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WRRL-Projekt zur mengenmäßigen Entwicklung von vier Grundwasserkörpern

Analyse der Grundwasserstandsentwicklung, ihrer Einflussfaktoren sowie der Auswirkungen auf den mengenmäßigen Zustand von vier Grundwasserkörpern in Niedersachsen

Lage der Projektgebiete  
Lage der Projektgebiete

Hintergrund und Ausgangssituation

Als Ergebnis der Risikoabschätzung im Zusammenhang mit der Aufstellung des Bewirtschaftungsplans 2015 bis 2021 gemäß EG-Wasserrahmenrichtlinie wurde der mengenmäßige Zustand von vier Grundwasserkörpern als „at risk" (gefährdet) eingestuft. ­­­­­­Dabei handelt es sich um die Grundwasserkörper „Wietze Fuhse Lockergestein", „Leine Lockergestein links", „Leda-Jümme Lockergestein links" und „Große Aa". Diese Grundwasserkörper (s. Abb. 1-1.) sind derzeit zwar im guten mengenmäßigen Zustand. Es gibt aber Anhaltspunkte, die eine vertiefte Untersuchung zur künftigen Entwicklung erfordern, damit eine Verschlechterung des Zustands verhindert werden kann.

Entscheidende Kriterien für die Risikobewertung „at risk" waren hierbei in den GWK „Große Aa" und „Leda-Jümme Lockergestein links" beobachtete fallende Grundwasserstände sowie im Bereich der beiden GWK „Wietze Fuhse Lockergestein" und „Leine Lockergestein links" Hinweise auf Abflussveränderungen in einigen Oberflächengewässern mit Hinweisen auf deren temporäres Trockenfallen oder stark verminderte Niedrigwasserführung mit negativen Auswirkungen auf die Gewässerbiozönosen.

Die Ursachen dafür sind vermutlich nicht alleine in der Nutzung des Grundwassers zu finden. Neben den hydraulischen Wechselwirkungen zwischen GWK und Oberflächengewässern müssen neben den Grundwasserentnahmen auch weitere Einflussfaktoren, wie Meliorationsmaßnahmen, Gewässerumbau, Landnutzung und klimatische Veränderungen mit betrachtet und deren Einfluss quantifiziert werden.

Projektziele

Für diese 4 Grundwasserkörper ist ein Projekt mit dem Ziel der „Analyse der Grundwasserstandsentwicklung, ihrer Einflussfaktoren sowie der Auswirkungen auf den mengenmäßigen Zustand" initiiert worden. Um das Systemverständnis zu verbessern, sollen im Projekt verstärkt die hydrologischen und hydraulischen Wechselbeziehungen und -wirkungen zwischen Grundwasserkörpern (GWK) und Oberflächengewässern (OG) untersucht werden. Den Ursachen für lokal festgestellte fallende GW-Stände soll nachgegangen werden.


Projektstruktur

Für das Projekt wurde folgende Projektstruktur gewählt:


Projektstruktur  
Projektstruktur

Projektablauf

Die ersten Ergebnisse des Projektes sollen im Sommer 2018 vorliegen (Das Projekt endet im Dezember 2019).

Temporäre Messstelle am Schleifbach  

Temporäre Messstelle am Schleifbach

Artikel-Informationen

08.02.2018

Ansprechpartner/in:
Stephan Bellin

NLWKN Hannover-Hildesheim
An der Scharlake 39
D-31135 Hildesheim
Tel: +49 5121 509-131
Fax: +49 5121 509-196

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