Hochmoore sind sehr nährstoffarme Moore, die infolge starken Torfwachstums – im Gegensatz zu Niedermooren – nicht mehr vom Grundwasser, sondern nur noch vom Regenwasser gespeist werden. In Niedersachsen sind bzw. waren sie von Natur aus meist uhrglasförmig aufgewölbt sowie durch torfmoosreiche Bulten und Schlenken gekennzeichnet.
Übergangsmoore stehen dagegen noch unter dem Einfluss von (nährstoffarmem) Grund- oder Quellwasser. Sie enthalten neben Sumpfpflanzen mit etwas höheren Ansprüchen an die Nährstoffversorgung aber bereits typische Hochmoorarten. Es handelt sich somit um Übergangsformen zwischen Hoch- und Niedermooren.
Charakteristische Pflanzen von Hoch- und Übergangsmooren sind verschiedene Torfmoos-Arten, Moosbeere, Rosmarinheide, Sonnentau und Scheiden-Wollgras.
Die Mehrzahl der verbliebenen Hochmoorreste ist durch Entwässerung und Torfabbau mehr oder weniger stark beeinträchtigt. Glockenheide, Scheiden-Wollgras, Besenheide, Krähenbeere und Pfeifengras herrschen teils in gemischten, teils in reinen Beständen vor, Birken bzw. Kiefern bilden lockere Anfluggehölze oder dichtere Birken-Kiefern-Moorwälder.
In wiedervernässten Mooren kann es zur Regeneration der Hochmoorvegetation kommen: Torfmoos-Schwingrasen sowie torfmoosreiche Wollgras-Bestände und Moorheiden, aber auch flutende Torfmoos-Bestände in wassergefüllten Torfstichen sind für solche Bereiche kennzeichnend. In ehemaligen, inzwischen regenerierten Torfstichen kann Hochmoorvegetation unter Umständen sehr kleinflächig ausgeprägt sein. Auch solche kleinen Bereiche sind (ab ca. 20 m²) geschützt.
Der besondere Schutz nach § 28a gilt für naturnahe, torfmoosreiche Moore, Regenerationsstadien sowie für solche Degenerationsstadien, die von Zwergsträuchern (insbesondere Glockenheide), Wollgräsern oder Gagelgebüschen geprägt sind. Pfeifengrasstadien ohne typische Hochmoorarten und Bereiche mit dichten Aufwuchs aus Birken und / oder Kiefern sind nur dann einbezogen, wenn sie mit den vorgenannten Ausprägungen ein kleinräumiges Mosaik bilden. Nasse Birken- und Kiefern-Moorwälder gehören aber zu den ebenfalls geschützten Bruchwäldern. Ältere wassergefüllte Torfstiche können sich zu besonders geschützten naturnahen Kleingewässern oder Verlandungsbereichen stehender Gewässer entwickelt haben.
Torfkörper ohne moorspezifische Vegetation (z.B. mit Grünlandnutzung) gehören nicht zu den Hoch- und Übergangsmooren im Sinne von § 28a (aber u.U. zu anderen geschützten Biotoptypen, z.B. seggen-, binsen- oder hochstaudenreichen Nasswiesen).
Neben Entwässerung, Kultivierung und Torfabbau führen auch Aufforstung, Anlage von Fisch- und Jagdteichen sowie Nährstoffeintrag häufig zu Beeinträchtigungen von Hoch- und Übergangsmooren.