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Messergebnisse

Landesweite Auswertung


Zurzeit werden in Niedersachsen im Mittel etwa 12,5 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr ( N/ha*a) und 22,3 kg Sulfat/ha*a im Freilandniederschlag gemessen. Die natürliche N-Emission, die im Mittel 1,5 kg N/ha*a beträgt, wird um ein Vielfaches überschritten. Den hohen Stickstoffeinträgen unter Wald (siehe untenstehende Tabelle) stehen nur 5 bis 15 kg N/ha*a als Entzug gegenüber. Das bedeutet, dass im Wald jährlich ein Überschuss aufgebaut wird, der bei Mobilisierung belastend für Grundwasser und Fließgewässer wirken kann (Eutrophierung).

Entwicklung der Stoffeinträge

Abb. 1: Entwicklung der Emission von Schwefel und Stickoxiden im Gebiet der BRD (vor 1989)
Abb. 1: Entwicklung der Emission von Schwefel und Stickoxiden im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland (vor 1989) Daten nach UBA (1992)
Bildrechte: Daten nach UBA (1992)/ Bildarchiv Thorwest

In der nebenstehenden Abbildung 1 ist die Entwicklung der Emission von Schwefel und Stickoxiden im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland dargestellt.
Durch den zunehmenden Verbrauch fossiler Brennstoffe im Laufe der Industrialisierung hat die Emission von Luftschadstoffen seit 1850 bis heute stark zugenommen.
In Europa wird der Säuregehalt in den Niederschlägen im wesentlichen durch Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxide (NOx) beeinflusst. Die Entwicklung der Schwefelemission ist seit 1975 rückläufig. Für die Stickstoffeinträge ist eher eine Stagnation als eine Reduktion feststellbar (Abb.1).

Abb. 2: Jahresfrachten von Sulfat und Stickstoffeinträgen 1985-2000 (Mittelwerte)  
Abb. 2: Jahresfrachten von Sulfat und Stickstoffeinträgen 1985-2000 (Mittelwerte aller GÜN-Freiland- bzw. BDF-L-Messstellen in Niedersachsen)
Bildrechte: NLÖ (seit 01.01.05 NLWKN)/ Bildarchiv Thorwest
Betrachtet man den Jahresmittelwerte der Frachten aller GÜN-Freilandmessstellen von Sulfat- und Stickstoffeinträgen von 1985-2000 (Abb. 2) so erkennt man, dass auch hier seit Beginn der Messungen kein signifikanter Rückgang des Stickstoffeintrages aus Nitrat (NO3) und Ammonium (NH4) nachzuweisen ist. Dagegen reduzierte sich der Sulfateintrag (SO4) im Mittel um knapp 20 kg/ha*a. Seit 1996 stagniert die Abnahme des Sulfateintrages.

Im Mittel ist die Jahresfracht von Sulfat und Stickstoff an den landwirtschaftlichen Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF-L) geringer als auf den GÜN-Freiland-Messstellen. Dies entspricht nicht der Erwartung, da die BDF-L im Gegensatz zu den GÜN-Messstellen Emittenten nahe Standorte sind. Somit liegt die Vermutung nahe, dass für diese Messgrößen ein großräumiger Ausgleich in der Atmosphäre stattfindet.

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Anouchka Jankowski

NLWKN Hannover-Hildesheim
An der Scharlake 39
D-31135 Hildesheim
Tel: +49(0)5121/509-112
Fax: +49(0)5121/509-196

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