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Erfolgreicher Projektabschluss


Am 23.06.2009 fand die deutsche Abschlussveranstaltung in Hannover statt.

In der dreijährigen Projektlaufzeit des WAgriCo-Projektes (Herbst 2005 bis Ende 2008) erfolgte die Erarbeitung und Bereitstellung von Konzepten und Programmvorschlägen zur Minderung diffuser Stickstoffeinträge in das Grundwasser. Der NLWKN hatte hierbei die Rolle der Gesamt-Koordination, als auch die fachliche Betreuung der drei für Niedersachsen repräsentativen Pilotgebiete inne. Auf englischer Seite übernimmt die Gesamt-Koordination UKWIR. Der Verbund von jeweils fünf englischen und deutschen Partnern ermöglichte einen Austausch von der fachlichen über die wissenschaftliche bis zur politischen Ebene. Der Abschlussbericht wurde im Dezember 2008 an die EU-Kommission gesandt und kann hier herunter geladen werden. Eine Auswahl der wichtigsten Anlagen und Dokumente englischer und deutscher Partner ist hier ebenfalls als Download bereit gestellt.

Die wichtigsten Aussagen und Ergebnisse in Kürze:

Vorschlag für ein Maßnahmenprogramm
Die Erarbeitung eines Maßnahmenprogramms ist ein Kernstück der Projektergebnisse, da es den regionalen und allgemeinen Rahmenbedingungen Rechung tragen muss, um gemäß EG-WRRL ab 2010 von den Mitgliedstaaten in den Bewirtschaftungsplänen umgesetzt zu werden. Es beinhaltet:

  • eine Liste mit handlungsorientierten Gewässerschutz-Maßnahmen
  • Erfahrungen mit der ergebnisorientierten Honorierung
  • Empfehlungen zur maßnahmenbegleitenden Beratung
  • ein Konzept für ein landesweites Wirkungsmonitoring

Dieses Maßnahmenprogramm wurde aus dem Projekt heraus in Niedersachsen und UK entwickelt. In Niedersachsen wurde es an das Nds. Umweltministerium übergeben und mit den zuständigen Fachbehörden weiter diskutiert. Die Maßnahmen werden zurzeit unter den gegebenen Rahmenbedingungen der Agrar-Umwelt-Maßnahmen in Niedersachsen (NAU) zur 1:1 Umsetzung in den niedersächsischen Pilotgebieten angeboten.

Minderungsbedarf und Maßnahmenwirkung
Landesweite Aussagen zum Minderungsbedarf der Nitratemission und -immission, sowie den agrar-ökonomischen Analysen konnten auf Grund umfangreicher Modellierungsarbeiten der deutschen Partner vTI, LBEG und FZJ getroffen werden. Die Beratung der beteiligten Landwirte und die erforderlichen Erhebungen der Daten dieser Betriebe war ein Teil der Aufgaben des Partners Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Die wichtigsten Aussagen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Der Handlungsbedarf in den niedersächsischen und englischen Pilotgebieten konnte aufgezeigt werden – wirksame Grundwasserschutz-Maßnahmen sind notwendig.
  • Durch die im Projekt angewandten Modelle können Gebiete mit hohem Maßnahmenbedarf herausgefunden werden, um die begrenzten finanziellen Mittel möglichst effizient einzusetzen.
  • Obwohl die räumlichen Handlungsebenen in Großbritannien kleiner sind als in Niedersachsen, konnten beide Seiten ähnliche Erkenntnisse hinsichtlich des notwendigen Minderungsbedarfs erzielen.
  • Ein entscheidender Faktor für die Erfolgsaussichten eines Maßnahmenprogramms ist die Akzeptanz, die durch frühzeitige Beteiligung der Landwirte erhöht wird. Das Projekt bot den Landwirten daher auch die Gelegenheit in verschiedenen Veranstaltungen ihre Position gegenüber politischen Entscheidungsträgern zu verdeutlichen.
  • Die fachlich qualifizierte Beratung ist entscheidend, sowohl für die Akzeptanz und Wirkung von handlungsorientierten Maßnahmen, als auch für ergebnisorientierte Honorierungsansätze.
  • Maßnahmeneffekte und ihr Kosten-Nutzen-Verhältnis sind durch die Betrachtung verschiedener Szenarien großflächig abschätzbar.

Die schrittweise Erreichung der Umweltziele der EG-WRRL scheint damit zwar grundsätzlich möglich, aber es ist auch erkennbar, dass mancherorts weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um eine Zielerreichung sicherzustellen.

Was heißt eigentlich After LIFE?
Die Strategie für das Leben nach einem EU LIFE-Projekt sieht unter anderem die Verbreitung der Projektergebnisse in verschiedenen Zielgruppen vor. So fasst insbesondere der Laienbericht (Layman-Report) die Projektinhalte in anschaulicher Weise für Nicht-Fachleute und politische Entscheidungsträger zusammen. Die so genannten Kernbotschaften wurden von allen Partnern gemeinsam erarbeitet und bieten einen prägnanten Einblick in die jeweiligen Themengebiete. Wer mehr wissen möchte, kann sich an dem Hinweis auf die entsprechenden Kapitel im Abschlussbericht orientieren.

Außerdem sollen die Projektergebnisse auf internationaler Ebene präsentiert und diskutiert werden. Hierzu sind geplant:

  • eine niedersächsische Veranstaltung mit Projektpartnern, Landwirten und EU-Parlamentariern
  • eine Veranstaltung in Brüssel (niedersächsische Landesvertretung) im letzten Quartal 2009 unter Beteiligung der Generaldirektion Agrar und Umwelt

Ein Leben nach LIFE bedeutet aber insbesondere für Niedersachsen auch die durch Landesmittel finanzierte Projektfortsetzung bis Ende 2009. Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf der Seite "Folgeprojekt WAgriCo2"

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Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Hilke Prange

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
NLWKN Hannover-Hildesheim
Göttinger Chaussee 76
D-30453 Hannover
Tel: +49 (0)511/3034-3003

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