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Sperrwerksbetrieb und die Schließwasserstände

Grundvoraussetzung für den Betrieb des Hunte-Sperrwerks und auch des Ochtumsperrwerkes ist eine möglichst genaue Vorhersage der zu erwartenden Tidewasserstände. Einen Anhalt geben die regelmäßigen Prognosen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg. Für eine exakte Vorhersage ist aber die genaue Kenntnis der von See her einlaufenden Tidewelle Voraussetzung. Für den Sperrwerksbetrieb werden Pegel der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und des Gewässerkundlichen Landesdienstes benutzt.

Im Allgemeinen reicht die Kenntnis der Scheitelwasserstände beim Leuchtturm Alte Weser und Fedderwardersiel aus. Tidehochwasser ist im Leuchtturm Alte Weser 2 Stunden 22 Minuten und Fedderwardersiel 1 Stunde 24 Minuten früher als beim Huntesperrwerk in Elsfleth. Die Kenntnis der Scheitelwasserstände Alte Weser und Fedderwardersiel ermöglicht eine Vorhersage des zu erwartenden Wasserstandes an den drei Sperrwerksstandorten mit einer Genauigkeit von weniger als +/- 5 cm.

Der zeitliche Vorlauf reicht nicht aus für eine Vollsperrung des Lesum- und Ochtumsperrwerks. Ist eine solche, d. h. eine Sperrung im Tideniedrigwasserkenterpunkt, erforderlich, muss die Entscheidung bereits 2 ½ Stunden vor dem Tidehochwasser am Pegel Alte Weser getroffen werden. Für diese Fälle ist der Pegel Borkum in das Vorhersagesystem einbezogen.

Die Wasserstände werden auch durch die zufließende Wassermenge aus dem Oberwasser beeinflusst. Das gilt bereits für den Tidewasserstand beim Huntesperrwerk. Das aus der Mittelweser über die Wehranlage in Hemelingen zufließende Oberwasser wird am Pegel Intschede gemessen.

Schließhäufigkeiten des Huntesperrwerkes, Ochtumsperrwerkes und des Lesumsperrwerkes.

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