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Optimierung des Wasserhaushaltes in Hochmooren der Diepholzer Moorniederung

Klimaschutz durch Moorentwicklung


Der NLWKN - Regionaler Naturschutz - bearbeitet im Zeitraum 01.06.2016 - 31.01.2020 (Bewilligungszeitraum) das aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderte Projekt „Optimierung des Wasserhaushaltes in Hochmooren der Diepholzer Moorniederung“.

Das Projektgebiet mit etwa 2.000 ha Gesamtfläche umfasst drei Naturschutzgebiete in den Landkreisen Diepholz, Nienburg und Osnabrück: das Siedener Moor ( NSG HA 112), das Diepholzer Moor ( NSG HA 148, FFH 429) und das Dievenmoor ( NSG WE 218) sowie angrenzende Bereiche ohne Schutzgebietsstatus.

Karte  

Die drei Moore wurden durch Torfabbau, landwirtschaftliche Nutzung und damit verbundene Entwässerungsmaßnahmen stark geschädigt. Auch nach Umsetzung wasserbaulicher Maßnahmen im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren weisen die Gebiete noch heute deutliche hydrologische Defizite auf. Das noch vorhandene moortypische Lebensraum- und Arteninventar und teils hohe Torfmächtigkeiten bieten ein großes Potential für den Natur- und Klimaschutz.

Im Rahmen des Projektes werden Maßnahmen zur Wiederherstellung moortypischer Wasserstände geplant. Die hierfür benötigten Planungsgrundlagen werden bereitgestellt durch Bestandsaufnahmen zur hydrologischen Situation, zum Zustand des Torfbodens und zur räumlichen Verbreitung von Lebensraumtypen.

Digitale Geländedaten werden eingesetzt, um den Zielzustand für eine effiziente Wiedervernässung zu modellieren. Die begleitenden Untersuchungen und das Maßnahmenkonzept werden mit verschiedenen Akteuren abgestimmt. Flankierend erfolgen Koordinierungs- und Beratungstätigkeiten zum Moor- und Klimaschutz.

Projektgebiet Diepholzer Moorniederung  
Projektgebiet Diepholzer Moorniederung

Naturnahe offene Hochmoorbereiche können dauerhaft nur durch Wasserstände nahe der Geländeoberfläche erhalten werden. Zu trockene Bedingungen begünstigen einen starken Aufwuchs von Gehölzen wie Moorbirke und Faulbaum (s. Foto). Dadurch werden lichtbedürftige moortypische Pflanzenarten wie Torfmoose zurückgedrängt und der Wasserverlust aus dem Moorboden zusätzlich verstärkt.

EFRE  
Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Dr. Jan-Erik Dickopp

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover
Tel: +49 (0)511 / 3034-3159

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