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Bestandsaufnahme 2013

Bis Ende 2004 wurde erstmalig für alle Flussgebietseinheiten in Europa eine Bestandsaufnahme zur Situation der Oberflächen- und Grundwasserkörper erarbeitet und im Frühjahr 2005 an die Europäische Kommission übergeben. Die Bestandsaufnahme 2004 gab einen Überblick über die vorliegenden signifikanten Belastungen der Gewässer und deren Auswirkungen wieder. Außerdem wurde eine vorläufige Einschätzung der Zielerreichung nach den Anforderungen der WRRL vorgenommen.

 

In Niedersachsen sind die Berichte zur Bestandsaufnahme für die Flussgebietseinheiten Elbe, Ems, Rhein/Vechte und Weser bzw. auf Basis der Bearbeitungsgebiete bis Ende 2004 für Oberflächengewässer und Grundwasser fertiggestellt worden und lieferten unter anderem wichtige Anhaltspunkte dafür, wie künftig die Überwachungsprogramme für die Gewässer ausgestaltet werden müssen und welche Maßnahmen notwendig sind, um in belasteten Gewässern den "guten Zustand" zu erreichen.

Gemäß Artikel 5 der Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) ist die Bestandsaufnahme spätestens 13 Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie zu überprüfen und zu aktualisieren. In Deutschland sind die rechtlichen Anforderungen in der Oberflächengewässerverordnung (OGewV) und in der Grundwasserverordnung (GrwV) umgesetzt worden. Die Fortschreibung umfasst unter anderem die Überprüfung der Merkmale der Flussgebietseinheit, der Umweltauswirkungen menschlicher Tätigkeiten und der wirtschaftlichen Analyse der Wassernutzung. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse der fortgeschriebenen Bestandsaufnahme und eine Berichterstattung an die Europäische Kommission sind entsprechend der Artikel 14 und 15 der EG-WRRL nicht vorgesehen. Die Aktualisierung der Bestandsaufnahme 2013 diente der Vorbereitung für den zweiten Bewirtschaftungsplan 2015 bis 2021, der zum 22.12.2015 veröffentlicht wurde.

Ein wesentliches Element bei der Aktualisierung der Bestandsaufnahme ist die Überprüfung der Einstufung der Oberflächengewässer als erheblich verändert, künstlich und natürlich. Der Ausweisungsprozess folgt den Vorgaben des Leitfadens zur Identifizierung und Ausweisung von erheblich veränderten und künstlichen Wasserkörpern (CIS-Dokument 2.2) der Europäischen Union und Empfehlungen der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) Auf Basis dieser Empfehlungen fanden die Aktualisierung der Ausweisung und die Bewertung der erheblich veränderten und künstlichen Wasserkörper in Niedersachsen statt. Die beiden Papiere finden Sie rechts im Downloadbereich.

Die nächste Fortschreibung der Bestandsaufnahme erfolgt 2019 für die Aufstellung des dritten Bewirtschaftungsplans 2021 - 2027.

Bestandsaufnahme gemäß WRRL  

Bestandsaufnahme gemäß WRRL

Empfehlung zur Ausweisung HMWB/ AWB im zweiten Bewirtschaftungsplan

 LAWA Empfehlung zur Ausweisung HMWB und AWB
(PDF, 0,57 MB)

Leitfaden zur Identifizierung und Ausweisung von HMWB und AWB Wasserkörpern

 CIS Leitfaden HMWB und AWB
(PDF, 0,56 MB)

 

LAWA Empfehlung HMWB/ AWB

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Petra Heidebroek

NLWKN Betriebsstelle Lüneburg
Adolph-Kolping-Straße 6
D-21337 Lüneburg
Tel: +49 (0) 4131 / 8545-209

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