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Besonders geschützte Biotope in Niedersachsen
 
§ 28a NNatG "Besonders geschützte Biotope"
§ 28b NNatG "Besonders geschütztes Feuchtgrünland"
Broschüre zum Thema
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Besonders geschützes Feuchtgrünland
Seggen-, binsen- oder hochstaudenreiche Nasswiesen
Binsen- und seggenreiche Sumpfdotterblumenwiese

Nasswiesen sind durch Mahd oder zeitweise Beweidung (meist extensiv) genutztes Grünland – einschließlich noch wiesenartiger Brachestadien – auf nassen bzw. wechselnassen Standorten, die durch hoch anstehendes Grund-, Stau- oder Quellwasser, z.T. auch durch zeitweilige Überflutung geprägt sind. Nach § 28a geschützt sind Ausprägungen mit zahlreichem Vorkommen von Seggen (Sauergräsern) und / oder Binsen, z.B. Schlank-Segge, Sumpf-Segge, Wiesen-Segge, Blasen-Segge, Gewöhnliche Sumpfsimse, Wald-Simse, Flatter-Binse, Knäuel-Binse, Spitzblütige Binse, und / oder Hochstauden, z.B. Gewöhnlicher Gilbweiderich, Wald-Engelwurz, Sumpf-Kratzdistel, Kohldistel, Echtes Mädesüß, Kümmelblättrige Silge, Sumpf-Haarstrang, Gelbe Wiesenraute. Weitere auffällige Nasswiesenpflanzen sind z.B. Sumpfdotterblume, Kuckucks-Lichtnelke, Sumpf-Hornklee und Wasser-Greiskraut.

Richtwert für die erforderliche Mindestgröße sind etwa 100 m², bei einer Mindestbreite von ca. 5 m (schmale Flächen z.B. in Grüppen reichen also nicht aus).

Nass- und Feuchtgrünland ohne oder nur mit Einzelexemplaren von Seggen, Binsen und Hochstauden ist in bestimmten Ausprägungen nach § 28b geschützt (s. besonders geschütztes Feuchtgrünland). Artenarme, nur mäßig feuchte Flatterbinsen-Weiden ohne weitere Kennarten von Nasswiesen sind nicht besonders geschützt. Derartige Bestände können aber nur von vegetationskundlich ausgebildeten Fachleuten zuverlässig von binsenreichen Nasswiesen im Sinne von § 28a unterschieden werden.

Hochstaudenreiche Nasswiesenbrache

Zur langfristigen Erhaltung des Nassgrünlandes ist je nach Ausprägung eine regelmäßige extensive Nutzung als Mähwiese oder eine extensive Beweidung notwendig. Seggen-, binsen- oder hochstaudenreiche Nasswiesen sind u.a. infolge Entwässerung, starker Düngung, übermäßiger Beweidung, Umbruch, Aufschüttung oder Übersandung, Aufforstung und Anlage von Fischteichen zunehmend seltener geworden und haben heute nur noch geringen Anteil an der Grünlandfläche Niedersachsens. Die Hauptvorkommen liegen in den Moorniederungen, Quellgebieten und Auen sowie in Landschaften mit staunassen Lehm- und Tonböden. Derartige Bereiche kommen mit unterschiedlichen Flächenanteilen in allen Naturräumen des Landes vor.

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