NLWKN klar

18. Grundwasser-Workshop am 12. Juni 2013 in Cloppenburg

Der Grundwasser-Workshop bietet Fachleuten aus der Wasserwirtschaft und Akteuren des Niedersächsischen Kooperationsmodells Trinkwasserschutz traditionell ein Forum rund um den Trink- und Grundwasserschutz in Niedersachsen. Der 18. Grundwasser-Workshop hatte aber auch einen feierlichen Anlass: 20 Jahre Niedersächsisches Kooperationsmodell. Die Einführung der Wasserentnahmegebühr und die Gründung der ersten Trinkwasserschutzkooperationen nach dem Niedersächsischen Kooperationsmodell erfolgte im Jahr 1993. Heute engagieren sich 150 Wasserversorger und fast 13.000 Landwirte in 74 Trinkwasserschutz-kooperationen gemeinsam mit der Wasserschutzzusatzberatung für die Umsetzung regionaler Schutzkonzepte.

Das 20jährige Jubiläum war ein Anlass, ein wenig zurück-, aber auch nach vorne zu blicken. Themenblock 1 war daher den Erfolgen und Perspektiven des Kooperationsmodells gewidmet. Die Vorträge verdeutlichten dabei die Sicht der unterschiedlichen Akteure:

  • Andreas Löloff, NLWKN: 20 Jahre Kooperationsmodell - Zukunftschancen für den Trinkwasserschutz in Niedersachsen
  • Dr. Franz Antony,Ingenieurdienst Umweltsteuerung: Schutzkonzepte für das Trinkwasser - Bisherige Erfolge und aktueller Handlungsbedarf
  • Georg Thumann, Landwirt, Kooperation Ahausen & Friedrich Hake, Landwirt, Kooperation IG Weser: Akzeptanz für Gewässerschutzberatung und Maßnahmenprogramme bei Intensivierung der Agrarproduktion
  • Andreas Rausch, Stadtwerke Hannover AG: Wasserversorgungsunternehmen als Schutzgebietsmanager und Trinkwasserlieferanten

Themenblock 2 diente dem Blick über den Tellerrand. Hier wurde über neue Herausforderungen für das Kooperationsmodell, aber auch für den Gewässerschutz insgesamt gesprochen. Veränderte Agrarmärkte und die Anforderungen seitens des Klimaschutzes an die Landwirtschaft lassen die zu bewältigenden Aufgaben weiter wachsen:

  • Hilmar Gerdes, Landwirtschaftskammer: Neue Herausforderungen an eine nachhaltige Landwirtschaft aufgrund veränderter Agrarmärkte
  • Karin Reiter, Thünen-Institut für Ländliche Räume: Wasserschutzmaßnahmen im Rahmen von PROFIL - Stand und Ausblick der EU-Agrarumweltprogramme
  • Dr. Annette Freibauer, Thünen-Institut für Agrarklimaschutz: Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft - Möglichkeiten zur Emissionsminderung und deren Nutzen für weitere Umweltbelange

Zum Abschluss des 18. Grundwasser-Workshops erörterten in Themenblock 3 Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Perspektiven beim landwirtschaftlichen Grundwasserschutz und die Anforderungen, denen sich die Akteure des Niedersächsischen Kooperationsmodells in den nächsten Jahren stellen müssen.

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch Poster und andere Ausstellungsbeiträge zu aktuellen Themen.


Grundwasser-Workshop 2013
Grundwasser-Workshop 2013
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