In nährstoffarmen Bruchwäldern herrschen meist Birken vor, vielfach auch Kiefern, seltener Fichten (u.a. im Harz). Sie sind besonders durch Torfmoose gekennzeichnet, außerdem z.B. durch Rauschbeere, Glockenheide, Wollgräser, Pfeifengras, Gagel und Gemeines Haarmützenmoos. Solche Bruchwälder haben sich häufig auch in durch teilweise Abtorfung und Entwässerung veränderten Hochmooren entwickelt.
Bruchwald-Biotope finden sich nicht nur in größeren Mooren, sondern vielfach auch in kleinen nassen Senken und sind dann ab ca. 200 m² Größe geschützt.
Viele Bruchwälder sind durch Entwässerung beeinträchtigt und trocknen zumindest in niederschlagsärmeren Perioden zeitweilig ab. Auch solche Bestände sind geschützt, sofern sie noch typische Bruchwaldarten aufweisen. Eine Regeneration durch Wiedervernässung ist nach Möglichkeit anzustreben.
Neben der Entwässerung sind Bruchwälder auch durch Umwandlung in Fremdholzbestände (z.B. Pappelforste), Anlage von Fischteichen sowie Verfüllung nasser Senken gefährdet.