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Naturschutz vor Ort - Die Naturschutzstation Unterelbe

Die Naturschutzstation ist als Außenstelle Bestandteil des Geschäftsbereichs "Regionaler Naturschutz" der Betriebsstelle Lüneburg im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Sie wurde 1993 eingerichtet und arbeitet eng mit den Unteren Naturschutzbehörden zusammen.

Die Einrichtung der Naturschutzstation Unterelbe erfolgte insbesondere aufgrund der folgenden Rahmenbedingungen:

  • Die Großräumigkeit der vorhandenen Naturschutzflächen stellt hohe Anforderungen an eine ortsnahe Betreuung und erfordert ein kontinuierliches Naturschutzmanagement.
  • Ein hoher Anteil an Marschengrünland innerhalb des EU-Vogelschutzgebietes und FFH-Gebietes "Unterelbe" stellt vor dem Hintergrund der Erhaltungsziele vielfältige Anforderungen an eine naturschutzgerechte Bewirtschaftung.

Ihren Sitz hat die Naturschutzstation Unterelbe in Freiburg/Elbe, Alte Hafenstr. 2.

Von hier aus werden die landeseigenen Naturschutzflächen an der Unterelbe in den Landkreisen Stade und Cuxhaven betreut. Dazu gehören:

  • das FFH-Gebiet "Unterelbe" mit einer Fläche von 12.662 ha
  • das Vogelschutzgebiet "Unterelbe" mit einer Fläche von 16.715 ha
  • ca. 2.200 ha Naturschutzflächen der öffentlichen Hand.

Was wir tun

  • Durchführung von Maßnahmen des Naturschutzes
  • Förderung des Vertragsnaturschutzes
  • Förderung von Naturerlebnismöglichkeiten
  • regelmäßige Bestandserfassungen von ausgewählten Tier- und Pflanzenarten
  • Ermittlung von Grundlagendaten für Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen
  • naturschutzfachliche Begleitung von Kompensationsmaßnahmen
  • Beratung der Kommunen und regionalen Akteure als Fachbehörde für Naturschutz.

Zwei Beispiele für Naturerlebnismöglichkeiten:

Aussichtsturm

Aussichtsturm an der Wischhafener Süderelbe

Info-Tafeln

Informationstafeln in Freiburg

Die Mitarbeiter der Naturschutzstation Unterelbe sind unmittelbare Ansprechpartner der auf den Naturschutzflächen wirtschaftenden Landwirte. Die naturschutzgerechte Pflege der Flächen ist dadurch auf kurzem Wege ohne großen Verwaltungsaufwand möglich. Eine flexibel an die Vegetationsentwicklung und das Brutgeschehen auf der Fläche angepasste Grünlandbewirtschaftung wird kurzfristig vor Ort für die einzelnen Pachtflächen abgestimmt.

Zusammenarbeit

Ein erfolgreicher Naturschutz erfordert eine sehr gute Kenntnis der Gebiete, der Situation vor Ort sowie die aktive Kommunikation und Zusammenarbeit mit den regionalen Akteuren, insbesondere mit den mehr als 80 Bewirtschaftern der landeseigenen Naturschutzflächen.

Die Naturschutzstation arbeitet eng mit dem hauptamtlichen Naturschutzwart des Landkreises Stade, Dr. Uwe Andreas, zusammen.

Mahd

Die Marschwiesen werden im späten Frühjahr gemäht, wenn die Jungvögel schon fliegen können. Flächen auf denen keine Vögel brüten, können nach Absprache schon früher gemäht werden.

Feuchtwiese

Feuchtwiese mit Grabeneinstau im Vertragsnaturschutz (Kooperationsprogramm Naturschutz) auf Krautsand.

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