökosystemfunktionen und Ökosystemdienstleistungen im Projektgebiet sollen auf der Grundlage vorliegender Daten und Ergebnisse anderer Gutachten und Pläne zusammengestellt, z.T. modellhaft aktualisiert, berechnet sowie bewertet werden. Die Auswirkungen des Projektes auf nachfolgende Ökosystemfunktionen bzw. -dienstleistungen werden betrachtet:
  • Wasserhaushalt (Wasserspeicherung)
  • Klimaschutz (Kohlenstoffspeicherung)
  • Nährstoffhaushalt (z.B. Stickstoff- und Phosphat-Speicherung)
  • Bodenschutz
  • Lebensraumfunktion für Tier- und Pflanzenarten und ihre Lebensgemeinschaften
  • Prozessschutz (Wildnisgebiete, eigendynamische Entwicklung).
Die Erstellung der Analyse erfolgt im letzten Projektjahr durch ein externes Gutachterbüro in Zusammenarbeit mit der Projektleitung. Durch die Analyse soll verdeutlicht werden, in welchem Umfang das Projekt zur Sicherung der Ökosystemfunktionen beiträgt und Ökosystemdienstleistungen für die Gesellschaft erbringt. Dies trägt zur Akzeptanzförderung und zum Nachweis eines effektiven Einsatzes von Haushaltsmitteln bei.
Otternhagener Moor  
Spätestens zum Abschluss des Projektes muss im Rahmen des Monitorings geprüft werden, ob die durchgeführten Maßnahmen zum gewünschten Ergebnis geführt haben (Otternhagener Moor) (Foto: J. Fahning)
Moorgeest

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Susanne Brosch

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Betriebsstelle Hannover-Hildesheim
- Projektleitung Life+ Moorgeest
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover
Tel: +49 (0)511 / 3034-3115

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