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Hornisse

Die Hornisse ist nicht nur die größte Faltenwespe, sondern auch das größte heimische Insekt, das Staaten bildet. In Niedersachsen kommt nur eine Art vor. Die Königinnen können bis zu 4 cm groß werden.

Größe, Warnzeichnung und Nachtaktivität der Tiere haben sicher zu der tief sitzenden Furcht mancher Menschen vor diesen ‚Horrorwesen' geführt. Dazu kommt das hartnäckige Gerücht der Giftigkeit der Stiche, obwohl einige hundert Stiche nötig sind um einen Menschen in Lebensgefahr zu bringen. Dies gilt auch für Stiche anderer Wespen. Eine Honigbiene gibt sogar bei einem Stich sowohl mehr Gift von der Menge her ab als auch einen gefährlicheren Cocktail an toxischen Substanzen. Außerdem sind Hornissen ruhiger und berechenbarer im Verhalten als Bienen.


 
Hornissen begutachten neugierig, aber friedlich einen Finger. (Foto: D. Kerstholt)

Der schlechte Ruf dieser Tiere hatte in der Vergangenheit fast zu ihrer Ausrottung geführt. Dazu trug auch die Vernichtung ihrer natürlichen Lebensräume z. B. in Eichen- und Auwäldern und ihrer Nistmöglichkeiten (alte, hohle Bäume) bei. Ein Ausweichen auf Ersatzlebensräume wie Vogelnistkästen, Dachböden und Schuppen war angesichts der Angst, die viele Menschen vor Hornissen haben, nur begrenzt möglich.

Heute ist die Hornisse gesetzlich besonders geschützt.

Durch Aufklärung und ein Netz von lokalen Beratern, die zur Not auch ein Nest umsiedeln können, ist ein friedliches Miteinander von Mensch und Hornisse, Wespe und Co. in Zukunft sicher immer besser möglich.

 
Die Hornisse (Vespa crabro)
Artikel-Informationen

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover

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