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Versauerung des Grundwassers

Der Eintrag von Säurebildnern (Schwefeldioxid, Stickoxide) in der Luft hat zur Versauerung der Niederschläge geführt, die sich auch in den Böden, im Grundwasser und in einigen Quellgewässern bemerkbar macht. Die Versauerung des Grundwassers fördert die Löslichkeit von toxischen Spurenstoffen, insbesondere von Schwermetallen, die natürlicherweise in Böden und Gesteinen festgelegt sind. Auch Aluminium, das zu den häufigsten in der Erdkruste vorkommenden Elementen zählt, wird im sauren Milieu zunehmend gelöst und wirkt dann toxisch auf viele Lebewesen. In der Trinkwasserverordnung ist für Aluminium ein Grenzwert von 0,2 mg/l vorgeschrieben.

Häufigkeitsverteilung der mit Aluminium belasteten GÜN-Messstellen 1995 und 2000  
Häufigkeitsverteilung der mit Aluminium belasteten GÜN-Messstellen 1995 und 2000 (BG=Bestimmungsgrenze)
Bildrechte: NLWK (seit 01.01.05 NLWKN): Datengrundlage; NLÖ (seit 01.01.05 NLWKN): Auswertung
Nach dem GÜN-Messprogramm für Grundwassergüte werden die Grundwasserproben seit 1990 alle fünf Jahre auf Aluminium untersucht. Die nebenstehende Grafik zeigt die Messergebnisse aller Messstellen für die Jahre 1995 und 2000 im Vergleich. 64 dieser Messstellen wurden in beiden Jahren untersucht.

Auffallend ist der hohe Prozentsatz der Aluminiumbelasteten GÜN-Messstellen, an denen der Trinkwassergrenzwert überschritten wird (1995: 13,6%, 2000: 21,4%). Derartig hohe Anteile an Grenzwertüberschreitungen können nur mit der fortschreitenden Versauerung des Grundwassers erklärt werden. Auch die Zunahme der versauerungsbelasteten Messstellen in den fünf Jahren von 1995 bis 2000 deutet auf anthropogene Einflüsse hin.

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Anouchka Jankowski

NLWKN Hannover-Hildesheim
An der Scharlake 39
D-31135 Hildesheim
Tel: +49(0)5121/509-112
Fax: +49(0)5121/509-196

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