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Rote Liste der Libellen Niedersachsens und Bremens

2. Fassung, Stand 2007


von Reinhard Altmüller und Hans-Joachim Clausnitzer
Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen
Heft 4/10, 52 S., 4,- €
Ein Besprechungsvorschlag für dieses Heft steht Ihnen hier als Download zur Verfügung (DOC).

Beiträge

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Rote Liste der Libellen Niedersachsens und Bremens
2. Fassung, Stand 2007
von Reinhard Altmüller und Hans-Joachim Clausnitzer
unter Mitarbeit von Hartmut Andretzke (Norderney), Jörg Arlt (Delmenhorst), Kathrin Baumann (Bad Harzburg), Reiner Böke (Holzminden), Rainer Buchwald (Oldenburg), Werner Burkart (Wilstedt), Eckhard von Holdt (Hannover), Reinhard Jödicke (Westerstede), Wulf Kappes (Hamburg), Dietrich Kern (Sulingen), Henrich Klugkist (Bremen), Detlef Kolthoff (Bunde), Tammo Lieckweg (Oldenburg), Matthias Lohr (Boffzen), Julia Lopau (Bremen), Andreas Pix (Kassel), Jürgen Ruddek (Lilienthal) und Frank Suhling (Braunschweig)

Inhalt
1 Einleitung
2 Grundlagen zur Bewertung der Gefährdung
3 Kriterienschema der Roten Liste
3.1 Arten der Roten Liste
3.2 Aktuelle Bestandssituation (Kriterium 1)
3.3 Langfristiger Bestandstrend (Kriterium 2)
3.4 Kurzfristiger Bestandstrend (Kriterium 3)
3.5 Risikofaktoren (Kriterium 4)
3.6 Das Einstufungsschema zur Ermittlung der Rote-Liste-Kategorien
3.7 Regionalisierung der Roten Liste
4 Definition der in den Roten Listen angegebenen Gefährdungskategorien und Statusangaben
5 Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Libellen
5.1. Bilanz der Roten Liste
5.2. Erläuterungen zu einigen ausgewählten Arten
5.3 Einige Hinweise zur Verwendung der Roten Listen in der Naturschutzarbeit
6 Änderungen in der Nomenklatur der Libellenarten Niedersachsens und Bremens sowie Synonyme
7 Weitere Libellenart in Niedersachsen und Bremen seit 2007
8 Zusammenfassung
9 Summary
10 Literatur

8 Zusammenfassung
Die Rote Liste der Libellen Niedersachsens und Bremens wurde auf der Basis von 136.441 Fundangaben erarbeitet. Der überwiegende Teil dieser Meldungen stammt von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Niedersächsischen Tierarten-Erfassungsprogramm. Bis Ende 2006 wurden 68 Libellenarten festgestellt. Das sind 84 % der 81 in Deutschland heimischen Arten. 21 Arten sind in eine der Gefährdungskategorien 0 bis 3 eingestuft worden. Für eine weitere Art kann das Ausmaß der Gefährdung derzeit nicht eingeschätzt werden. Neun Arten sind extrem selten und bedürfen deshalb einer besonderen Fürsorge. Somit stehen insgesamt 31 Arten (46 %) in der Roten Liste. Vier weitere Arten wurden in die Vorwarnliste aufgenommen.

Neben der landesweiten Einstufung der Gefährdung werden in der Roten Liste entsprechende Angaben zu den drei Rote-Liste-Regionen „westliches Tiefland", „östliches Tiefland" sowie „Hügel- und Bergland" aufgeführt. Die wichtigsten Gefährdungsursachen sind Lebensraumzerstörungen, v. a. Trockenlegungen von Mooren und Feuchtgebieten sowie Gewässerunterhaltung und Gewässerausbau, in neuerer Zeit auch Eutrophierung von Niederungsstandorten.

9 Summary
This Red List of dragonflies in Lower Saxony and Bremen was derived from a stock of 136.441 datasets, the majority of which were contributed by volunteer faunists participating in Lower Saxony's Fauna Survey Programme. By the end of 2006, 68 species of dragon- and damselflies had been recorded, equalling 84 % of 81 species occurring in Germany. Of the former, 21 species have been accorded a status of 0 - 3 denoting the extent to which these species are threatened. For one species, threat status is not discernible for the time being. Nine species are naturally extremely rare, necessitating careful monitoring. All in all, 31 species (= 46 %) feature in this Red List, with additional 4 species featuring as 'near threatened'.

Besides listing the threat categories on state level, the threat categories have been further regionalized into "western lowlands", "eastern lowlands" and "uplands". Causes of threat are various forms of habitat destruction, e.g. drainage of bogs, mires and wet grasslands as well as amelioration and maintenance of water courses. More recently, eutrophication of wet lowlands adds to the risks.

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Invasive Arten in der Naturschutzpraxis
von Wolfgang Kaufmann

Inhalt
1 Einführung
2 Überblick
2.1 Gebietsfremde Arten (Neobiota) in Deutschland - Zahlen, Beispiele
2.2 Herkunft eingebrachter Neobiota - Beispiel Österreich
2.3 Einbringungswege
2.4 Historische Entwicklung
2.5 Verteilung auf unterschiedliche Lebensräume in Deutschland
3 Die rechtliche Situation
3.1 Internationale Staatengemeinschaft
3.2 Europäische Union
3.3 Deutschland
4 Umsetzung in die Praxis
4.1 Fakten
4.2 Bewertung
4.3 Bekämpfung
5 Zusammenfassung
6 Summary
7 Literatur

5 Zusammenfassung
In einem kurzen Überblick wird die Situation gebietsfremder Arten in Mitteleuropa dargestellt. Der rechtliche Rahmen wird umrissen und der gesetzliche Auftrag nach dem Bundesnaturschutzgesetz in Deutschland erörtert. Der Kernfrage, wann eine gebietsfremde Art als invasive Art zu bewerten ist und wie zu einer Maßnahmenentscheidung gelangt werden kann, wird nachgegangen.

6 Summary
The situation of non native species in central europe is outlined. The legal framework of the EU is sketched and german nature conservation law is examined with respect to invasive alien species. The crucial question is discussed how to evaluate ecological impacts of non native species. A guidance to decide about actions against invasive alien species is proposed.

Kompletter Artikel als PDF (1,8 MB) nach oben

Überarbeitung der Naturräumlichen Regionen Niedersachsens
von Olaf von Drachenfels

Inhalt
1 Anlass
2 Kurzbeschreibung der Naturräumlichen Regionen
3 Rote-Liste-Regionen
4 Biogeographische Regionen
5 Literatur

Die Karte der Naturräumlichen Regionen Niedersachsens, Stand November 2010, steht Ihnen hier als Download zur Verfügung (PDF, 1,9 MB).

Kompletter Artikel als PDF (1,1 MB)

Kurzmitteilungen

„LIFE-AMPHIKULT" gestartet
Unter dem Titel „Management und Vernetzung von Amphibien in der Kulturlandschaft Niedersachsens" führt der NABU Niedersachsen seit Anfang 2010 ein großangelegtes Schutzprojekt für Amphibien durch. Bis Ende 2014 wird über eine Million Euro in den Schutz gefährdeter Amphibienarten investiert. 50 % der Mittel werden von der Europäischen Union aus dem Förderprogramm LIFE+ bereitgestellt, weitere Kofinanzierer sind das Land Niedersachsen, die Landkreise Diepholz, Vechta und Schaumburg sowie die Region Hannover.

Amphibien gehören zu den am stärksten gefährdeten Artengruppen weltweit. Auch in Niedersachsen weisen etliche Arten einen schlechten Erhaltungszustand auf. Ein wesentlicher Grund für die Bestandsrückgänge ist der Verlust von geeigneten Laichgewässern. Wichtigste Maßnahme des Projektes ist daher die Neuanlage und die Sanierung von Gewässern.

Die Maßnahmen werden in 15 Projektgebieten in den Landkreisen Osnabrück, Vechta, Diepholz, Nienburg und Schaumburg sowie in der Region Hannover durchgeführt. Sie erstrecken sich über vier Naturräumliche Regionen von der Ems-Hunte-Geest und Dümmer-Geestniederung im Westen, dem Weser-Aller-Flachland im Osten über die Börden bis in das Weser- und Leinebergland im Süden.

Zielarten sind die in den Projektgebieten vorkommenden Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie Kreuzkröte, Knoblauchkröte, Laubfrosch, Moorfrosch und Kleiner Wasserfrosch.

Um die Amphibienpopulationen verschiedener Gebiet miteinander zu vernetzen wird ein Teil der Maßnahmen außerhalb von Natura 2000-Gebieten durchgeführt.

Die neuen Gewässer haben in der Regel eine Größe von etwa 500 bis 5.000 m². Ihre Tiefe richtet sich nach den Wasserverhältnissen, ein kurzeitiges Austrocknen nach Abschluss der Reproduktion der Amphibien wird angestrebt, damit sich Fressfeinde der Kaulquappen, vor allem Fische, nicht dauerhaft ansiedeln können. Für die Kreuzkröte werden auch deutlich kleinere Gewässer angelegt, die nur 5 bis 50 m² groß sind.

Vorhandene Gewässer, die aktuell nicht als Fortpflanzungsgewässer für Amphibien geeignet sind, werden durch gezielte Maßnahmen saniert. Je nach Ausgangslage werden beschattende Gehölze entfernt, dicke Faulschlammschichten ausgebaggert oder das Gewässer vertieft, um eine ausreichend lange Wasserführung zu erreichen.

Viele Amphibienarten leben außerhalb der Fortpflanzungszeit an Land, benötigen also auch geeignete Sommerlebensräume und Winterquartiere. In den meisten Projektgebieten sind diese in ausreichendem Umfang vorhanden. An einigen Stellen sollen aber zur Ergänzung der Landlebensräume Hecken gepflanzt und Rohbodenstandorte geschaffen werden.

Die nachhaltige Sicherung der angelegten Laichgewässer ist ein zentrales Anliegen des Projektes AMPHIKULT. Ohne entsprechende Pflege verlanden alle Gewässer mehr oder minder schnell, werden von Rohrkolben überwachsen oder von Gehölzen beschattet. Eine Beweidung mit robusten Weidetieren in niedriger Dichte stellt eine schonende, kostengünstige und nachhaltig wirksame Maßnahme zur Pflege der Gewässer dar. Daher werden die meisten Gewässer auf beweideten Flächen angelegt. An verschiedenen Stellen werden die Voraussetzungen für eine Beweidung geschaffen, zum Beispiel durch den Bau von Weidezäunen.

Die Information einer breiten Öffentlichkeit über das Projekt nimmt ebenfalls großen Raum ein. Tafeln in den Projektgebieten informieren über die Maßnahmen vor Ort. Regelmäßig wird über das Projekt in der Presse und im Internet informiert. Wichtig ist auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Amphibienschutzprojekten im In- und Ausland. Schließlich sollen auch weitere Grundstückseigentümer gewonnen werden, die ihre Flächen für die Anlage von Kleingewässern zur Verfügung stellen möchten.

Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des Projektes: www.life-amphikult.de.
Dr. Markus Richter - NABU Niedersachsen

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Faltblatt und Tafeln informieren über die Hornbosteler Hutweide
Heckrinder und Przewalskipferde haben im Frühjahr 2009 die Pflege des Naturschutzgebietes „Hornbosteler Hutweide" in der Allerniederung in der Gemeinde Wietze (Landkreis Celle) übernommen. Seither bewahren sie durch ihre extensive Weidetätigkeit und durch Gehölzverbiss die große Artenvielfalt im Naturschutzgebiet und pflegen auf diese Weise Lebensräume für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Das Beweidungsprojekt ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung einer kulturhistorisch besonders wertvollen Hutelandschaft, wie es sie in dieser Form im Landkreis Celle und darüber hinaus kaum ein zweites Mal gibt.

Im September 2010 hat der NLWKN in Lüneburg ein Faltblatt herausgegeben und zwei Informationstafeln am Allerradweg aufstellen lassen, die über die Tier- und Pflanzenwelt der Hornbosteler Hutweide, ihre Entstehungsgeschichte und Gefährdung sowie über die Besonderheiten von Heckrind und Przewalskipferd informieren.

Finanziert wurden Faltblatt und Tafeln durch das Förderprogramm "Natur erleben" aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Niedersachsen.

Das Faltblatt finden Sie als PDF im Internet unter www.nlwkn.niedersachsen.de/download/52366, die Infotafel unter www.nlwkn.niedersachsen.de/download/52370.

Internetkartendienste zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Niedersachsen
Mit der Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt ist die EG-Wasserrahmenrichtlinie 2000/60/EG (EG-WRRL) am 22. Dezember 2000 in Kraft getreten. Mit dieser Richtlinie haben sich die EU-Staaten verpflichtet, Bäche, Flüsse, Seen und das Grundwasser gemeinsam auf einem hohen Niveau zu schützen. Grundsätzliches Ziel ist das Erreichen eines guten Zustands aller Gewässer, in ökologischer, quantitativer und chemischer Hinsicht, bis 2015. Im Dezember 2009 wurden dazu die niedersächsischen Beiträge für die Bewirtschaftungspläne der Flussgebietseinheiten Elbe, Ems, Rhein und Weser veröffentlicht.

Das niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz hat in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz zwei Internetkartendienste zur Umsetzung der EG-WRRL in Niedersachsen veröffentlicht. Die Internetkartendienste sollen in erster Linie der Information der Öffentlichkeit dienen. So hat jeder Bürger die Möglichkeit, sich die Zustandsbewertungen der Gewässer „vor der Haustür" zu betrachten.

1. „Übersicht der Oberflächenwasserkörper zur Umsetzung der EG-WRRL"
In diesem Dienst werden alle an die Europäische Kommission gemeldeten Daten zu den niedersächsischen Fließgewässern, Seen sowie Küsten- und Übergangsgewässern zu den folgenden Themen dargestellt:

  • Lage und Abgrenzung der Oberflächenwasserkörper
  • Landesgrenze, Planungsräume
  • Monitoring
  • Natürliche, erheblich veränderte und künstliche Gewässer
  • Gewässertypen
  • Ökologischer Zustand / Potenzial
  • Chemischer Status geltendes Recht
  • Chemischer Status RL 2008/105/EG
  • Zielerreichung, Ausnahmen und Fristverlängerung Ökologie und Chemie.

Zusätzlich zu den an die EU gemeldeten Themen wird die bisherige Erfassung der Querbauwerke in Fließgewässern dargestellt.

2. „Übersicht der Grundwasserkörper zur Umsetzung der EG-WRRL"
Hier werden folgende WRRL-relevanten Themen dargestellt:

  • Lage und Abgrenzung der Grundwasserkörper
  • Landesgrenze, Planungsräume
  • Lage und Abgrenzung der Oberflächenwasserkörper
  • Monitoring
  • Chemischer Zustand
  • Mengenmäßiger Zustand
  • Zielerreichung, Ausnahmen und Fristverlängerung
  • Maßnahmen.

Die Dienste werden dauerhaft der Öffentlichkeit präsent sein. Eine Aktualisierung der Daten ist nach der nächsten Erstellung der Bewirtschaftungspläne Ende 2015 vorgesehen. Die Querbauwerksdaten werden 2011 aktualisiert.

Ansprechpartner
Oberflächengewässer:
Flussgebiet Elbe: Petra Heidebroek, NLWKN Lüneburg, Tel. 04131 8545-209, petra.heidebroek@nlwkn-lg.niedersachsen.de
Flussgebiet Ems: mit Vechte Hermann Hebbelmann, NLWKN Meppen, Tel. 05931 406-142, hermann.hebbelmann@nlwkn-mep.niedersachsen.de
Flussgebiet Weser: Stephanie Gudat, NLWKN Hannover/Hildesheim, Tel. 0511 3034-3011, stephanie.gudat@nlwkn-h.niedersachsen.de
Grundwasser:
Ralf te Gempt, NLWKN Meppen, Tel. 05931 406-160, ralf.tegempt@nlwkn-mep.niedersachsen.de
Technik:
Julia Gaertner, NLWKN Hannover/Hildesheim, Tel. 0511 3034-3064, julia.gaertner@nlwkn-h.niedersachsen.de

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Neue Veröffentlichungen

Forelle, Schwarzstorch, Flatterulme - Indikatoren lebendiger Bäche und Flüsse
- Kleine Schriften aus drei Jahrzehnten Fließgewässerschutz. -
Hrsg.: Edmund Siemers-Stiftung, Books on Demand, Norderstedt, 26,- €, ISBN: 978-3-8334-8791-0

In mehr als 30 Jahren hat Gerd Janssen in beispielhafter Weise die kleinen Fließgewässer seiner Heimat Schleswig-Holstein untersucht, Beeinträchtigungen aufgespürt und pragmatische Lösungsansätze zu ihrem Schutz und ihrer Entwicklung vorgeschlagen und umgesetzt. In dem vorliegenden Buch wird die ganze Breite seiner ökologisch begründeten Herangehensweise deutlich. Die Zusammenstellung gibt hervorragende Anregungen für jeden Menschen, der sich mit Fließgewässern und deren Lebensgemeinschaften befasst und sich für deren Schutz und positive Entwicklung einsetzt. Ein besonderes Anliegen war Gerd Janssen stets, seine Untersuchungsergebnisse und praktischen Erfahrungen einem großen Publikum weiterzugeben, in den ersten Jahren insbesondere an Angler, später einem wesentlich größeren Kreis an umfassendem Fließgewässerschutz interessierten Menschen.

Die große Bandbreite seines Schaffens wird aus der Fülle seiner in diesem Buch zusammengestellten Artikel deutlich, die - z.T. in Zusammenarbeit mit weiteren Autoren - in den letzten 30 Jahren in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden:

  • 1984: Unterhaltungsregelungen an Meerforellengewässern - Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Sportfischern und Wasser- und Bodenverbänden
  • 1985: Möglichkeiten der Bachrenaturierung
  • 1986: Wiederbelebung der Elbnebenflüssen Krückau und Pinnau
  • 1988: Das Arteninventar von Fließgewässern in Abhängigkeit von deren Strukturvielfalt
  • 1988: Zu Tode gebaggert
  • 1991: Gewässergüte in neuer Sicht
  • 1996: Besiedlung Schleswig-Holsteins durch den Schwarzstorch (Ciconia nigra) 1974-1995
  • 1997: Kleinod Waldbach: Ökologische Bedeutung - Gefährdung - Schutz
  • 1999: Möglichkeiten und Grenzen eines privaten Engagements im Naturschutz am Beispiel des Krückau-Pinau-Projektes
  • 1999: Bachrenaturierung als Möglichkeit zur Verbesserung von Nahrungshabitaten des Schwarzstorchs (Ciconia nigra) am Beispiel Schleswig-Holsteins
  • 2006: Die Flatterulme (Ulmus laevis Pall.) in Schleswig-Holstein - Verbreitung, Habitat und Vergesellschaftung, Gefährdung und Schutz
  • Ein gehäuftes Vorkommen der Flatterulme (Ulmus laevis Pall.) in Südholstein
  • Zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie - Perspektiven und praktische Beispiele aus Schleswig-Holstein [Originalbeitrag].

Die anfängliche Betonung des Fließgewässers mit seinen großen Bewohnern, den Meerforellen, wechselt über zum Schwarzstorch, der für seinen Nahrungserwerb unbedingt auf intakte Gewässer mit einem guten Fischbestand angewiesen ist. Und mit Ansprüchen des Schwarzstorches an einen sicheren Baumhorst in von Menschen ungestörter Lage wendet sich Janssen dann in die Aue mit der Flatterulme als fast vergessener, aber einst bestandsprägender Baumart. Nach intensivem Studium der Ökologie und Verbreitung der Flatterulme wurden im Jahre 2005 Saatgut tragende Bäume seines Untersuchungsgebietes beerntet. Die Keimlinge wurden von über 1.000 Schülern in Töpfen fast zwei Jahre lang herangezogen und dann in einer großen Gemeinschaftsaktion in die Aue von Krückau und Pinnau ausgepflanzt.

So bietet diese Zusammenstellung neben umfangreichen Informationen über Fließgewässerökologie auch sehr anregende praxisnahe Beispiele zur Verbesserung der Fließgewässerstruktur und ihrer Auen unter Einbeziehung vieler Hunderte von Schülerinnen und Schülern, also Ökologie-Unterricht live.
Dr. Reinhard Altmüller - Lachendorf

Der Zukunft das Wasser reichen - Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Niedersachsen
herausgegeben vom NLWKN (2010), bearbeitet vom Umwelt Institut Höxter & H. Monkenbusch. - Wasserrahmenrichtlinie Band 6, 55 S., Bezug: NLWKN, Schutzgebühr: 5,- €, http://webshop.nlwkn.niedersachsen.de

2009 wurden die niedersächsischen Beiträge zu den Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmenprogrammen für die Flussgebiete Elbe, Weser, Ems und Rhein veröffentlicht. Dieser Meilenstein in der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie sowie das zehnjährige Jubiläum der Richtlinie waren Anlass, den Stand der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Niedersachsen zusammenzufassen und einen landesweiten Überblick zu geben. Beim NLWKN ist daher eine informative und leicht verständliche Broschüre erschienen, die mit vielen Fotos ausführlich über die Europäische Wasserrahmenrichtlinie informiert.

Die Veröffentlichung richtet sich insbesondere an Institutionen, Verbände oder Schulen, denen das Stichwort "Wasserrahmenrichtlinie" nicht mehr fremd ist, die aber gerne einen weiteren Einblick in die Umsetzung der Richtlinie in Niedersachsen gewinnen möchten.

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Leitfaden Maßnahmenplanung Oberflächengewässer - Teil A Fließgewässer-Hydromorphologie
herausgegeben vom NLWKN (2008), bearbeitet von M. Buschmann, D. Coldewey, J. Kubitzki, J. Freimann, U. Ostermann, J. Schatz, P. Sellheim, P. Suhrhoff & J. Wöhler. - Wasserrahmenrichtlinie Band 2, 160 S., Bezug: NLWKN, Schutzgebühr: 10,- €, http://webshop.nlwkn.niedersachsen.de

Der von einer Arbeitsgruppe unter Leitung des NLWKN erstellte Leitfaden zur Planung von hydromorphologischen Maßnahmen soll als praktische Arbeits- und Orientierungshilfe die Arbeit der Gebietskooperationen bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie maßgeblich unterstützen und als Entscheidungshilfe bei der Entwicklung von geeigneten Maßnahmen vor Ort dienen.

Der Leitfaden gibt Empfehlungen zu Auswahl, Prioritätensetzung und Umsetzung von Maßnahmen zur Entwicklung unserer Bäche und Flüsse. Neben einem "Serviceteil" mit allgemeinen Hinweisen zu Rechtsgrundlagen, Planungsinstrumenten, Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie einer Darstellung der fachlichen Grundlagen der Gewässerentwicklung enthält der Leitfaden eine Auswahl der Gewässer, die zur vorrangigen Bearbeitung empfohlen werden.

Die für Niedersachsen benannten grundsätzlich geeigneten Einzelmaßnahmen werden in einem landesweiten Maßnahmenkatalog zusammengestellt und in einzelnen Maßnahmensteckbriefen näher beschrieben. Hinweise zur erwarteten Wirkung der einzelnen Projekte sowie zur Unterhaltung und Umsetzung runden die Maßnahmenporträts ab.


Leitlinien zur Gewässerentwicklung - Ziele und Strategien
herausgegeben von der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) (2009), bearbeitet von K. Bachert, W. Binder, B. Dieler, H. Friese, I. Krauß-Kalweit, K.-H. Jährling, C. Linneweber, M. Nußbaum, I. Proske & P. Sellheim. - Kulturbuch-Verlag, Berlin. Bezug: Kulturbuch-Verlag, Sprossenweg 3, 12351 Berlin, www.kulturbuch-verlag.de, Best.-Nr. 300827, ISBN 978-3-88961-256-4.

Mit der Agenda 21, den Aspekten der Nachhaltigkeit, neuen Leitbildern und im Zeichen katastrophaler Hochwasserereignisse, hat sich zur Jahrtausendwende das Verständnis von Wasserwirtschaft weiterentwickelt. Auch die europäischen Richtlinien weisen neue Wege.

Es gilt, nachhaltige und funktionstüchtige Formen der Gewässerentwicklung zu finden, die eine ökologische Funktionsfähigkeit gewährleisten, die Belange der Hochwasservorsorge sowie des Allgemeinwohls integrieren und auch eine angepasste Nutzung der Gewässer und Auen ermöglichen. Die Gewässer sollen zukünftig so entwickelt werden, dass sie mit Form und Struktur den prägenden Hochwasserabflüssen entsprechen und so alle wesentlichen Funktionen im Naturhaushalt und für den Menschen erfüllen können.

Auf der 64. Umweltministerkonferenz wurde festgestellt, dass die Hauptursachen für den noch nicht erreichten guten Zustand der Fließgewässer nach den Kriterien der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie vielfach bei Beeinträchtigungen der Gewässerstrukturen und Durchgängigkeit liegen. Die Umweltministerkonferenz stellt fest, dass die Entwicklung von Maßnahmen insbesondere auf die weitere Verbesserung der Gewässerstrukturen und der Durchgängigkeit zielen muss.

Das erfordert im Interesse des Allgemeinwohls ein Umdenken im Umgang mit den Fließgewässern, vor allem in der Gewässerunterhaltung. Die jetzt veröffentlichten Leitlinien sollen wesentliche Ziele, Strategien und Handlungsansätze für die nachhaltige Entwicklung der Fließgewässer aufzeigen.

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Die Vögel Niedersachsens und des Landes Bremen - Rabenvögel bis Ammern -
von Herwig Zang, Hartmut Heckenroth & Peter Südbeck (Hrsg.) (2009). - Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen, Sonderreihe B, Heft 2.11, 510 S., 740 Tabellen, Graphiken und Karten, Hrsg. und Bezug: NLWKN, Schutzgebühr: 25,- €, http://webshop.nlwkn.niedersachsen.de

Mit Lieferung 11 - Rabenvögel bis Ammern - kann der letzte Band des speziellen Teils der Vögel Niedersachsens und des Landes Bremen vorgelegt werden. Für 49 Brut- und Gastvogel-Arten werden die räumlichen und zeitlichen Vorkommen, ihre Bestände und deren Entwicklung, die Ansprüche an den Lebensraum, Daten zur Fortpflanzungsbiologie, die Gefährdungsursachen sowie mögliche Schutzmaßnahmen beschrieben.

Besonders sei auf die Beiträge zu "Rabenverfolgungen in Niedersachsen" und "Zur Geschichte der Sperlingsverfolgung in Niedersachsen" hingewiesen, die auch für die immer wieder geführte Diskussion um Schaden und Nutzen mancher Tierarten aufschlussreiche Fakten enthalten.

Eindrucksvoll ist nicht nur der Heftumfang von 510 Seiten, sondern auch die Fülle des dargebotenen Materials (740 Tabellen, Graphiken und Karten).


Ökologie und Schutz des Ortolans (Emberiza hortulana) in Europa- IV. Internationales Ortolan-Symposium -
von Petra Bernardy (Hrsg.) (2009). - Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen, Heft 45, 173 S., Hrsg. und Bezug: NLWKN, Schutzgebühr: 15,- €, http://webshop.nlwkn.niedersachsen.de

Im Jahre 2007 wurde das 4. Internationale Ortolan-Symposium in Hitzacker/Elbe durchgeführt. Dabei konnte der wissenschaftliche Blick auf die gesamte Biologie der Art erweitert werden und vor allem die vielen noch völlig unverstandenen Probleme der Art auf dem Zug und in den weithin unbekannten Winterquartieren in die Betrachtung einbezogen werden.

Der Tagungsband dokumentiert die Ergebnisse des Symposiums und bietet einen weiten Überblick über die Bestands- und Erhaltungssituation des Ortolans in vielen Teilen Deutschlands. Aus neun europäischen Staaten werden Studien vorgestellt und erstmalig wird ein Modell zur Winterverbreitung des Ortolans in Afrika publiziert. Insofern liefert der Tagungsband eine aktuelle wissenschaftliche Statusbestimmung zu Biologie, Gefährdung und Schutz des Ortolans in Europa.

In Niedersachsen wurden bereits seit dem Jahre 2000 intensive Bemühungen unternommen, um den erforderlichen Schutz sowohl wissenschaftlich als auch praktisch zu verbessern. Dazu wurde ein "Integriertes Schutzkonzept zum Erhalt ackerbrütender Vogelgemeinschaften im hannoverschen Wendland: Ortolanprojekt 2003-2006" begonnen. Der Abschlussbericht dieses Projektes wird im vorliegenden Heft ebenfalls veröffentlicht.

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Fauna der Heuschrecken (Ensifera & Caelifera) in Niedersachsen
von Günter Grein unter Mitarbeit von Axel Hochkirch, Karsten Schröder und Hans-Joachim Clausnitzer (2010). - Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen, Heft 46, 183 S., Hrsg. und Bezug: NLWKN, Schutzgebühr: 20,- €, http://webshop.nlwkn.niedersachsen.de

In Niedersachsen kommen (einschl. der ausgestorbenen Arten und der früher invasiv eingeflogenen Wanderheuschrecke) 54 Heuschreckenarten vor. V.a. aufgrund der nach der politischen Wende im Jahr 1989 in den neuen Bundesländern entstandenen riesigen Brachflächen und vermutlich auch aufgrund des zurzeit diskutierten Klimawandels (höhere Temperaturen) sind drei Arten, die Gemeine Sichelschrecke(Phaneroptera falcata), die Langflüglige Schwertschrecke(Conocephalus fuscus) und die Zweifarbige Beißschrecke(Metrioptera bicolor) aus östlicher Richtung in das südöstliche bzw. nordöstliche Niedersachsen eingewandert und bodenständig geworden. Die Südliche Eichenschrecke(Metrioptera meridionale) wurde vermutlich aus Westen oder Südwesten eingeschleppt und vermehrt sich nun ebenfalls in Niedersachsen.

Neben dem allgemeinen Teil (Bearbeitungsgebiet, Geschichte, Datengrundlage usw.) gibt es im speziellen Teil des Heftes für jede der 54 Heuschreckenarten Angaben zu Verbreitung, Bestand, Lebensraum, Gefährdung, Schutz und Erfassung sowie Verbreitungskarten und Fotos. Ein Literatur- und Sammlungsverzeichnis schließt die Arbeit ab.


Klassifikation und Typisierung von Biotopen für Naturschutz und Landschaftsplanung-
Ein Beitrag zur Entwicklung von Standards für Biotopkartierungen, dargestellt am Beispiel von Niedersachsen -
von Olaf von Drachenfels (2010). - Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen, Heft 47, 322 S. + CD, Hrsg. und Bezug: NLWKN, Schutzgebühr: 29,- €, http://webshop.nlwkn.niedersachsen.de

Gegenstand der vorliegenden Dissertation ist der Biotoptyp als Kategorie zur Erfassung und Bewertung von Lebensräumen bzw. Landschaftsausschnitten für Aufgaben von Naturschutz und Landschaftsplanung. Ziel ist die Formulierung wissenschaftlich fundierter und gleichermaßen praxisorientierter Grundsätze für die Klassifikation und Typisierung von Biotopen, um so eine Grundlage für die Entwicklung bzw. Verbesserung von Standards für Biotopkartierungen zu schaffen.

Die Biotoptypen werden als naturwissenschaftliche Kategorie, als Bewertungs- und Planungseinheiten sowie als Erfassungseinheiten für Biotopkartierungen ausführlich dargestellt. Aus der Analyse verschiedener Biotop- bzw. Habitatklassifikationen ergeben sich Schlussfolgerungen für die Klassifikation und Typisierung von Biotopen sowie der Entwurf einer optimierten Klassifikation der Biotoptypen Niedersachsens.

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4/2010  
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Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Naturschutzinformation

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76 A
D-30453 Hannover
Tel: +49 (0)511 / 3034-3305
Fax: +49 (0)511 / 3034-3501

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