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Vermessung

Wesentlicher Auftrag des Aufgabenbereichs Vermessung ist die Erfassung des Küstenreliefs mit dem Ziel, dessen Veränderungen zu dokumentieren und damit Grundlagen für morphologische Analysen zu schaffen, sowie Eingangsdaten für mathematische Modellierungen von Tide- und Sturmflutwasserständen, Strömungen, Seegang, Morphodynamik und Gewässergüte zu liefern.

Modernste Vermessungs- und Fernerkundungsverfahren wie die luftgestützte Laserscanvermessung in Kombination mit flächenhaften hydrographischen Vermessungen wie Fächerecholotmessungen werden für die Erstellung von hochauflösenden Geländemodellen des Küstenreliefs eingesetzt.

Fächerecholotmessungen mit Nynorderoog und Laserscanbefliegung

(li) Fächerecholotmessungen mit Nynorderoog, (re) Laserscanbefliegung

Luftgestützte Laserscanerfassung der Deichvorländer

Teile der an der niedersächsischen Küste vorhandenen Deichvorländer weisen Abbruchtendenzen auf. Damit besteht die Gefahr, dass sie auf Dauer ihre Funktion als natürliche Fußsicherung des Deiches verlieren. Um solche Vorgänge rechtzeitig erkennen zu können, ist eine regelmäßige Erfassung erforderlich. Im Auftrag der zuständigen Deichverbände entlang der niedersächsischen Küste führt die Forschungsstelle Küste Vermessungen der Deichvorländer mit Hilfe luftgestützter Laserscanverfahren durch.

Die Daten werden als Digitale Geländemodelle aufbereitet und einer vergleichenden morphologischen Analyse mit früheren, z.T. konventionellen Aufnahmen unterzogen.

3D Modell Norderney

3D Modell Norderney

Forschungsprojekt 3D-InSAR WatVor

In einem Gemeinschaftsprojekt mit der WSV (Bundesanstalt für Gewässerkunde und Bundesanstalt für Wasserbau) und der FSK wird das Leistungsvermögen der flugzeuggestützten InSAR-Technik (interferometrisches Radar mit synthetischer Apertur) unter Vergleichsbedingungen mit der ALS-Technik (Airborne Laser Scan) gegenübergestellt und bewertet. Dazu bedarf es entsprechender mehrfrequenter Single- und Repeated-Pass-SAR-Aufnahmen von repräsentativen Nordseeküstenbereichen. Eingesetzt wird zurzeit zu Forschungszwecken bei der DLR verfügbare flugzeuggestützte InSAR-Technik. Projektgebiete sind Wattflächen bei Juist und im Jadebusen.

Das InSAR-Verfahren bietet u. a. aufgrund der Wetterunabhängigkeit sowie der größeren Flächenleistung nennenswerte Vorteile gegenüber den derzeit eingesetzten Verfahren.

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