Grundwasserbeobachtung auf Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF) | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
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Grundwasserbeobachtung auf Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF)

Die Grundwasserbeschaffenheit wird wesentlich auf dem Weg der Bodenpassage geprägt. Boden und Grundwasser sind von den Stoffflüssen her als ein verbundenes System zu sehen. Für die Interpretation der Grundwasserbeschaffenheit sind Kenntnisse über die Eigenschaften und die Nutzung der bei der Grundwasserneubildung durchflossenen Böden im Einzugsgebiet der Beobachtungsbrunnen unverzichtbar. Ferner besteht großes Interesse an Informationen, ob und ggf. wie sich bestimmte Nutzungen und Nutzungsänderungen in der Grundwasserbeschaffenheit widerspiegeln.

Bis zum Jahr 2000 wurden im Rahmen des Niedersächsischen Bodendauerbeobachtungsprogramm 90 nach Bodenart, Nutzungsart und mutmaßlicher Belastung differenzierte Flächen ausgewiesen, an denen alle Einflüsse aus Nutzung und/oder Belastung beobachtet, Stoffflüsse ermittelt, Zusammenhänge erforscht und die Wirkungen von Schutzmaßnahmen kontrolliert werden sollen. Es sind 20 forstlich genutzte Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF-F) und 70 überwiegend landwirtschaftlich genutzte Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF-L) in Betrieb. Die Federführung des BDF-Programms liegt beim Bodentechnologischen Institut Bremen des Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung (NLfB-BTI).

Den Dienststellen der niedersächsischen Wasserwirtschaftsverwaltung obliegt im Rahmen dieses Programms unter anderem die Grundwasserbeobachtung an Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF). Diese Aufgabe wird durch Einrichtung von Grundwassergütemessstellen und deren regelmäßige Beobachtung, Beprobung und Untersuchung wahrgenommen.

Ziel ist die Ausstattung aller BDF mit Grundwassermessstellen, sofern die Standorte sich als hydrologisch geeignet erweisen. Bislang wurde dies an rund 50 Standorten realisiert.

Der Betrieb der Grundwassermessstellen an BDF obliegt den Betriebsstellen des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Als Bestandteile des GÜN-Grundwassergüte-Grundmessnetzes werden sie nach dem für letzteres geltenden Messprogramm zweimal jährlich beprobt. Der Grundwasserstand wird einmal monatlich kontrolliert. Neben der turnusmäßigen Beobachtung werden von der NLWKN-Betriebsstelle Hannover-Hildesheim Sonderuntersuchungen (z.B. auf Pflanzenschutzmittel) durchgeführt. Die Mess- und Untersuchungsergebnisse werden vom NLWKN gesammelt und halbjährlich oder auf Anfrage an die Betriebsstelle Hannover-Hildesheim übermittelt. Dort werden die Ergebnisse ausgewertet und an das NLFB-BTI weitergeleitet.

Weitere Informationen zum Thema Bodendauerbeobachtungsflächen finden Sie unter den links in der Infospalte aufgeführten Links.

Weitere Informationen zu Bodendauerbeobachtungsflächen:

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Anouchka Jankowski

NLWKN Hannover-Hildesheim
An der Scharlake 39
D-31135 Hildesheim
Tel: +49(0)5121/509-112
Fax: +49(0)5121/509-196

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