Das Weserästuar und die Unterweser wurden als hochkomplexer Naturraum von den Landesregierungen Niedersachsens und Bremens in großen Teilen als "besondere Schutzgebiete" nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) und der Vogelschutzrichtlinie gemeldet und sind damit Bestandteil des europäischen ökologischen Netzes Natura 2000.
Neben den naturschutzrechtlichen Ansprüchen unterliegt die Tideweser einer Vielzahl unterschiedlicher Nutzungsansprüche und stellt für Norddeutschland, insbesondere durch die Weserhäfen, einen Wirtschaftsraum von herausragender Bedeutung dar. Das Weserästuar und die Unterweser sind zudem für Industrieansiedlungen sowie die Landwirtschaft, die Fischerei, den Hochwasser- und Küstenschutz und den Tourismus von hoher Bedeutung.
Das Weserästuar und die Unterweser sind - besonders zwischen den Deichen - ein dynamisches System, das sich ständig verändert.
Von dieser Dynamik sind wertvolle Lebensraumtypen wie z.B. Sandbänke, Wattflächen, Salzwiesen und Tide-Auwälder abhängig.
Beispiele für besonders geschützte Arten an der Tideweser sind Seehund, Schweinswal, Finte, Neunaugen, Teichfledermaus und die Rohrdommel.
Die Bewahrung dieses wertvollen Naturraums - verbunden mit einer Harmonisierung der ökologischen und wirtschaftlichen Interessen im Raum - ist ein gemeinsames Anliegen der Länder Niedersachsen und Bremen sowie der Bundeswasserstraßenverwaltung. Die Niedersächsische Landesregierung und der Bremische Senat haben beschlossen, einen gemeinsamen Bewirtschaftungsplan für den Tideweserraum zu erstellen.
Grundlage dafür ist eine Vereinbarung zwischen den Ländern Niedersachsen und Bremen sowie der Bundeswasserstraßenverwaltung, welches im Dezember 2008 unterzeichnet wurde. Es beinhaltet die Erarbeitung eines Integrierten Bewirtschaftungsplanes nach der FFH-Richtlinie bis Ende 2010. Auch die Akteure vor Ort sind aufgerufen hieran mitzuwirken!
Zu diesem Zweck wurden beim NLWKN sowie beim Bremischen Senator für Bau, Umwelt, Verkehr und Europa (SUBVE) interdisziplinäre Planungsgruppen mit Vertretern aus Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden eingerichtet.
Ansprechpartner:
Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Betriebsstelle Brake-Oldenburg
Ratsherr-Schulze-Straße 10
26122 Oldenburg
Jens Marotz (Geschäftsführer der niedersächsischen Planungsgruppe IBP Weser)
Tel: 0441 / 799-2152, Fax: 0441 / 799-2655
Mail an Jens Marotz
Stefan Szlapinski (Bearbeiter)
Tel: 0441 / 799-2353, Fax: 0441 / 799-2655
Mail an Stefan Szlapinski
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