NLWKN klar

Kaliumgehalte

Hohe Kaliumkonzentrationen können geogene Ursachen haben, aber auch Indikatoren für Einträge aus der Landwirtschaft sein. Kalium ist in Mineraldüngern enthalten.

Der Kalium-Grenzwert der TrinkwV beträgt 12 mg/l. Allerdings werden geogen verursachte Konzentrationen bis 50 mg/l toleriert.

Als anthropogen unbelastet werden in Porengrundwasserleitern Kaliumkonzentrationen bis 4 mg/l angesehen [SCHLEYER/KERNDORFF 1992]. Aber auch wesenlich höhere Werte können durch natürliche Gegebenheiten verursacht sein, z. B. durch Ablaugung von Salzstöcken (Tiefenversalzung) oder in Küstennähe durch Meerwasserintrusion. Beides ist im niedersächsischen Tiefland nicht selten und muss bei der Bewertung einer Kaliumbelastung berücksichtigt werden.

Gemittelte Kaliumkonzentration an ausgewählten Messstellen des Grundwassergüte-Grundmessnetzes  
Gemittelte Kaliumkonzentration an ausgewählten Messstellen des Grundwassergüte-Grundmessnetzes (Entnahmetiefe bis 25 m); Untersuchungsjahr 2002
Die nebenstehende Karte zeigt die räumliche Lage der 2002 gefundenen Kaliumkonzentrationen. Es heben sich der Südteil des ehemaligen Regierungsbezirks Weser-Ems und der Streifen von Sulingen über Hannover bis östlich Braunschweig als Belastungsschwerpunkte heraus. Damit wird sehr wahrscheinlich, dass auch die hohe Nitratbelastung dieser Gebiete aus landwirtschaftlichen Quellen stammt. In Meeresnähe sowie im Bereich des Weser- und Emsästuars wirkt sich die Küstenversalzung steigernd auf die Kaliumkonzentration aus.

[Das Original der abgebildeten Karte finden Sie auch als Download links in der Infospalte.]

Literatur:

SCHLEYER, R. & H. KERNDORF (1992): Die Grundwasserqualität westdeutscher Trinkwasserressourcen. VCH-Verlagsgesellschaft, Weinheim.

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Anouchka Jankowski

NLWKN Hannover-Hildesheim
An der Scharlake 39
D-31135 Hildesheim
Tel: +49(0)5121/509-112
Fax: +49(0)5121/509-196

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln