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Tier- und Pflanzenartenschutz

Artenschutz heißt, den Erhalt der heimischen Tiere und Pflanzen zu fördern und zu unterstützen. Der Schutz von Tier- und Pflanzenarten ist ein wesentlicher Beitrag zur Verwirklichung der Ziele des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt und entsprechender nationaler und niedersächsischer Strategien.

Viele Tier- und Pflanzenarten sind durch Bestandsrückgänge gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Die Hauptursache des vom Menschen ausgelösten Rückgangs von Arten ist die Beeinträchtigung und die Vernichtung ihrer Lebensräume durch die zunehmende Intensivierung der Landnutzung (z.B. Landwirtschaft, Verkehr, Ansiedlung von Gewerbe, Wohnbebauung). Inzwischen haben viele Menschen jedoch erkannt, dass unsere Lebensgrundlagen nur durch den Erhalt unserer wild lebenden Pflanzen- und Tierarten sichergestellt werden können.

Artenschutz ist nicht möglich ohne möglichst genau Angaben über Vorkommen und Bestandsentwicklung der Tier- und Pflanzenarten. Diese Daten liefern die Arten-Erfassungsprogramme des NLWKN - Fachbehörde für Naturschutz.

Mit Hilfe der Erfassungsprogramme und in enger Zusammenarbeit mit vielen Ehrenamtlichen werden seit mehr als 25 Jahren die Populationen bzw. die Verbreitung ausgewählter, meist seltener bzw. gefährdeter Tier- und Pflanzenarten beobachtet. Die Artenerfassung bildet die fachliche Grundlage für Aussagen zu Vorkommen, Verbreitung und Gefährdung dieser Arten in Niedersachsen.

Die Gefährdung der Arten wird in den Roten Listen dokumentiert. Rote Listen sind Verzeichnisse ausgestorbener, verschollener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Sie dienen der Information der Öffentlichkeit über die Gefährdungssituation der Arten, zeigen Handlungsbedarf im Naturschutz auf und sind Datenquelle u.a. für nationale Rote Listen. Die Roten Listen Niedersachsens werden im Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen veröffentlicht.

Auf der Grundlage der erfassten Daten wird durch spezielle Artenschutzkonzepte und Hilfsmaßnahmen versucht, den Rückgang gefährdeter Arten in Niedersachsen zu stoppen und ihre Lebensräume zu schützen und zu verbessern. Im NLWKN sind die landesweiten Informationen und Schutzkonzepte mit den regionalen Aktivitäten der konkreten Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen vereinigt, was eine direkte Reaktion auf Gefährdungen ermöglicht. Darüber hinaus berät der NLWKN Behörden und alle Interessierten in Fragen des Artenschutzes.

Inzwischen gibt es wieder vermehrt Erfolge im Artenschutz: Den Bemühungen vieler ist es zu verdanken, dass uns Sumpfdotterblume, Küchenschelle, Gelbbauchunke oder Flussperlmuschel erhalten geblieben sind. Privatpersonen, Behörden und Verbände arbeiten dazu intensiv und interdisziplinär zusammen.

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