NLWKN klar

Entnahme von Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal bei Kanal-km 154,218 für das Speicherbecken Geeste

Auslegung der Antrags- und Planunterlagen durch die zuständigen Kommunen im wasserrechtlichen Bewilligungsverfahren


Die Kraftwerksbeteiligungs-OHG der RWE Power AG und der PreussenElektra GmbH (KWB OHG), 49786 Lingen (Ems), hat zuständigkeitshalber beim Geschäftsbereich VI des NLWKN die Bewilligung zur Entnahme von Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal (DEK) bei Kanal-km 154,218 (linkes Ufer) zur Speicherung im Speicherbecken Geeste (SBG) für den Zeitraum der nächsten 30 Jahre beantragt.

Die beantragte Wasserentnahme von maximal 22.960.000 m³/a aus dem DEK dient dazu, ausreichend Wasser im SBG vorzuhalten, um erforderlichenfalls bei Niedrigwasserständen der Ems Wasser aus dem Speicherbecken über den DEK der Ems wieder zuführen zu können. Vor diesem Hintergrund dient das SBG zugleich dem sicheren Betrieb des Kernkraftwerkes Emsland (KKE) sowie des Gaskraftwerkes Emsland (KEM), um bei Niedrigwasser die durch die Verdunstung in den Kühltürmen der Kraftwerke entstehenden Wasserverluste durch Ausspeisung aus dem SBG und Einleitung in den DEK zu ersetzen.

Für den vorstehend näher beschriebenen Zweck verfügt die Antragstellerin auch jetzt schon über eine entsprechende wasserrechtliche Bewilligung, die jedoch nach einer Geltungsdauer von 30 Jahren aufgrund der Bewilligung vom 12.11.1987 in 2017 endet. Für den weiteren Betrieb des KKE und des KEM ist es nach den Angaben der KWB OHG erforderlich, dass auch das Wasserreservoir des SBG wie bisher zur Verfügung steht, wobei allerdings die beantragte maximale Jahresentnahmemenge aus dem DEK auf die Hälfte reduziert wird und zum anderen eine Staffelung der Entnahme von Wasser aus dem DEK in Abhängigkeit vom Abflussgeschehen der Ems geplant ist. Veränderungen am Entnahmebauwerk sind nicht vorgesehen.

Zur näheren Prüfung des Antrags hat die KWB OHG neben den Erläuterungen des Vorhabens, diversen Lageplänen und Zeichnungen auch einen Artenschutzrechtlichen Fachbeitrag, Unterlagen zur FFH-Vorprüfung (FFH-VP) für das FFH-Gebiet "Ems", ein Gewässerökologisches Gutachten (GÖK) zur Prüfung der Vereinbarkeit des Vorhabens mit den Zielen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bzw. mit den Bewirtschaftungszielen nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie eine gutachterliche naturschutzfachliche Bewertung bzgl. Fische und Neunaugen vorgelegt.

Der Antrag mit den dazugehörigen Unterlagen soll in der Zeit vom 27.03.2017 bis zum 26.04.2017 in der Stadt Lingen (Ems) sowie in der Gemeinde Geeste ausgelegt werden. Die dazu vorgesehene Bekanntmachung der Auslegung und der Einwendungsfrist finden Sie in der nebenstehenden Info-Spalte zur Ansicht. Die von den betroffenen Kommunen tatsächlich ortsüblich veranlassten Bekanntmachungen sind zu beachten.

Nähere Einzelheiten des Antrags können Sie auch den nachstehenden Dokumenten entnehmen. Maßgeblich ist jedoch der Inhalt der zur Einsicht in den Kommunen ausgelegten Unterlagen.

Antrag und Erläuterungsbericht

Karten und Pläne

Karte und Zeichnungen des Pumpwerks

Die nachfolgend näher bezeichneten Unterlagen befinden sich lediglich in den Originalunterlagen beim Antragsteller und der wasserrechtlichen Zulassungsbehörde, da diese Unterlagen nach den Angaben der KWB OHG Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse enthalten.

Fachbeiträge und Gutachten

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