NLWKN klar

Rheiderland: Bauen für die Uferschnepfe

Auf Bundesflächen entstehen Stauanlagen/ Gräben werden instandgesetzt/ Pressemitteilung vom 27. Juli 2017


Oldenburg/ Bunde - Das LIFE+ Projekt „Wiesenvogelschutz in Niedersachsen" geht im Rheiderland in eine weitere Runde: Ab Anfang August wird die Firma Lauts aus Bunde auf bundeseigenen Flächen im Bereich Bunderhammrich/ Marienchor unterschiedliche Maßnahmen durchführen, um den Lebensraum für Wiesenvögel wie die Uferschnepfe und den Wachtelkönig zu optimieren. „In dem 23 Hektar großen Gebiet entstehen zwei Windwasserpumpen und verschiedene Stauanlagen. Ferner wird das vorhandene Graben- und Grüppensystrem aufgereinigt und wieder instandgesetzt", beschreibt Projektleiter Martin Wendeburg vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) die anstehenden Arbeiten.Ziel ist eine optimierte Wasserstandsführung, die einerseits die Brut- und Nahrungshabitate der der Wiesenvögel verbessert, andererseits aber auch die notwendige Grünlandbewirtschaftung unterstützt und die dafür nötige Entwässerung nach der Brutzeit sichert.

Im nördlichen Rheiderland existiert derzeit noch ein Brutbestand von 78 Uferschnepfen, deren Bruterfolg jedoch verbessert werden soll, darauf zielen diese Maßnahmen insbesondere ab", ergänzt Wendeburg.

„Niedersachsen ist das deutsche Wiesenvogelland. Hier brüten zwei Drittel aller Uferschnepfen und etwa die Hälfte der Großen Brachvögel und Rotschenkel. Daher tragen wir eine besondere Verantwortung beim Wiesenvogelschutz", betont Umweltminister Stefan Wenzel. Neben dem Rheiderland gehören weitere Flächen am ostfriesischen Festland, auf Borkum und Langeoog, an der Wurster Küste, in der Wesermarsch, an der Elbe, in der Hunteniederung und am Dümmer sowie an der Süd- und Mittelradde zur Förderkulisse.

Das Ende 2011 genehmigte Vorhaben sieht Investitionen von 22,3 Millionen Euro in neun Jahren vor und ist somit das größte LIFE+ Projekt der EU in Deutschland. Weitere Maßnahmen wurden bereits in der Hunteniederung, an der Unterelbe, auf Borkum und in der Fehntjer Tief Niederung umgesetzt.

Nähere Informationen finden Interessierte im Internet unter: www.wiesenvoegel-life.de

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Artikel-Informationen

27.07.2017

Ansprechpartner/in:
Achim Stolz

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Pressesprecher
Am Sportplatz 23
D-26506 Norden
Tel: +49 (0)4931/947-228
Fax: +49 (0)4931/947-222

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