NLWKN klar

Belastungsschwerpunkte

Stoffeinträge im Freiland und im Bestand


Entwicklung der mittleren jährlichen Stoffeinträge mit dem Niederschlagswasser
Tab.: Entwicklung der mittleren jährlichen Stoffeinträge mit dem Niederschlagswasser (aller Messstellen); Gegenüberstellung von Freiland- und Bestandsmessstellen, Dimensionen in kg/ha*a bzw. *) kmol/ha*a
Bildrechte: NLWKN bzw. Vorgängerbehörden
Der Datenvergleich zwischen den Messstellen im Freiland und den Messstellen im Wald zeigt die vielfach höhere Belastung des Niederschlagwassers in den Waldstandorten (siehe Tabelle). Die Anreicherung in der Kronentraufe (Blatt- bzw. Nadeloberflächen) ist auf die Filterwirkung der Bäume gegenüber Luftverunreinigungen während niederschlagsfreier Zeiten zurückzuführen. Diese Anreicherung ist für alle Inhaltsstoffe in unterschiedlichem Maße zu verzeichnen.
Belastungsschwerpunkte

Ein deutlicher Belastungsschwerpunkt von Stickstoff-Einträgen befindet sich nach wie vor im südlichen Weser-Ems-Gebiet als Folge der intensiven Viehhaltung, der hier und in den benachbarten Staaten Niederlande und Belgien betrieben wird. Die Einträge im Freiland betrugen hier bis 1990 im Mittel 15 bis über 20 kg N/ha*a. Bis heute haben sich die Einträge geringfügig reduziert. Im Jahre 1999 wurden 14 bis über 18 kg N/ha*a als Summe von Ammonium und Nitrat gemessen. Aber auch in weniger belasteten Gebieten werden noch um die 6 bis 10 kg N/ha*a gemessen.

Abb.: Entwicklung der N-Einträge 1986 - 1999 an den Messstellen Siemen, Riefensbeek, Bad Bentheim  
Abb.: Entwicklung der Stickstoff-Einträge von 1986 bis 1999 an den Meßstellen Siemen (Lüchow), Riefensbeek (Harz) und Bad Bentheim (Weser-Ems)
Bildrechte: Datengrundlage: NLWKN bzw. Vorgängerbehörden
Regional kann die Emission von Ammoniak/Ammonium aus den organischen Rückständen der Intensivviehhaltung als Säurebildner erhebliche Bedeutung haben (siehe Abb.). An der Station Bad Bentheim, ist der Stickstoffeintrag insgesamt höher als in orografisch vergleichbaren Gebieten mit weniger Viehhaltung (Siemen). In diesen Regionen ist der Eintrag von Ammonium-Stickstoff deutlich höher als der von Nitrat-Stickstoff.

Im Vergleich der Stationen Riefensbeek (Harz) und Siemen wird die höhere Belastung der Mittelgebirgsregionen deutlich.

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Anouchka Jankowski

NLWKN Hannover-Hildesheim
An der Scharlake 39
D-31135 Hildesheim
Tel: +49(0)5121/509-112
Fax: +49(0)5121/509-196

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln