Die direkte Nachbarschaft zu den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt erfordert hierbei ein eng abgestimmtes und koordiniertes Vorgehen. Die überregionale Bedeutung der Elbe manifestiert sich in der "Arbeitsgemeinschaft der Länder zur Reinhaltung der Elbe" (ARGE Elbe), in der die Betriebsstelle mitwirkt, indem sie Messprograme für die Gemeinschaft durchführt.
Nicht zuletzt wegen seiner geografischen Lage dient der NLWKN in Lüneburg als zentrale Stelle für das Flussgebietsmanagement der Elbe im Zuge der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL). Die Richtlinie fordert bis 2015 von den Mitgliedsstaaten unter anderem die Erreichung eines guten Gewässerzustandes sowie den Schutz der Bevölkerung vor Überschwemmungen.
Im Gewässerkundlichen Landesdienst werden im Rahmen des Gewässerüberwachungssystems Niedersachsen (GÜN) 130 Grundwasserstandsmessstellen, 55 Grundwassergütemessstellen, 13 Pegel an Fließgewässern, eine Gütemessstation an der Elbe, 30 Gütemessstellen an Fließgewässern, 5 Depositionsmessstellen sowie rund 900 gewässerbiologische Messstellen betrieben. Daneben werden auf Grund vertraglicher Verpflichtungen für Dritte Einleitungen aus Kläranlagen untersucht und andere wasserwirtschaftliche Monitoringprogramme durchgeführt. Allein im Gewässerkundlichen Labor in Lüneburg werden jährlich rund 30.000 Messwerte ermittelt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterhalten 110 Kilometer landeseigene Gewässer wie den Aland, die Jeetzel, die Löcknitz, die Luhe und die Seeve. Neben der fachgerechten und ökologischen Pflege betreibt die Dienststelle Lüneburg zwei Großschöpfwerke, vier Düker, fünf Auslassbauwerke, 17 Wehre, das Ilmenausperrwerk und das Seevesiel zur Bewirtschaftung der Gewässer bzw. zur Sicherstellung des Sturmflut- und Hochwasserschutzes. Durch die Rückgliederung der Gemeinden Amt Neuhaus und Neu Bleckede von Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen kam u.a. das Schöpfwerk Niendorf hinzu.
Die 286 Kilometer langen Elbedeiche zwischen Schnackenburg und Hamburg gehören Deichverbänden. Bei Bedarf bzw. auf Anfrage wird die Betriebsstelle hier planerisch und bauleitend tätig oder fungiert als technische Beratung für die Verbände. Dabei lag das Bauvolumen in den vergangenen Jahren zwischen acht und zehn Millionen Euro im Jahr.
Im Naturschutz kümmert sich die Betriebsstelle Lüneburg schwerpunktmäßig um das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000, um Maßnahmen des Vertragsnaturschutzes sowie regionale Artenschutzkonzepte und liefert naturschutzfachliche Beiträge u.a. zu Großprojekten.
Die räumliche Zuständigkeit des "Regionalen Naturschutzes" finden Sie hier.
Leiter der Betriebsstelle Lüneburg ist Andreas Montz.
Die Namen und Telefonnummern der wichtigsten Ansprechpartner können Sie hier als pdf-Datei herunterladen:
Organisationsplan NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg
Hinweise zur Anreise finden Sie hier!
Niedersachsen Portal