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Hadelner Kanalschleuse Otterndorf

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Auf dieser Seite möchten wir Sie fortlaufend über den aktuellen Fortschritt auf der Baustelle informieren. Detaillierte Informationen zu den Hintergründen liefert der Begleitflyer zur derzeit größten Küstenschutzbaumaßnahme des Landes Niedersachsen. Beachten Sie auch den Ergänzungsflyer zum Stand und den geplanten Arbeiten 2020.
Fragen zur Baukonstruktion konnten Projektleiter Andreas Kosch und sein Team direkt auf dem Boden der Schleuse beantworten. Bildrechte: NLWKN
Fragen zur Baukonstruktion konnten Projektleiter Andreas Kosch und sein Team direkt auf dem Boden der Schleuse beantworten.

Juli 2021: Umweltminister Olaf Lies und NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer zu Besuch auf der Baustelle

Hoher Besuch am Hadelner Kanal: Im Zuge seiner Sommerreise machte der niedersächsische Bau- und Umweltminister Olaf Lies auch auf der Schleusenbaustelle in Otterndorf Station. Zusammen mit NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer informierte er sich über den aktuellen Baufortschritt.

Nachdem in der benachbarten Seglerhalle anhand von Plänen, Zeichnungen und Luftbildern ein Überblick über die bisherigen Bauleistungen und die noch bevorstehenden Bauphasen gegeben wurde, ging es für die Besucher raus auf die Baustelle. Dabei wurden insbesondere der Leitstand im neuen Betriebsgebäude, die Schleusenkammer und der Deich- und Deichwegebau in Augenschein genommen.

Das Schleusenbauwerk ist seit Ende Juni (38. Betonage) in seiner Betonkubatur fertiggestellt: Die Schleusenwände sind bis zu den Endhöhen (außen NHN +8,65 m, binnen NHN +3,0 m) fertiggestellt. Die Brücke wurde Mitte Juli betoniert. Es folgen jetzt nur noch kleinere Betonagen wie z.B. Treppenläufe im Bereich der Betonquerriegel des Außen- und Mittelhauptes und die Brückenkappen.

Die Stahlwasserbau-Einbauteile des sogenannten Binnen-, Mittel- und Außenhauptes, die später einmal die Hubtore tragen sollen, sowie der Kammer-Revisionsverschlüsse werden derzeit nach und nach montiert. Nach Maßkontrolle (Feinvermessung) dieser Einbauteile – der Einbau ist mit sehr geringen Toleranzen im mm-Bereich erforderlich - erfolgt die Verfüllung mit Zweitbeton.

Daran anschließend erfolgt das Aufstellen der je vier Portalstiele je Haupt (also zwölf insgesamt), dann das Einsetzen der drei Hubtore und danach die Montage des Portalquerriegels. Diese Stahlwasserbauteile werden bereits seit August 2020 in Brake gefertigt und in Kürze über den Landweg zur Baustelle geliefert.

Der Mauerwerks-, Fassaden- und Dachbau des Betriebsgebäudes ist inzwischen abgeschlossen. Innenwände sind verputzt, Estricharbeiten erfolgen derzeit. Die Technische Gebäudeausrüstung TGA (Sanitär, Lüftungsanlage, etc.) ist schon weit fortgeschritten.

Auch der Deich- und Deichwegebau ist außen bis etwa Deichkrone fertiggestellt. Derzeit wird nach Fertigstellung der Brücke der Deich- und Straßenbau im Bereich des Anschlussdeichs auf der Ost- und Westseite der Brücke auf Endniveau (Bestickhöhe) hergestellt.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Minister Lies am Ende seines Besuchs mit dem trotz Corona und der aktuell in der Bauwirtschaft bestehenden Lieferengpässen sehr guten Baufortschritt auf der aktuell größten Küstenschutzbaustelle Niedersachsens.

Zum 75. Geburtstag des Landes und als Symbol für den Klimaschutz werden zu 75 besonderen Anlässen klimaresiliente Bäume verschenkt. Der Minister nahm den Besuch in Otterndorf zum Anlass, um einen der Bäume als Geschenk an NLWKN-Betriebsstellenleiter Martin Kogge zu übergeben.

Impressionen vom Besuch auf der Baustelle.

Minister Lies kam nicht mit leeren Händen nach Otterndorf: An NLWKN-Betriebsstellenleiter Martin Kogge und Projektleiter Andreas Kosch überreichte er als Geschenk einen klimaresilienten Baum.   Bildrechte: NLWKN
Olaf Lies kam nicht mit leeren Händen nach Otterndorf: An NLWKN-Betriebsstellenleiter Martin Kogge und Projektleiter Andreas Kosch überreichte der Minister als Geschenk einen klimaresilienten Baum.
Vor dem Betonquerriegel des Außenhauptes machte die Besuchergruppe für ein Gruppenfoto Station. Im Hintergrund ist die noch eingeschalte Brücke erkennbar.   Bildrechte: NLWKN
Vor dem Betonquerriegel des Außenhauptes machte die Besuchergruppe für ein Gruppenfoto Station. Im Hintergrund ist die noch eingeschalte Brücke erkennbar.
Luftbild: Besichtigung und Fachgespräch in der Schleusenkammer.   Bildrechte: NLWKN
Luftbild: Besichtigung und Fachgespräch in der Schleusenkammer.
Über den Treppenturm ging es für die Besucher hinunter bis tief in die Schleusenkammer.   Bildrechte: NLWKN
Über den Treppenturm ging es für die Besucher hinunter bis tief in die Schleusenkammer.
Im Leitstand wird an einer Visualisierung zur Steuerung der spätere Schleusenbetrieb erläutert.   Bildrechte: NLWKN
Im Leitstand wird an einer Visualisierung zur Steuerung der spätere Schleusenbetrieb erläutert.
Von der Baubehelfsbrücke wird ein erster Blick in die spätere Schleusenkammer geworfen.   Bildrechte: NLWKN
Von der Baubehelfsbrücke aus warfen Minister Lies, Andreas Kosch und Anne Rickmeyer einen Blick in die spätere Schleusenkammer.
Mai 2021: Der Countdown läuft...

Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht: In knapp einem Jahr, so der Plan, werden die ersten Schiffe mit Hilfe der neuen Schleuse in Otterndorf ihren Weg über den Hadelner Kanal in die Nordsee finden können. Während die Arbeiten am Außen- und am Mittelhaupt weitergehen - jenen Elementen der neuen Schleuse also, die später am höchsten über der Anlage in den Otterndorfer Himmel ragen werden - erlaubt eine Computeranimation schon heute einen kleinen Blick in die Zukunft.

Computeranimation der neuen Hadelner Kanalschleuse

Inros Lackner SE

Computeranimation der künftigen Hadelner Kanalschleuse aus der Luft   Bildrechte: Inros Lackner SE
Computeranimation der künftigen Hadelner Kanalschleuse aus der Luft   Bildrechte: Inros Lackner SE
Computeranimation der künftigen Hadelner Kanalschleuse aus der Luft   Bildrechte: Inros Lackner SE
Computeranimation der künftigen Hadelner Kanalschleuse aus der Luft   Bildrechte: Inros Lackner SE
Computeranimation der künftigen Hadelner Kanalschleuse aus der Luft   Bildrechte: NLWKN
Computeranimation der künftigen Hadelner Kanalschleuse aus der Luft
März 2021: Richtfest "light" an der Kanalschleuse

Das haben wir uns anders vorgestellt: Kein Ministerbesuch, kein Richtspruch, aber immerhin ein weithin sichtbarer grüner Kranz zeugt im März 2021 vom guten Fortkommen auf der Großbaustelle Hadelner Kanalschleuse.

Dass die Arbeiten an der neuen Kanalschleuse in Otterndorf gut vorangehen, offenbart schon ein kurzer Blick über das weitläufige Baustellengelände: Der Rohbau für das Betriebsgebäude ist fertiggestellt, der Dachstuhl errichtet. Genau der richtige Zeitpunkt eigentlich, um nach altem Brauch das traditionelle Richtfest für das Großprojekt zu begehen. Eigentlich...

So ganz wollte man in Otterndorf aber dann doch nicht mit den Traditionen brechen. Ein bisschen trotzig schaukelt deshalb der aufgezogene Richtkranz am Dachfirst des Rohbaus.

In der neben dem Betriebsgebäude gelegenen Schleusenkammer entsteht derweil die Schalung und Bewehrung für die Betonquerriegel des Außen- und Mittelhauptes. Ein gutes Jahr Bauzeit liegt noch vor den Küstenschützern: Die Gesamtfertigstellung der neuen Schleuse ist für April 2022 vorgesehen. Dann hoffentlich unter anderen Umständen!

Blick über die Baustelle: links am Dachfirst des noch im Rohbau befindlichen Betriebsgebäudes hängt ein grüner Kranz.   Bildrechte: NLWKN/Kosch
Immerhin etwas Tradition in einer Zeit, in der vieles anders läuft: Seit ein paar Tagen baumelt der Richtkranz am Dach des neuen Betriebsgebäudes in Otterndorf. Auf den Richtspruch des Zimmermanns und andere Rituale musste dagegen verzichtet werden.
Februar 2021: Abbruch des alten Binnenhauptes

Das Binnenhaupt der alten Schleuse wurde 1968 zusammen mit der Schleusenkammer an das Tunnelgewölbe im Deich (von 1854) zur Verbesserung des Schleusenbetriebs binnendeichs angebaut. Bis auf dieses alte Binnenhaupt mit Hubtor und angrenzenden Spundwänden war die restliche alte Schleusenanlage bereits 2019 zurückgebaut worden. Nun ging es mit dem stählernen Koloss auch den letzten sichtbaren Elementen der alten Schleuse in Otterndorf an den Kragen.

Zuerst wurde die Befestigung an den vier Füßen des Portalrahmens gelöst, um diesen mit einem mobilen Auto-Kran anheben und östlich neben der Schleusenkammer abstellen zu können.

Nachdem durch einen Abbruch-Bagger zwei der vier Portalfüße abgetrennt waren, konnte das 17 Tonnen schwere Portal seitlich hingelegt und weiter für den Abtransport mittels LKW-Container vom Bagger zerkleinert werden.

Anschließend wurde das 22 Tonnen schwere Hubtor ebenfalls mittels mobilen Auto-Kran aus der Torführung herausgehoben und über die bauzeitliche Brücke hinweg auch östlich neben der Schleusenkammer abgelegt.

Dort wurde es mit der „Zange“ des Abbruch-Baggers in Längsrichtung für den Abtransport mittig aufgetrennt und auf Container verladen.

Der Abbruch verlief insgesamt sehr reibungslos - die wesentlichen Abbrucharbeiten waren bereits nach zwei Tagen fertiggestellt.


Ein Kran hebt das alte Binnenhaupt in die Luft. Es wird später zerteilt und abtransportiert.   Bildrechte: Kosch/NLWKN
Das alte Hubtor wurde im Rahmen der Arbeiten ebenfalls demontiert, zerkleinert und abtransportiert.
Ein Kran hebt das alte Binnenhaupt in die Luft. Es wird später zerteilt und abtransportiert.   Bildrechte: Kosch/NLWKN
Mit dem alten Binnenhaupt verschwinden die letzten sichtbaren Elemente der ehemaligen Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf.
Ein Kran hebt das alte Binnenhaupt in die Luft. Es wird später zerteilt und abtransportiert.   Bildrechte: Kosch/NLWKN
Mit dem alten Binnenhaupt verschwinden die letzten sichtbaren Elemente der ehemaligen Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf.
Ein Kran hebt das alte Binnenhaupt in die Luft. Es wird später zerteilt und abtransportiert.   Bildrechte: Kosch/NLWKN
Mit dem alten Binnenhaupt verschwinden die letzten sichtbaren Elemente der ehemaligen Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf.

Februar 2021: Die Hadelner Kanalschleuse im Schnee

Abendaufnahme der Baustelle im Schnee links ein Baukran.   Bildrechte: NLWKN/Westermann
Unter einer dünnen Schneeschicht liegt seit einigen Tagen die Baustelle der neuen Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf. Für die Arbeiten erweist sich derzeit aber vor allem der anhaltende Frost als Problem.
Luftbild der Kanalschleusenbaustelle im Winter. Links ein Baukran. Überall liegt Schnee. Die Schleusenkammer und das Betriebsgebäude sind bereits gut zu erkennen.   Bildrechte: ARGE HADELNER KANALSCHLEUSE/Hergen Hincke
Luftbild der Kanalschleusenbaustelle im Winter. Links ein Baukran. Überall liegt Schnee. Die Schleusenkammer und das Betriebsgebäude sind bereits gut zu erkennen.   Bildrechte: ARGE HADELNER KANALSCHLEUSE/Hergen Hincke
Luftbild der Kanalschleusenbaustelle im Winter. Links ein Baukran. Überall liegt Schnee. Die Schleusenkammer und das Betriebsgebäude sind bereits gut zu erkennen.   Bildrechte: ARGE HADELNER KANALSCHLEUSE/Hergen Hincke
Bei dauerhaften Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind Mauerwerks- und Betonarbeiten nicht mehr möglich. Trotz winterlicher Zwangspause liegt das Küstenschutzprojekt weiter im Zeitplan.
Rückblick: Deich- und Deckwerksbau in Otterndorf (April bis September 2020)


In diesem Jahr stand in Otterndorf nicht nur die Schleusenkammer selbst im Fokus: Auch an den Anschlussdeichen wurde intensiv daran gearbeitet, den Sturmflutschutz für das Hadelner Land zu verbessern. In dem zwischen April und September 2020 entstandenen Video ist der Deich-, Deckwerks- und Deichwegebau für die Anschlussdeiche östlich und westlich der neuen Schleuse außendeichs, also von der Deichkrone bis zum elbseitigen Deichfuß, zu sehen (Video: Fa. Appiarius / Hergen Hincke).

Auf dem Video ist der Deich-, Deckwerks- und Deichwegebau für die Anschlussdeiche östlich und westlich der neuen Schleuse außendeichs, d.h. von der Deichkrone bis zum elbseitigen Deichfuss, zu sehen.

Oktober 2020

Auch im Winterhalbjahr stehen die Baugeräte in Otterndorf nicht still: Das Vorhaben ist durch die im Sommer erhöhten Anschlussdeiche und weitere Schutzmaßnahmen im Bereich der Schleusenkammer gegen Sturmfluten abgesichert. Im Rahmen der nun beginnenden fünften Bauphase rücken Arbeiten an der Schleusenkammer und dem künftigen Betriebsgebäude in den Blick.

Im zurückliegenden Sommerhalbjahr ist die neue Schleusenkammer zu weiten Teilen entstanden. Auch die Anschlussdeiche seitlich der Schleuse mit Deckwerk und Treibselräumwegen sind hergestellt worden. Inzwischen kann man trockenen Fußes durch die neue Schleuse gehen!

Luftbild der Baustelle   Bildrechte: ARGE HADELNER KANALSCHLEUSE - LUDWIG FREYTAG u. TAGU / Hergen Hincke
Aus der Luft sind die Veränderungen auf der Otterndorfer Baustelle besonders gut zu erkennen. Über den Winter wird die neue Schleuse weiter nach oben wachsen (Bild: ARGE HADELNER KANALSCHLEUSE - LUDWIG FREYTAG u. TAGU / Hergen Hincke).

Die Baustelle aus der Luft, September 2020

Luftbild: Im Vordergrund erstreckt sich die Baustelle der Hadelner Kanalschleuse.   Bildrechte: NLWKN
Die Baustelle von oben im September 2020.
Luftbild: Im Vordergrund erstreckt sich die Baustelle der Hadelner Kanalschleuse.   Bildrechte: NLWKN
Die Baustelle von oben im September 2020.
Luftbild: Im Vordergrund erstreckt sich die Baustelle der Hadelner Kanalschleuse.   Bildrechte: NLWKN
Die Baustelle von oben im September 2020.
Luftbild: Im Vordergrund erstreckt sich die Baustelle der Hadelner Kanalschleuse - im Hintergrund ist die Elbe zu sehen.   Bildrechte: NLWKN
Die Baustelle von oben im September 2020.

Bauphase 4 (15.04. – 15.09.2020)

Bauphase 4 an der Hadelner Kanalschleuse: auf der Großbaustelle in Otterndorf wurde den Sommer über dabei vor allem viel Beton bewegt. Von den umfangreichen Betonbauarbeiten hat die ARGE Hadelner Kanalschleuse erneut ein paar Videoeindrücke gesammelt.

Was genau ist auf dem Video zu sehen?

Zu Beginn wird die trockene Baugrube vor der Betonage der eigentlichen Bauwerkssohle gezeigt. Seitlich sind die Stahlspundwände zu sehen, die mit Stahlrohren ausgesteift sind: binnen/im flachen Bereich einlagige Aussteifung, im Deichbereich/im hohen Bereich zweilagige Aussteifung.

Unten ist die Unterwasserbetonsohle (1,20 m dick, 1.100 m³ Beton, ohne Bewehrung) zu sehen, aus der nur noch die Ankerköpfe der Tiefgründung (163 Gewi-Pfähle, je 28 m Länge) herausschauen, die später in die Bauwerkssohle einbinden.

Im weiteren Verlauf wird die 1,50 m dicke Stahlbetonsohle der Schleuse hergestellt (insgesamt 1.300 m³ Beton und 170 t Bewehrungsstahl).

Mit einer Betonpumpe wird der Transportbeton in die Baugrube gepumpt, lagenweise eingebaut und mit Rüttelflaschen verdichtet.

Die Oberfläche wird abschließend mit einer Rüttelpatsche abgezogen.

Schließlich werden die 1,50 m dicken Stahlbetonwände der Schleuse (mit Toleranzbeton zwischen Betonwand und Spundwänden tatsächlich sogar bis zu 2,00 m dick) hergestellt (insgesamt 2.900 m³ Beton und 360 t Bewehrungsstahl).

April 2020: Betonieren unter Wasser!

Tauchereinsatz an der Hadelner Kanalschleuse: Nachdem die Gründungspfähle eingebaut worden sind, finden Anfang April die Vorbereitungen für den Einbau der Unterwasserbetonsohle statt. Dabei kommen begleitend auch Taucher im trüben Wasser der Otterndorfer Baugrube zum Einsatz. Nach dem Leerpumpen der Baugrube folgen d die Bewehrungs- und Betonarbeiten für die Schleusenkammersohle und Wände. Ab Mitte April beginnt, nach der Sturmflutsaison, die vierte Bauphase. Dann werden, parallel zu den Arbeiten an der neuen Schleusenkammer, auch die Arbeiten außendeichs wieder aufgenommen. Hier stehen die Fertigstellung des neuen Einlaufbereichs der Schleuse, der Deichbau, Deckwerksarbeiten und der Wegebau im Fokus.

Vogelperspektive: Die Baustelle aus der Luft mit der Baugrube, in der noch das Wasser steht.   Bildrechte: LUDWIG FREYTAG GmbH & Co. Kommanditgesellschaft
Vogelperspektive: Die Baustelle aus der Luft mit der Baugrube, in der noch das Wasser steht.   Bildrechte: LUDWIG FREYTAG GmbH & Co. Kommanditgesellschaft
Vogelperspektive: Die Baustelle aus der Luft mit der Baugrube, in der noch das Wasser steht.   Bildrechte: LUDWIG FREYTAG GmbH & Co. Kommanditgesellschaft
Am 02. April wurde der 2. Teil der Unterwasserbeton-Sohle hergestellt - die Betonpumpe ist noch neben der Schleusenkammer zu sehen. Der ertse Teil erfolgte am Vortag.

März 2020: Die Baustelle steht trotz Corona nicht still

Das Corona-Virus hält auch Niedersachsen in Atem. Direkte Auswirkungen auf den Bauablauf hat die Pandemie derzeit allerdings nicht. Sowohl für die Arbeiter auf der Baustelle, als auch für das Büropersonal gelten die vorgeschriebenen Abstandsregeln. Dies lässt sich gegenwärtig auch direkt auf der Baustelle gut umsetzen, da sich bauablaufbedingt vergleichsweise wenige Arbeiter auf dem gesamten Baugelände aufhalten. Für die nach Ostern planmäßig beginnenden Bewehrungs- und Betonarbeiten (mit dann größerem Personaleinsatz) werden momentan entsprechende Regelungen erarbeitet, um die Zahl der direkten Kontakte untereinander möglichst gering zu halten.


Blick in die künftige Schleusenkammer: Die gegenwärtig durchgeführten Vorbereitungsarbeiten für den Einbau der Unterwasserbetonsohle finden zu einem großen Teil unter Wasser statt. Der Krahn lässt hierzu eine Saugpumpe in die Kammer ab.   Bildrechte: NLWKN
Die gegenwärtig durchgeführten Vorbereitungsarbeiten für den Einbau der Unterwasserbetonsohle finden zu einem großen Teil unter Wasser statt. Der Krahn lässt hierzu eine Saugpumpe in die Kammer ab.

Blick in die künftige Schleusenkammer

Blick in die künftige Schleusenkammer.   Bildrechte: Westermann/NLWKN
Blick in die künftige Schleusenkammer.   Bildrechte: NLWKN/Westermann
Blick in die künftige Schleusenkammer.   Bildrechte: Westermann/NLWKN

Januar 2020: Das Fundament der neuen Schleuse nimmt Form an

Nur kurz währte die planmäßige Baupause zum Jahreswechsel – dank des im vergangenen Sommer eingebauten Sturmflutschutzes für die Baustelle kann in Otterndorf, anders als an vielen anderen Küstenschutzbaustellen, bereits im Januar weiter gearbeitet werden. Dabei rückt nun ein ganz wesentlicher Schritt hin zur neuen Schleuse in den Fokus: entstehen in diesem Winterhalbjahr doch die ersten Teile der neuen Schleusenkammer. Dafür wurde die Baugrube in Spundwandbauweise hergestellt. Der Bodenaushub innerhalb dieser Baugrube ist inzwischen erfolgt – ein durchaus kniffliges Unterfangen: Denn zusammen mit dem Baugrubenaushub wurden auch die hölzernen Gründungspfähle des 165 Jahre alten Vorgängerbaus ausgebaut. Der aus statischen Gründen unter Wasser durchgeführte Ausbau war nicht einfach - zumal Holzspundwände vorgefunden wurden, die in den historischen Bestandsunterlagen so nicht verzeichnet waren.

Inzwischen ist eine Arbeitsplattform auf die Spundwände der Baugrube aufgelegt worden. Von hier aus werden seit Wochenbeginn die Gründungspfähle der neuen Schleuse hergestellt. Insgesamt 163 Pfähle mit einer Länge von jeweils rund 28,5 Metern werden dazu in den Boden gebohrt und mit Zementmörtel verpresst. Im Anschluss daran beginnen die Betonarbeiten mit der Betonage der Unterwasserbetonsohle.

  Bildrechte: NLWKN/Kosch & Westermann
Bild: NLWKN/Kosch & Westermann
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Von der bauzeitlichen Behelfsbrücke aus auch für Passanten gut zu sehen: Jenseits der derzeit noch wassergefüllten Baugrube wurde das Bohrgerät auf einer Bohrplattform in Position gebracht. 163 Gründungspfähle werden von hier aus eingebracht. Bild:

Dezember 2019: Die Baustelle im Video-Jahresrückblick!

Jahresendspurt auf der Otterndorfer Baustelle: 2019 wurde am Hadelner Kanal gemeinsam mit den bauausführenden Unternehmen vor Ort viel bewegt. Die zwei für dieses Jahr geplanten Bauphasen konnten dabei in all ihren Teilschritten fristgerecht abgeschlossen werden - die dritte Bauphase ist in vollem Gange. Die Arbeitsgemeinschaft Hadelner Kanalschleuse Ludwig Freytag / Tagu und die ebenfalls am Bau beteiligte Firma Heinz-Hermann Appiarius und Söhne GmbH & Co.KG nahmen das nahende Jahresende zum Anlass, um in den zwei nachfolgenden Videos einen Eindruck von den in diesem Jahr durchgeführten Arbeiten zu geben!

November 2019: Gigant sorgt auf der Baustelle für den richtigen Dreh / dritte Bauphase gestartet

Seit Anfang Oktober gilt sie als „sturmflutfest“ – trotzdem wird auf der Großbaustelle an der Hadelner Kanalschleuse weiter fleißig gearbeitet. Ein weithin sichtbarer Gigant gerät dabei im Zuge der nun begonnenen dritten Bauphase zum wortwörtlichen Dreh- und Angelpunkt: bereits in den vergangenen Wochen wurde auf der Baustelle ein großer Turmdrehkran aufgebaut, der mit fast 35 Metern Höhe und einer Auslegerreichweite von über 50 Metern das gesamte Areal mit Material versorgen kann.

  Bildrechte: Kosch/NLWKN
Zu seinen Füßen soll in den kommenden Monaten die Baugrube für die neue Schleusenkammer entstehen: Der weithin sichtbare Turmdrehkran kann mit seiner großen Auslegerreichweite die gesamte Baustelle versorgen (Bild: Kosch/NLWKN).

Baustelle von oben: Oktober/November 2019

Bei bestem Wetter stieg die Drohne der NLWKN-Vermessung Ende Oktober/Anfang November auf, um einen Überblick über den Stand auf der aktuell größten Küstenschutzbaustelle in Niedersachsen zu ermöglichen. Sofort fällt auf: Hier werden auch im Winter die Baugeräte nicht stillstehen! Gut erkennbar ist auf den Bildern die im Sommer eingerichtete Hochwasserschutzwand, welche die Baustelle während der Sturmflutsaison vor den Kräften des Meeres schützen soll. In ihrem "Schatten" entsteht im Winterhalbjahr im Rahmen der nun anlaufenden 3. Bauphase vor allem die Baugrube für die neue Schleusenkammer.

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Anfang Juli 2019: Kranunfall auf der Baustelle

Schockmoment auf der Baustelle am Hadelner Kanal: Ein schwerer Baukran stürzt im Rahmen von Rammarbeiten um - ein Bauarbeiter kommt mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus, kann dieses aber glücklicherweise schnell wieder verlassen. In den nächsten Tagen wird der Unfall genau untersucht, der Unfallkran auf der Baustelle zerlegt und mit Hilfe eines 350-Tonnen-Autokranes abtransportiert.

  Bildrechte: NLWKN

Die Baustelle von oben: Juli 2019

April 2019: Symbolischer erster Spatenstich mit Umweltminister Olaf Lies

Hoher Besuch in Otterndorf: Im Rahmen eines symbolischen ersten Spatenstichs informierten sich Mitte April der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies und weitere geladene Gäste vor Ort über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte auf der Baustelle. Mit Beginn des Sommerhalbjahres nahm das Küstenschutzgroßprojekt nach den bauvorbereitenden Maßnahmen der ersten Bauphase nun deutlich Fahrt auf: Neben ersten Abbrucharbeiten an den Dalben und Teilen der alten Schleusenanlage von 1854 steht vor allem der Einbau von rückverankerten Spundwänden im Fokus. Sie sollen als Flügelwand der Schleuse sowie als bauzeitlicher Küstenschutz fungieren. Davor ist in der zweiten Bauphase noch der Einbau einer Sickerschürze sowie der Aushub von Rohrleitungsgräben zur Verlegung entsprechender Rohre geplant, um die bauzeitliche Entwässerung fertigzustellen.

April 2019: Erster Spatenstich an der Hadelner Kanalschleuse

  Bildrechte: NLWKN/Lippe
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Der Neubau der landeseigenen Hadelner Kanalschleuse in Otterndorf...

...ist eine dringende Küstenschutzmaßnahme. Dabei wird die alte Kanalschleuse durch ein neues Siel- und Schleusenbauwerk ersetzt und auf das aktuelle Küstenschutzniveau gebracht. Der Schleusenneubau wird von 2018 bis Anfang 2022 durchgeführt. Mit seiner Fertigstellung ist die schiffbare Verbindung zwischen Elbe und Weser über den Hadelner Kanal wiederhergestellt, die Entwässerung des Sietlandes sichergestellt und insbesondere der Küstenschutz auf einem zukunftssicheren Niveau gewährleistet.

Sie möchten sich vor Ort ein eigenes Bild von den Bauarbeiten und den Hintergründen machen?

Die Otterndorf Marketing GmbH bietet in Zusammenarbeit mit dem NLWKN ganzjährig Führungen über die Baustelle am Hadelner Kanal an. Erleben Sie, wie eine alte Schleuse zurückgebaut und stattdessen eine neue Schleuse gebaut wird Begleiten Sie die Bauleiter des NLWKN über ihre Baustelle.

Aufgrund des Corona-Virus finden die Baustellenführungen bis auf Weiteres nicht statt.

Weitere Informationen zu den Führungen finden Sie hier:

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Andreas Kosch

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
NLWKN Betriebsstelle Stade
Harsefelderstrasse 2
D-21680 Stade
Tel: +49 (0)4141 / 601 - 250

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